Chili con Carne klassisch – Tex-Mex Eintopf mit Hackfleisch, Tomaten und Paprika

Tex-Mex Klassiker

Tief wird dieser Topf erst, wenn das Hack portionsweise Farbe nimmt und der Bratensatz mit in den Eintopf wandert, statt in der Pfanne zurückzubleiben.

24. Oktober 2026
Bewertung: 0.00
(0)

Springe zu Rezept

Chili con Carne klassisch – Tex-Mex Eintopf mit Hackfleisch, Tomaten und Paprika

Ein dampfender Teller voll rotbrauner, dickflüssiger Eintopfmasse, in der Rinderhack, gewürfelte Tomaten und rote Paprika in einer würzigen Sauce schwimmen – gekrönt von einem Klecks kühlem Schmand, einer ganzen getrockneten Chilischote und ein paar frischen Oreganoblättern. Kein verkochter Brei, sondern ein Eintopf mit Biss und Charakter.


Chili con Carne ist der Tex-Mex-Klassiker schlechthin, und wie bei jedem Klassiker scheiden sich die Geister über die richtige Zubereitung. Diese Version setzt auf das, was den Topf wirklich trägt: kräftig gebräuntes Fleisch, reichlich Tomaten und Paprika und eine warme Würzmischung, die in Ruhe vor sich hin schmurgelt.

Die Schärfe steht dabei gar nicht im Vordergrund, sie ist eher gemütlich als feurig. Was den Eintopf gut macht, ist die Tiefe, die sich beim langsamen Schmoren aufbaut, wenn sich Röstaromen, Tomatensäure und Gewürze allmählich miteinander verbinden. Dafür braucht es kein Spezialwissen, nur etwas Geduld und zwei, drei Handgriffe.

Chili con Carne in hoher weißer Schale mit Schmand, Oregano und einer getrockneten Chilischote
Stückige Sauce statt Brei – Tomaten und Paprika bleiben sichtbar, dazu eine kühle Haube Schmand.

Warum dieses Chili ganz ohne Bohnen auskommt

Wenn Sie das Foto genau betrachten, werden Sie etwas bemerken, das viele überrascht: In diesem Topf sind keine Bohnen. Das ist kein Versehen, sondern die texanische Schule. Die Chili-Liebhaber im Süden der USA bestehen bis heute darauf, dass in ein anständiges Chili con Carne nur Fleisch und Würze gehören, niemals Bohnen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Das Hackfleisch und die stückigen Tomaten dürfen die Hauptrolle spielen, die Sauce bleibt fleischig und intensiv, und nichts verwässert das Aroma. Stattdessen sorgen reichlich rote Paprika und frische Tomatenwürfel für Farbe, Biss und natürliche Süße, die Sie in jedem Löffel wiederfinden.

Wer die vertraute rote Kidneybohne mag, hebt am Ende ohne Weiteres eine abgetropfte Dose unter und lässt sie noch ein Weilchen mitziehen. Für den sattroten Eintopf vom Bild brauchen Sie sie aber nicht.


Was daran texanisch ist – und was deutsch

Ehrlicherweise ist dieser Topf kein Texas Red, wie es in San Antonio auf den Tisch kommt. Das Original arbeitet mit grob gewürfeltem Rindfleisch und einer Paste aus eingeweichten getrockneten Chilischoten; Tomaten spielen dort so gut wie keine Rolle.

Hier stehen 1,1 Kilo Tomaten gegen 500 Gramm Hack, dazu Paprika und Zwiebeln – das ist die deutsche Haushaltsversion, und genau die wollen die meisten auch essen. Texanisch bleibt der wichtigste Punkt: Bohnen kommen nicht in den Topf. Wer das Original sucht, braucht Ancho- und Guajillo-Schoten und lässt die Dose Tomaten im Schrank.


Die Würzbalance – warum Chiliflocken allein nicht reichen

Der häufigste Anfängerfehler ist, das ganze Aroma allein auf die Schärfe zu setzen. Ein gutes Tex-Mex-Chili lebt von einer ausgewogenen Mischung, in der gemahlener Kreuzkümmel mindestens so wichtig ist wie die Chiliflocken. Der Kreuzkümmel gibt die erdige, leicht rauchige Grundnote, die das Gericht unverwechselbar macht und die keine Chilischote allein liefern kann.

Dazu kommt edelsüßes Paprikapulver für Farbe und milde Süße, ein Hauch geräuchertes Paprikapulver für die rauchige Tiefe und getrockneter Oregano für die kräuterige Frische. Die Chiliflocken selbst sind bewusst sparsam dosiert: ein gestrichener Teelöffel auf sechs Portionen wärmt, ohne zu brennen.


Zimt und Kakao – die zwei stillen Helfer

Zwei kleine Geheimnisse runden das Ganze ab: eine winzige Prise Zimt, die im Hintergrund für Wärme sorgt, und ein Löffel ungesüßtes Kakaopulver, der die Sauce dunkler und runder macht – ganz so, wie es die mexikanische Mole-Küche seit Jahrhunderten vormacht. Herausschmecken lassen sich beide nicht; auffallen würde nur ihr Fehlen.

Wichtig ist, dass Sie alle Gewürze kurz im warmen Fett anrösten, bevor Flüssigkeit dazukommt. Dreißig Sekunden unter Rühren genügen. Erst dann geben sie ihr volles Aroma frei, statt nur mehlig in der Sauce zu schwimmen. Dasselbe gilt für das Tomatenmark: Zwei Minuten im heißen Topf nehmen ihm die rohe Säure.


Das Rinderhack richtig bräunen – der wichtigste Schritt

Wenn Sie nur eine einzige Sache aus diesem Rezept mitnehmen, dann diese: Das Hackfleisch muss richtig braun werden. Die meisten Hausversionen kranken daran, dass das Hack einfach mit den Zwiebeln im Topf vor sich hin gart, dabei grau wird und nie jene dunkle Kruste bekommt, die so viel Geschmack trägt.

Der Trick ist einfach, verlangt aber Disziplin: Braten Sie das Hack in einer separaten, gut heißen Pfanne an, und zwar portionsweise. Werfen Sie alles auf einmal hinein, kühlt die Pfanne ab, das Fleisch zieht Wasser und kocht, statt zu braten. Zwei bis drei Schübe à vier bis fünf Minuten sind richtig.

Lassen Sie jede Portion ungestört liegen, bis sie unten kräftig gebräunt ist, und wenden Sie sie erst dann. Wer diesen Schritt überspringt, bekommt am Ende einen Topf, der vor allem nach Tomate schmeckt und dem die herzhafte Tiefe fehlt.


Den Bratensatz nicht in der Pfanne lassen

Die dunklen Röststellen, um die es beim Anbraten geht, bleiben zum Teil in der Pfanne zurück – als brauner Bratensatz am Boden und als ausgelassenes Rinderfett. Genau dort sitzt viel von dem Aroma, das dem Eintopf später seinen Charakter gibt. Wandert die Pfanne ungespült in die Spüle, ist dieser Teil verloren.

Deshalb gehört ein Handgriff dazu, den viele Rezepte unterschlagen: Gießen Sie die heiße Pfanne mit einem Teil der Rinderbrühe auf, kratzen Sie den Satz mit dem Holzlöffel los und geben Sie alles mit in den Topf. Das dauert eine halbe Minute und ist der billigste Geschmack, den Sie bekommen können.


Geduldig schmoren – die Zeit ist der beste Würzgeber

Ein gutes Chili lässt sich nicht hetzen. Nachdem das gebräunte Hack mit den Tomaten und der Brühe im Topf vereint ist, braucht der Eintopf gut anderthalb Stunden bei sanfter Hitze: erst eine Stunde zugedeckt, dann noch zwanzig bis dreißig Minuten offen.

In dieser Zeit passiert das eigentliche Wunder: Die scharfe Tomatensäure baut sich ab und weicht einer milden Süße, das Fleisch wird butterzart, und die Gewürze verschmelzen mit der Sauce zu einem runden Ganzen. Die offene Phase am Ende lässt überschüssige Flüssigkeit verdampfen, bis die Sauce jene dicke, stückige Konsistenz hat, die Sie auf dem Foto sehen.

Wird der Topf zu trocken, gießen Sie einen Schuss Wasser oder Brühe nach. Der beste Tipp für besondere Anlässe: Kochen Sie das Chili schon am Vortag. Über Nacht im Kühlschrank verbinden sich die Aromen vollständig, und am nächsten Tag schmeckt es eine ganze Spur intensiver.


Schmand, frische Kräuter und die richtige Beilage

Der kühle Klecks obenauf ist keine bloße Verzierung, er gehört dazu. Der cremige Schmand – in Tex-Mex-Rezepten meist Sour Cream genannt – balanciert die Wärme und die sanfte Schärfe aus und bringt säuerliche Frische ins Spiel. Nehmen Sie ein Produkt mit mindestens 20 Prozent Fett: Saure Sahne mit 10 Prozent verläuft flach, statt als fester Nocken stehen zu bleiben.

Streuen Sie ein paar frische Oreganoblätter darüber, so wie auf dem Bild, oder greifen Sie zu Koriander, wenn Sie dessen Aroma mögen. Eine ganze getrocknete Chilischote, quer über den Eintopf gelegt, sieht nicht nur hübsch aus, sie signalisiert auch gleich, dass hier etwas Würziges auf den Tisch kommt.

Bei der Beilage haben Sie freie Wahl: Klassisch passt lockerer Reis, der die Sauce aufnimmt, ebenso gut sind knusprige Tortilla-Chips zum Tunken oder ein Stück frisches Brot. Im Hintergrund des Fotos liegen zwei dicke Scheiben eines goldbraun gebackenen Fladenbrots mit Oliven. Auch eine gebackene Süßkartoffel oder das amerikanische Maisbrot, das Cornbread, sind treue Begleiter.


Aufbewahren, einfrieren und kreativ variieren

Kaum ein Gericht eignet sich so gut zum Vorkochen wie dieses. Im Kühlschrank hält sich das Chili in einer gut verschlossenen Dose vier bis fünf Tage und wird mit jedem Tag aromatischer. Auch das Einfrieren gelingt mühelos: Füllen Sie das abgekühlte Chili portionsweise ab, dann ist es bis zu drei Monate haltbar.

Zum Aufwärmen lassen Sie es am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und erhitzen es anschließend bei mittlerer Hitze im Topf, unter gelegentlichem Rühren und bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Wasser.

Wenn Sie Lust auf Abwechslung haben, lässt sich der Grundgedanke leicht abwandeln. Statt Hackfleisch können Sie Rindergulasch in Würfeln verwenden, was eine reichhaltigere Schmorvariante ergibt. Mit Hähnchenbrust wird daraus ein leichteres Chili, mit Putenhack eine kalorienärmere Version.

Wer ganz ohne Fleisch auskommen möchte, ersetzt es durch geröstete Walnüsse oder Linsen. Und wer es besonders raffiniert mag, serviert das Chili nach Art von Cincinnati über Spaghetti mit geriebenem Käse – eine regionale amerikanische Spezialität, die überraschend gut funktioniert.


Häufige Fragen zu Chili con Carne

Gehören in ein echtes Chili con Carne Bohnen?

In die texanische Schule, die Sie hier und auf dem Foto sehen, gehören keine Bohnen. Dort tragen Fleisch, Tomaten und Paprika das Gericht allein. Wenn Sie Bohnen mögen, heben Sie am Ende einfach eine abgetropfte Dose Kidneybohnen unter und lassen Sie sie noch rund zehn Minuten mitziehen. Beide Wege sind richtig, es ist eine Frage des Geschmacks.

Wie scharf ist dieses Chili con Carne?

Die Schärfe ist bewusst moderat gehalten, eher angenehm wärmend als feurig – ein gestrichener Teelöffel Chiliflocken auf sechs Portionen. Sie bestimmen die Stufe selbst: Geben Sie für Kinder oder empfindliche Esser nur eine kleine Prise hinein und reichen Sie zusätzlich Schmand, der die Schärfe spürbar abmildert. Wer es kräftiger mag, dosiert großzügiger oder ergänzt eine frische Chilischote.

Warum soll man das Hackfleisch für Chili con Carne separat anbraten?

Weil dort der größte Teil des Aromas entsteht. In einer eigenen, heißen Pfanne und in zwei bis drei Portionen bekommt das Hack eine dunkle, kräftige Kruste. Wichtig ist der zweite Schritt: die Pfanne anschließend mit etwas Rinderbrühe ablöschen und den Bratensatz mit in den Topf geben, sonst bleibt genau dieses Aroma in der Pfanne zurück.

Kann man Chili con Carne gut vorbereiten?

Sehr gut sogar. Das Chili schmeckt am zweiten Tag noch besser, weil sich die Aromen über Nacht im Kühlschrank vollständig verbinden. Sie können es bedenkenlos schon am Vortag kochen, vier bis fünf Tage im Kühlschrank aufbewahren oder portionsweise bis zu drei Monate einfrieren. Damit ist es ein idealer Kandidat für entspannte Tage.

Was passt als Beilage zu Chili con Carne am besten?

Klassisch reichen Sie lockeren Reis, der die würzige Sauce aufnimmt, oder knusprige Tortilla-Chips zum Tunken. Auch ein Stück Fladenbrot mit Oliven, wie es im Hintergrund des Fotos liegt, eignet sich hervorragend, um den Teller sauber zu wischen. Wer es typisch amerikanisch mag, serviert dazu Cornbread oder eine gebackene Süßkartoffel.


Das könnte Sie auch interessieren

Internationale Eintopf- und Schmor-Klassiker:

Faule Kohlrouladen aus dem Ofen – Deutscher Eintopf-Klassiker mit Kohl und Hackfleisch.

Schwedische Hackbällchen (Köttbullar) mit Kartoffelpüree – Hackbällchen-Klassiker mit Rahmsauce.

Hähnchenschenkel mit Äpfeln in Cidre-Sahnesauce – Französischer Schmortopf.

Herzhaftes Bohnen-Ragout mit Puten-Hackbällchen (One-Pot-Chili) – Leichte Chili-Alternative mit Pute.

Beilagen und Begleiter für Chili con Carne:

Italienische Focaccia mit Kartoffelteig und Kirschtomaten – Italienisches Fladenbrot zum Tunken.

Junge Ofenkartoffeln im Baconmantel – Klassische Alternative zu Reis.

Mexikanischer Reis mit frischem Koriander und Limetten – Klassische Beilage zum Chili.

Pico de Gallo – frische mexikanische Salsa – Frische Salsa als Begleitung.


Chili con Carne in weißer Schüssel mit Schmand, Oregano und getrockneter Chilischote

Chili con Carne klassisch – Tex-Mex Eintopf mit Hackfleisch, Tomaten und Paprika

No ratings yet
Der berühmte Tex-Mex-Eintopf ohne Bohnen: kräftig gebräuntes Rinderhack, gewürfelte Tomaten und rote Paprika in einer tiefroten Kreuzkümmel-Chili-Sauce. Das Hack wird portionsweise angebraten und der Bratensatz abgelöscht, dann schmort der Topf anderthalb Stunden. Mit kühlem Schmand und frischem Oregano serviert.
Portionen 6 Portionen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 50 Minuten
Gesamtzeit 2 Stunden 10 Minuten

Kochutensilien

  • Großer Schmortopf oder Dutch Oven ca. 5 L Inhalt
  • Pfanne zum Anbraten des Hacks
  • Holzlöffel

Zutaten
  

Für die Basis

  • 500 g Rinderhack (20 % Fett für volles Aroma; oder Mischhack Rind-Schwein)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Zwiebeln (groß, fein gewürfelt)
  • 4 Knoblauchzehen (gepresst)
  • 2 Paprika (rot, in Würfeln)

Für die Würzmischung

  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL Kreuzkümmel (gemahlen; auch als Cumin im Handel)
  • 2 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • 1 TL Paprikapulver (geräuchert)
  • 2 TL Oregano (getrocknet)
  • 1 TL Chiliflocken (gestrichen; für mehr Schärfe großzügiger dosieren)
  • 1 Prise Zimt
  • 1 EL Kakaopulver (ungesüßt; oder 15 g Zartbitter-Schokolade)
  • 2 TL Meersalz (nach Geschmack; Richtwert für den ganzen Topf)
  • Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen; nach Geschmack)

Für den Eintopf

  • 800 g Tomaten (aus der Dose, gehackt; oder 2 Dosen à 400 g)
  • 300 g Tomaten (frisch, gewürfelt; für die typisch stückigen Tomaten im Topf)
  • 250 ml Rinderbrühe (oder Wasser; ein Teil davon zum Ablöschen der Pfanne)

Zum Servieren

  • 200 g Schmand oder Sour Cream (mindestens 20 % Fett; saure Sahne mit 10 % verläuft flach, statt als fester Nocken stehen zu bleiben)
  • 1 Bund Oregano (frisch, oder Koriander)
  • 6 Stück Chili-Schoten (getrocknet oder frisch, als Dekoration)

Anleitungen
 

RINDERHACK BRÄUNEN

  • Eine separate Pfanne stark erhitzen, 1 EL Olivenöl hineingeben. Das Rinderhack in 2–3 Portionen (nicht alles auf einmal!) bei hoher Hitze je 4–5 Min braun anbraten – jede Portion ungestört liegen lassen, bis sie unten kräftig gebräunt ist, erst dann wenden. So entsteht die dunkle Kruste, die dem Eintopf seine würzige Tiefe gibt. Das gebräunte Hack aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
  • Die noch heiße Pfanne mit rund 100 ml der Rinderbrühe ablöschen und den braunen Bratensatz mit dem Holzlöffel vom Boden lösen. Diesen Sud samt ausgelassenem Fett aufbewahren – er kommt später mit in den Topf und darf nicht verloren gehen.

GEMÜSEBASIS ANSCHWITZEN

  • Im großen Schmortopf das übrige Olivenöl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die fein gewürfelten Zwiebeln 5–7 Min glasig anschwitzen, bis sie weich und leicht goldgelb sind.
  • Den gepressten Knoblauch und die gewürfelte rote Paprika zugeben, weitere 3–4 Min schmoren, bis die Paprika weich wird.

WÜRZUNG UND TOMATENMARK RÖSTEN

  • Das Tomatenmark in den Topf geben und 2 Minuten unter ständigem Rühren mitrösten – das ist wichtig: das Mark verliert die rohe Säure und entwickelt süß-aromatische Tiefe.
  • Kreuzkümmel, beide Paprikapulver, Oregano, Chiliflocken, Zimt und Kakaopulver einrühren und 30 Sek bei mittlerer Hitze mitrösten – die ätherischen Öle der Gewürze setzen sich im warmen Tomatenmark frei.

EINTOPF AUFSETZEN

  • Das gebräunte Hack zurück in den Topf geben, dazu den aufbewahrten Bratensatz aus der Pfanne. Die Dosentomaten mit Saft, die frisch gewürfelten Tomaten und die restliche Rinderbrühe zugießen. Alles gut umrühren, mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
  • Aufkochen lassen, dann auf niedrige Hitze stellen und zugedeckt 60 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Die Sauce reduziert und dickt langsam ein – die Aromen verbinden sich.

OFFEN REDUZIEREN UND ABSCHMECKEN

  • Den Deckel abnehmen und weitere 20–30 Min offen köcheln lassen, damit die Sauce zu der typischen dicken, stückigen Eintopf-Konsistenz reduziert. Bei Bedarf etwas Wasser oder Brühe zugeben, falls zu dick.
  • Abschmecken – ggf. mehr Salz, Pfeffer, Chiliflocken oder einen Spritzer Zitronensaft für Frische. Wer es noch tiefer mag: einen Schuss Worcestershire-Sauce oder einen Spritzer dunkles Bier am Ende.

SERVIEREN

  • In tiefe Schalen schöpfen. Mit einem großzügigen Klecks Schmand in der Mitte, einer getrockneten oder frischen Chili-Schote quer über dem Eintopf und frischen Oregano- oder Korianderblättern servieren.
  • Klassische Beilage: Reis (weiß oder braun), Tortilla-Chips zum Tunken, Cornbread, frisches Brot oder eine gebackene Süßkartoffel.

Notizen

Tipps:
  • Hack wirklich richtig bräunen in separater Pfanne – nicht im Topf mit den Zwiebeln. Das ist der wichtigste Geschmacks-Schritt.
  • Die Pfanne danach mit etwas Brühe ablöschen und den Bratensatz mit in den Topf geben – sonst bleibt genau das Aroma zurück, für das man vorher angebraten hat.
  • Tomatenmark 2 Minuten mitrösten – das entfernt die rohe Säure.
  • Gewürze kurz im warmen Fett anrösten, damit sich die ätherischen Öle freisetzen.
  • Kakao oder Zartbitter-Schokolade ist klassisch Mole-Inspiration – verstärkt die Aromentiefe.
  • Schärfe individuell anpassen – Chiliflocken nach Wunsch dosieren.
  • Am Vortag kochen: über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen, am nächsten Tag schmeckt es deutlich intensiver.
Portionsgröße: 6 großzügige Hauptgericht-Portionen von je rund 370 g, ohne Beilage gerechnet.
Texanisch oder deutsch? Das echte Texas Red arbeitet mit grob gewürfeltem Rindfleisch und einer Paste aus eingeweichten getrockneten Chilischoten, fast ohne Tomaten. Dieses Rezept ist die deutsche Haushaltsversion mit Hack, Tomaten und Paprika – texanisch bleibt der wichtigste Punkt: keine Bohnen.
Mit oder ohne Bohnen: Wer es mit Bohnen mag, hebt am Ende eine abgetropfte Dose Kidneybohnen (400 g) unter und lässt sie noch 10 Min mitziehen.
Aufbewahrung: Kühlschrank in luftdichter Dose 4–5 Tage – schmeckt jeden Tag besser. Einfrieren in Portionen, bis 3 Monate haltbar. Aufwärmen in einem Topf mit etwas Wasser bei mittlerer Hitze.
Variationen:
  • Mit Rindergulasch (Würfel) statt Hack für eine reichhaltigere Schmorvariante.
  • Chicken Chili: mit Hähnchenbrust für leichtere Version.
  • Chili con Pavo: mit Putenhack als kalorienarme Alternative.
  • Vegetarisches Chili sin Carne: mit gerösteten Walnüssen oder Linsen.
  • Süßkartoffel-Chili: mit gerösteten Süßkartoffeln als Hauptbestandteil.
  • Cincinnati Chili: über Spaghetti mit Cheddar-Käse serviert.
Servier-Klassiker: Reis, Tortilla-Chips, Cornbread, frisches Brot, gebackene Süßkartoffeln, Käseraspel.
Pairing: Mexikanisches Bier, kräftiger Rotwein (Zinfandel, Malbec), Margarita.

Nährwerte

Kalorien: 395kcalKohlenhydrate: 15gEiweiß: 19gFett: 28gNatrium: 990mgBallaststoffe: 5gZucker: 11g
Gericht: Abendessen, Eintopf, Hauptgericht, Mittagessen, Suppe
Küche: Amerikanisch, Lateinamerikanisch, Mexikanisch, Nordamerikanisch
Schlagwort: amerikanisch, Eintopf, Familienessen, klassisch, mexikanisch, ohne Bohnen, proteinreich, sättigend, Scharf, Seelenfutter, Tex-Mex, traditionell, Vom Herd, Winterrezepte, würzig

Wenn Ihnen das Rezept gelungen ist, freue ich mich über eine Bewertung — ein Klick auf die Sterne genügt. Und wenn etwas anders lief als beschrieben, schreiben Sie es gern in die Kommentare, dann kann ich das Rezept nachschärfen.

📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Chili con Carne ist das perfekte Gericht für hungrige Familien, kühle Wintertage, gesellige Spielabende und entspannte Wochenenden. Es sättigt zuverlässig, lässt sich in großer Menge kochen und ist damit ideal für alle, die gern vorkochen und mehrere Tage davon zehren möchten.

Was es besonders macht: Die Schärfe ist moderat, sodass auch ältere Kinder gut mitessen können, besonders mit etwas mehr Schmand zur Abkühlung. Und weil dieser Eintopf so unkompliziert ist und sich endlos variieren lässt, gelingt er auch in der kleinen Küche mit überschaubarem Budget.

🔎 Suchen Sie nach: Chili con Carne, Tex-Mex Eintopf, klassisches Chili Rezept, Chili mit Hackfleisch, Chili ohne Bohnen, Texas Chili, mexikanischer Eintopf, amerikanisches Chili, Chili mit Kreuzkümmel, würziger Hackfleisch-Eintopf, Chili für Spielabende, Vorrats-Eintopf, Winterrezept Hackfleisch, einfaches Chili, Chili mit Schmand


Haben Sie dieses Rezept ausprobiert? Schreiben Sie Ihre Eindrücke oder Vorschläge gern in die Kommentare. Ihr Feedback hilft anderen Lesern, ihre Kochkünste zu verbessern und etwas Neues zu probieren!

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und Tipps für die private Küche und ersetzt keine medizinische oder Ernährungsberatung. Bei Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten richten Sie sich bitte zwingend nach den Hinweisen auf den Verpackungen Ihrer Zutaten. Die angegebenen Nährwerte sind Orientierungswerte und können schwanken. Achten Sie stets auf die Frische Ihrer Zutaten. Das Nacharbeiten der Rezepte und Anleitungen sowie der Umgang mit Küchengeräten, heißen Zutaten und offenem Feuer erfolgen auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen jedoch ohne Gewähr.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert

Rezeptbewertung




Like 655
Schließen
VictoryCooks © 2026.
Alle Rechte vorbehalten.
Kochen. Essen. Genießen.
Schließen