Gerösteter Hokkaido mit Brokkoli und roten Zwiebeln – Herbst-Ofengemüse

Herbst-Ofengemüse

Wenn Kürbis-Halbringe, Brokkoli und rote Zwiebeln nebeneinander in den Ofen wandern, riecht die ganze Küche nach goldenem Herbst.

8. September 2026
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Gerösteter Hokkaido mit Brokkoli und roten Zwiebeln – Herbst-Ofengemüse

An grauen Herbsttagen gibt es kaum etwas Schöneres als ein Blech voll leuchtend orangefarbener Kürbis-Halbringe, dazwischen sattgrüner Brokkoli, rote Zwiebeln und ungeschälte Knoblauchzehen. Ein Schuss Olivenöl, ein paar rosa Pfefferbeeren, frischer Rosmarin – und der Ofen erledigt den Rest. Während das Gemüse langsam Farbe annimmt, zieht ein warmer, leicht süßer Duft durch die ganze Wohnung, und Sie wissen schon vor dem ersten Bissen: Das wird gut.


Ich mag dieses Gericht so sehr, weil es ehrlich ist. Es gibt nichts zu verstecken, keine komplizierte Sauce, keine geheime Technik – nur gutes Gemüse, das man so behandelt, dass es seinen besten Geschmack zeigt. Der Hokkaido bringt eine natürliche, fast kastanienartige Süße mit, der Brokkoli sorgt für die kräftige grüne Note und ein paar knusprige Kanten, und die roten Zwiebeln werden im Ofen weich, glänzend und beinahe konfitürenartig. Wenn ich Gäste habe und keine Lust auf großes Theater in der Küche, schiebe ich genau diese Form in den Ofen und kümmere mich in Ruhe um den Rest.

Das Geheimnis liegt nicht in einer langen Zutatenliste, sondern in der Hitze. Bei guten 200 °C verwandelt sich der natürliche Zucker im Gemüse in Röstaromen, die Ränder werden goldbraun und die Oberfläche bekommt diese leicht karamellige Tiefe, die man in der Pfanne so gleichmäßig nicht hinbekommt.

Die Fotos auf dieser Seite zeigen die gefüllte Form kurz vor dem Ofen – deshalb leuchten Kürbis und Brokkoli darauf noch so frisch. Nach dem Backen sieht das Gericht satter aus: dunklere Kürbisränder, gebräunte Brokkolikanten, zusammengefallene Zwiebeln und dunkler Rosmarin. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihre Form nach 30 Minuten kräftiger aussieht als das Bild – genau dann ist sie richtig.

Hokkaido-Halbringe mit Brokkoli, roten Zwiebeln und Rosmarin in einer ovalen Auflaufform vor dem Backen
So sieht die Form kurz vor dem Ofen aus – hier ist die halbe Menge für zwei Portionen eingeschichtet.

Warum gerade Hokkaido – der Kürbis, den Sie nicht schälen müssen

Die Wahl fällt aus einem ganz praktischen Grund auf den Hokkaido: Seine Schale wird beim Backen so zart, dass Sie sie einfach mitessen können. Das bedeutet für Sie kein mühsames Schälen, kein Kampf mit dem harten Messer und keine Verschwendung – nur waschen, halbieren, die Kerne herauslöffeln und schneiden. Dazu kommt der Geschmack: Der Hokkaido schmeckt konzentriert, leicht nussig und angenehm süß, fast wie eine warme Esskastanie, und genau diese Süße spielt im Ofen ihre große Rolle.

Andere Kürbissorten machen an dieser Stelle mehr Arbeit oder ein anderes Ergebnis. Den Butternut müssen Sie schälen, weil seine Schale zäh bleibt. Spaghettikürbis zerfällt beim Backen leicht ins Wässrige, und Muskatkürbis ist für meinen Geschmack so süß, dass er die anderen Aromen überdeckt. Der Hokkaido dagegen behält Biss, Form und Farbe – für ein Ofengericht ist er schlicht die unkomplizierteste und dankbarste Wahl.


Halbringe statt Spalten – warum die Form so schön bleibt

Auf dem Foto sehen Sie keine spitzen Spalten, sondern offene Halbringe, in deren Mitte man dort hineinschaut, wo vorher die Kerne saßen. Das ist kein Zufall, sondern eine kleine Entscheidung beim Schneiden.

Der Ablauf ist immer derselbe: waschen, halbieren, die Kerne auslöffeln – und erst dann jede Hälfte quer in Scheiben schneiden. So entstehen die hufeisenförmigen Halbringe mit der charakteristischen Öffnung. Geschlossene Ringe bekämen Sie nur, wenn Sie den ganzen Kürbis quer durchschneiden – dann aber sitzen die Kerne noch mittendrin und lassen sich kaum sauber herauslösen.

Wichtig ist die Dicke: eineinhalb bis zwei Zentimeter. Dünner wird der Kürbis matschig, bevor er Farbe bekommt; dicker braucht er länger als der Brokkoli danebenliegt. Die Halbringe liegen flach, garen gleichmäßig und sehen so dekorativ aus, dass die Form direkt auf den Tisch darf.

Wer es eilig hat, würfelt den Hokkaido stattdessen – Würfel garen schneller und eignen sich gut für eine Bowl oder eine Pastasauce. Für die elegante Optik bleibe ich aber bei den Halbringen.


Die richtige Größe: warum ein Blech besser ist als eine Form

Diesen Punkt unterschätzt fast jeder, und er entscheidet über das Ergebnis. Ein Kürbis von einem Kilo, ein Kopf Brokkoli und zwei Zwiebeln ergeben zusammen gut anderthalb Kilo Gemüse. Damit alles röstet, muss es in einer einzigen Lage liegen – Stück neben Stück, ohne Stapel.

Rechnen Sie einfach mit der Fläche: Für die volle Menge brauchen Sie ein Backblech von etwa 40 × 30 cm oder zwei Auflaufformen. In die hübsche ovale Form auf meinen Fotos, rund 30 × 20 cm, passt nur ungefähr die halbe Menge – das reicht für zwei Portionen als Beilage.

Zwingen Sie die volle Menge trotzdem in eine kleine Form, passiert Folgendes: Das Gemüse liegt übereinander, der austretende Saft kann nicht verdampfen, und aus dem Ofengemüse wird Dünstgemüse. Der Geschmack ist dann in Ordnung, aber die gerösteten Kanten fehlen komplett.


Brokkoli, der röstet statt zu dämpfen

Brokkoli aus dem Ofen ist eine kleine Offenbarung, wenn man ihn richtig behandelt – und genau hier gehen die meisten Versuche daneben. Werden die Röschen zu klein gezupft, verbrennen sie, bevor der Kürbis gar ist. Liegt zu viel Gemüse zu dicht beieinander, sammelt sich Feuchtigkeit, und der Brokkoli dämpft im eigenen Wasserdampf, statt knusprig zu werden. Und wer am Öl spart, bekommt am Ende trockene, strohige Röschen statt der schönen gerösteten Kanten.

Halten Sie die Röschen deshalb mittelgroß, etwa vier bis fünf Zentimeter, und geben Sie großzügig Olivenöl dazu – die fünf Esslöffel im Rezept sind kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen geröstet und strohig. Wenden Sie den Brokkoli kurz mit der Hand darin, damit jede Oberfläche benetzt ist.

Ein Trick aus der Praxis: Setzen Sie die Röschen mit den Blütenköpfen nach unten in die ausgehöhlten Öffnungen der Kürbis-Halbringe und in die Lücken. Die feinen Spitzen stehen dann nicht frei nach oben in die Oberhitze, sondern werden vom Kürbis geschützt – genau sie verbrennen sonst als Erstes, während der Rest noch roh ist.

Den dicken Strunk müssen Sie übrigens nicht wegwerfen: geschält und in Scheiben geschnitten röstet er einfach mit und schmeckt fast wie Kohlrabi.


Rote Zwiebeln, Knoblauch und eine puristische Würze

Dass hier rote Zwiebeln statt der üblichen weißen Speisezwiebeln in die Form wandern, hat einen guten Grund. Rote Zwiebeln sind milder und süßer, und beim Rösten werden sie wunderschön farbig – die Ränder gehen ins tiefe Violett, fast ins Bräunliche, und sie bekommen eine glänzende, leicht karamellige Schicht, die das ganze Gericht optisch zusammenhält. Schneiden Sie sie in dünne Halbmonde, dann verteilen sie sich gut zwischen den Kürbis-Halbringen. Wer keine roten zur Hand hat, kann auch weiße nehmen oder zu Schalotten greifen, die noch eine Spur feiner und süßer sind – nur das satte Lila geht dann etwas verloren.

Ein paar ungeschälte Knoblauchzehen dürfen ruhig mit in die Form – am besten unter ein Gemüsestück geschoben, damit die dünne Schale bei 200 °C nicht schwarz wird. Im Ofen wird ihr Inneres weich, mild und süß, und Sie können es nach dem Backen einfach aus der Schale drücken und übers Gemüse streichen. Ansonsten bleibt die Würze bewusst schlicht: gutes Olivenöl als Geschmacksträger, frischer Rosmarin, der mit ganzen Zweigen zwischen das Gemüse gelegt wird, etwas Meersalz und die zarte, leicht harzig-fruchtige Note der rosa Pfefferbeeren, die Sie auf dem Foto als ganze Beeren verstreut sehen. Zerdrücken müssen Sie sie nicht – ganz bleiben sie hübscher und geben ihr Aroma trotzdem ab. Wer mag, gibt eine kleine Prise Chiliflocken dazu. Mehr braucht es wirklich nicht – zu viele Gewürze würden den klaren Eigengeschmack der drei Hauptzutaten nur erschlagen.


Vom Ofen auf den Tisch – und was Sie mit Resten anfangen

Aus dem Ofen kommt das Gemüse am schönsten, wenn die Halbringe weich, der Brokkoli an den Kanten dunkel und die Zwiebeln glänzend karamellisiert sind. Die Garprobe macht die Messerspitze: Sie muss ohne Widerstand durch das dickste Kürbisstück gehen, Schale inklusive.

Beim Wenden habe ich mich umentschieden. Wer die dekorative Anordnung mit dem Brokkoli in den Kürbisöffnungen behalten möchte, lässt alles liegen und beträufelt das Gemüse nach zwanzig Minuten einfach mit dem Öl, das sich in der Form gesammelt hat. Wem gleichmäßige Bräunung wichtiger ist als die Optik, wendet nach zwanzig Minuten nur Brokkoli und Zwiebeln und lässt die Kürbisscheiben, wo sie sind.

Die Rosmarinzweige fische ich vor dem Servieren heraus, denn sie haben ihr Aroma längst abgegeben. Und schmecken Sie zum Schluss ab: Ofengemüse verträgt nach dem Backen fast immer noch eine kleine Prise Salz. Dann stelle ich die Form so, wie sie ist, direkt auf den Tisch – das spart Abwasch und sieht obendrein einladend aus. Als Beilage passt das Gemüse zu Lamm, Hähnchen oder Fisch, und mit einem Klecks Hummus, Tahin oder Joghurt-Dip wird ganz unkompliziert ein vegetarisches Hauptgericht daraus.

Sollte doch etwas übrig bleiben, hält sich das Ofengemüse gut abgedeckt etwa vier Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen schiebe ich es wieder kurz in den Ofen, bei rund 180 °C für ein paar Minuten – so kehrt die Knusprigkeit zurück, die in der Mikrowelle hoffnungslos verloren ginge. Reste lassen sich außerdem herrlich weiterverwenden: über Quinoa mit etwas Hummus, untergehoben in eine Pasta mit Ricotta, als Belag auf einer Pizza oder eingewickelt in einen Wrap mit Feta. So wird aus einem einfachen Blech voll Herbstgemüse mühelos gleich das nächste Essen.


Häufige Fragen zu geröstetem Hokkaido mit Brokkoli

Muss ich den Hokkaido wirklich nicht schälen?

Nein, und das ist einer der größten Vorteile dieser Sorte. Die Schale des Hokkaido wird beim Backen so weich, dass Sie sie problemlos mitessen können. Waschen Sie den Kürbis vorher gründlich, dann sparen Sie sich das mühsame Schälen komplett.

Warum schneide ich den Kürbis in Halbringe und nicht in Spalten?

Wenn Sie den halbierten, ausgehöhlten Kürbis quer in Scheiben schneiden, entstehen die hübschen offenen Halbringe, die Sie auf dem Foto sehen. Sie liegen flach, garen gleichmäßig und sehen besonders dekorativ aus. Geschlossene Ringe gäbe es nur beim ungeteilten Kürbis – dann bekommen Sie die Kerne aber nicht heraus. Würfel funktionieren ebenfalls und garen etwas schneller.

Welche Form oder welches Blech brauche ich für vier Portionen?

Ein Backblech von etwa 40 × 30 cm oder zwei Auflaufformen. Anderthalb Kilo Gemüse müssen in einer Lage liegen, sonst dämpft es. In die ovale Form auf den Fotos, rund 30 × 20 cm, passt nur die halbe Menge für zwei Portionen.

Sieht mein Gericht am Ende genauso aus wie auf den Fotos?

Die Fotos zeigen die gefüllte Form kurz vor dem Ofen, also das leuchtende Rohgemüse. Fertig gebacken ist alles dunkler und etwa ein Viertel kleiner im Volumen: gebräunte Brokkolikanten, zusammengefallene Zwiebeln, dunkler Rosmarin. Genau so soll es sein.

Wie verhindere ich, dass der Brokkoli verbrennt oder matschig wird?

Lassen Sie die Röschen mittelgroß und zupfen Sie sie nicht zu klein, sonst verbrennen sie. Geben Sie reichlich Olivenöl dazu und verteilen Sie das Gemüse so, dass es nicht zu dicht liegt. Nur dann röstet der Brokkoli, statt im eigenen Dampf weich zu werden.

Kann ich das Gericht vorbereiten und später backen?

Ja. Sie können das Gemüse schneiden, in die Form schichten und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Träufeln Sie Öl und Gewürze am besten erst kurz vor dem Backen darüber und schieben Sie die Form dann in den vorgeheizten Ofen.

Wie wärme ich Reste am besten wieder auf?

Geben Sie die Reste noch einmal für ein paar Minuten bei etwa 180 °C in den Ofen. So werden die Kanten wieder knusprig. In der Mikrowelle wird das Gemüse dagegen weich und verliert seinen Biss.


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Hokkaido-Halbringe mit Brokkoli, roten Zwiebeln und Rosmarin in der Form vor dem Backen

Gerösteter Hokkaido mit Brokkoli und roten Zwiebeln – Herbst-Ofengemüse

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Leuchtend orange Hokkaido-Halbringe mit essbarer Schale, dazu grüne Brokkoli-Röschen, rote Zwiebeln, Knoblauch und Rosmarin – mit Olivenöl beträufelt, mit rosa Pfeffer bestreut und im Ofen geröstet. Einfaches Herbst-Ofengemüse, vegan und glutenfrei.
Portionen 4 Portionen
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 50 Minuten

Kochutensilien

  • Backblech oder große Form ca. 40 × 30 cm für die volle Menge
  • Ovale Auflaufform ca. 30 × 20 cm – fasst nur die halbe Menge (2 Portionen), so wie auf dem Foto
  • Scharfes, großes Messer
  • Löffel zum Auskratzen der Kerne

Zutaten
  

Für das Gemüse

  • 1 Hokkaido-Kürbis (klein bis mittel, ca. 1 kg / 2 lb – ergibt ca. 850 g Fruchtfleisch)
  • 1 Kopf Brokkoli (ca. 500 g / 1 lb, in Röschen geteilt)
  • 2 Zwiebeln rot (ca. 300 g, in dünne Halbmonde geschnitten)
  • 3 Zehen Knoblauch (ungeschält, mitgeröstet)

Für die Würzung

  • 5 EL Olivenöl (extra vergine – Brokkoli saugt viel davon auf)
  • 1 TL Meersalz (plus etwas zum Abschmecken nach dem Backen)
  • 0,5 TL Rosa Pfefferbeeren (ganz oder nach Wunsch leicht zerdrückt)
  • 3 Zweige Rosmarin (frisch)
  • 1 Prise Chiliflocken (optional)

Anleitungen
 

GEMÜSE VORBEREITEN

  • Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 180 °C). Wichtig für das Ergebnis: Die volle Menge – gut 1,6 kg Gemüse – braucht ein Backblech von ca. 40 × 30 cm oder zwei Formen, damit alles in einer Lage liegt. In eine einzelne ovale Auflaufform von 30 × 20 cm, wie sie auf den Fotos zu sehen ist, passt nur etwa die halbe Menge (2 Portionen). Liegt das Gemüse übereinander, dämpft es im eigenen Saft, statt zu rösten.
  • Den Hokkaido waschen (NICHT schälen – die Schale ist essbar und wird beim Backen weich). Halbieren, mit einem Löffel die Kerne und das faserige Innere auskratzen. Jede Hälfte quer in 1,5–2 cm dicke Scheiben schneiden. So entstehen die offenen Halbringe (Hufeisen) mit der ausgehöhlten Mitte, die Sie auf dem Foto sehen – geschlossene Ringe ergeben sich nur, wenn man den Kürbis ungeteilt schneidet, dann lassen sich die Kerne aber kaum entfernen.
  • Den Brokkoli in mittelgroße Röschen teilen (ca. 4–5 cm). Nicht kleiner zupfen, sonst verbrennen die Röschen, bevor der Kürbis weich ist. Den Strunk nach Wunsch schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden – er röstet einfach mit.
  • Die roten Zwiebeln halbieren und in Halbmonde von ca. 5 mm Dicke schneiden. Die Knoblauchzehen ungeschält lassen.

IN DER FORM SCHICHTEN

  • Die Hokkaido-Halbringe nebeneinander in Form oder auf das Blech legen – sie dürfen sich höchstens leicht berühren, nicht stapeln. Die Brokkoli-Röschen mit den Blütenköpfen nach unten in die ausgehöhlten Öffnungen und in die Lücken setzen: So schützt der Kürbis die feinen Röschenspitzen, die sonst als Erstes verbrennen. Zwiebeln dazwischen verteilen, die ungeschälten Knoblauchzehen unter ein Gemüsestück schieben, damit die Schale nicht schwarz wird.
    Hokkaido-Halbringe mit Brokkoli und roten Zwiebeln in der Auflaufform vor dem Backen
  • Das Olivenöl großzügig über alles träufeln und den Brokkoli mit der Hand kurz darin wenden, damit jede Röschenoberfläche benetzt ist. Mit Salz, den rosa Pfefferbeeren und nach Wunsch Chiliflocken würzen. Die ganzen Rosmarinzweige zwischen und auf das Gemüse legen.

BACKEN

  • Im vorgeheizten Ofen 30–35 Min backen; bei 1,5 cm dünn geschnittenen Scheiben reichen 25–30 Min. Nicht wenden, wenn die Anordnung wie auf dem Foto erhalten bleiben soll – beträufeln Sie das Gemüse stattdessen nach 20 Min mit dem Öl, das sich in der Form gesammelt hat. Wem gleichmäßige Bräunung wichtiger ist als die Optik, wendet nach 20 Min nur Brokkoli und Zwiebeln.
  • Garprobe: Die Messerspitze muss ohne Widerstand durch das dickste Kürbisstück gehen und auch die Schale nachgeben. Der Brokkoli hat dann dunkle, knusprige Kanten, die Zwiebeln sind zusammengefallen und glänzend. Das Gemüse ist nach dem Backen deutlich dunkler und etwa ein Viertel kleiner im Volumen als beim Einschieben – das gehört so.

SERVIEREN

  • Aus dem Ofen nehmen und die Rosmarinzweige entfernen (sie haben ihren Job getan – das Aroma ist im Gemüse). Die Knoblauchzehen aus der Schale drücken und unter das Gemüse mischen oder als Paste dazu reichen. Zum Schluss abschmecken: Ofengemüse verträgt nach dem Backen fast immer noch eine kleine Prise Salz.
  • Direkt in der Form auf den Tisch stellen und warm genießen – als Beilage zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder als komplettes vegetarisches Hauptgericht mit Hummus, Tahin oder Joghurt-Dip.

Notizen

Tipps:
  • Platz ist die wichtigste Zutat: eine Lage, Stück neben Stück. Für 4 Portionen ein Blech 40 × 30 cm oder zwei Formen – in einer ovalen Form 30 × 20 cm gelingt nur die halbe Menge.
  • Hokkaido nicht schälen – die Schale wird beim Backen weich und mitgegessen.
  • Halbieren, aushöhlen, quer schneiden: So bleiben die offenen Halbringe erhalten, die flach liegen und gleichmäßig garen.
  • Brokkoli in mittlere Röschen von 4–5 cm und mit den Köpfen nach unten setzen – kleine, nach oben stehende Röschen verbrennen zuerst.
  • Reichlich Olivenöl – Brokkoli ist sehr aufnahmefähig; die 5 EL sind kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen geröstet und strohig.
  • Ganze Rosmarinzweige – sie aromatisieren das Gemüse, ohne dass die Nadeln einzeln beim Essen stören.
  • Knoblauch ungeschält mitrösten und unter ein Gemüsestück schieben – das Innere wird weich und süß, die Schale verbrennt nicht.
  • 200 °C und 30–35 Min bei 2 cm dicken Scheiben – die Formel für karamellisierte Außenseite und zart-süßes Inneres.
Zu den Fotos: Die Bilder zeigen die fertig gefüllte Form kurz vor dem Ofen. Fertig gebacken sieht das Gericht satter aus: dunklere Kürbisränder, gebräunte Brokkolikanten, zusammengefallene Zwiebeln und dunkler Rosmarin.
Aufbewahrung: Kühlschrank in luftdichter Dose 4 Tage. Aufwärmen im Backofen bei 180 °C für 8–10 Min – Mikrowelle macht matschig.
Variationen:
  • Mit Süßkartoffeln statt Hokkaido (weniger süß, aber ähnlich).
  • Mit Butternut-Kürbis (geschält!).
  • Mit Blumenkohl statt Brokkoli.
  • Mit Schalotten statt roten Zwiebeln (eleganter).
  • Mit Sumach für leichte Säuerung.
  • Mit gerösteten Kürbiskernen zum Bestreuen.
  • Mit Feta-Würfeln am Ende (nicht mehr vegan).
  • Mit Honig-Dijon-Dressing am Ende.
  • Mit Granatapfelkernen für Festtags-Optik.
Servier-Klassiker: Als Beilage zu Lammbraten, Hähnchen, Fisch. Als Hauptgericht mit Hummus, Tahin, Joghurt-Dip. Über Quinoa oder Bulgur in einer Bowl. Mit Halloumi oder Feta für Hauptgericht mit Käse.
Saison: Hokkaido-Saison von September bis Februar – das ist die Hochsaison für dieses Gericht.
Pairing: Wenn als Hauptgericht: Riesling, Chardonnay, Apfelschorle.

Nährwerte

Portion: 1gKalorien: 325kcalKohlenhydrate: 32gEiweiß: 9gFett: 15gNatrium: 590mgBallaststoffe: 10gZucker: 15g
Gericht: Beilage, Gemüse, Hauptgericht, Ofengericht
Küche: Europäisch, Mediterran, Modern
Ernährungsform: Glutenfrei, Vegan, Vegetarisch
Schlagwort: Aus dem Ofen, Comfort Food, Familienessen, Gemüserezepte, gesund, Herbstrezepte, klassisch, leicht, pflanzlich, selbstgemacht, vegan

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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Dieses geröstete Herbstgemüse ist die perfekte Wahl für alle, die mit wenig Aufwand viel auf den Tisch bringen wollen. Vegetarier und Veganer freuen sich über ein komplett pflanzliches Gericht, Kochanfänger über ein Rezept, bei dem fast nichts schiefgehen kann, und Familien über die natürliche Süße, die auch jüngeren Essern schmeckt. Es passt als unkomplizierte Beilage zu Fleisch oder Fisch und wird mit etwas Hummus oder Tahin ganz schnell zum sättigenden Hauptgericht. Wer den Herbst liebt und sich an einer Form voll goldenem Ofengemüse erfreut, ohne lange in der Küche zu stehen, ist hier genau richtig.

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