Crêpes Suzette mit Blutorangen

Französischer Klassiker mit Blutorange

Der französische Klassiker Crêpes Suzette, hier mit Blutorange statt Orange – dünne Crêpes, gefaltet und glänzend in einer karamellisierten Blutorangen-Butter-Sauce.

22. Juni 2026
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Crêpes Suzette mit Blutorangen

Der berühmteste Crêpe Frankreichs lebt von einer einzigen Idee: dünne Crêpes, die in einer karamellisierten Orangen-Butter-Sauce schwenken, bis sie glänzen. Wer die normale Orange durch die Blutorange ersetzt, bekommt denselben Klassiker – nur mit einer herb-beerigen Tiefe und einem dramatischen Rot, das kein anderes Obst liefert.


Crêpes Suzette ist einer der großen Klassiker der französischen Küche: hauchdünne Crêpes, die in einer warmen Sauce aus karamellisierter Butter, Zucker und Orange geschwenkt, gefaltet und glänzend serviert werden – im Restaurant oft mit einem Schwung Orangenlikör direkt am Tisch flambiert. Das Herzstück ist nicht der Teig, sondern diese „Sauce Suzette“ (manche nennen sie auch „Beurre Suzette“), die jeder Falte ihren Glanz gibt. In dieser Version bleibt alles am alten Platz, nur die gewöhnliche Orange weicht der Blutorange. Sie ist von Dezember bis April auf dem Markt, hat ein dunkles, fast weinrotes Fruchtfleisch und schmeckt deutlich herber und tiefer als eine normale Orange – mit einer feinen Bitternote, die der buttrig-süßen Sauce einen erwachsenen Gegenpol gibt. Auf den Fotos zu diesem Beitrag sehen Sie, worauf es hinausläuft: goldbraune Crêpes, zu lockeren Dreiecken gefaltet, belegt mit glänzenden, karamellisierten Blutorangen-Scheiben und überzogen von der tiefroten Sauce.

Zwei Teller mit dünnen Crêpes Suzette und Blutorangen, dazu die Blutorangen-Butter-Sauce, ein Löffel und halbierte Blutorangen auf grünem Hintergrund
Zu Dreiecken gefaltet und in der Sauce Suzette geschwenkt – die Blutorange gibt dem Klassiker ihre tiefrote Farbe

Was Crêpes Suzette eigentlich ausmacht

Bevor es an die Blutorange geht, lohnt ein kurzer Blick darauf, was diesen Klassiker überhaupt zu Crêpes Suzette macht – denn es ist nicht der Teig. Die Crêpes selbst sind die gleichen dünnen, zarten Pfannkuchen, die man in jeder französischen Küche findet. Das Besondere liegt in der Sauce und in der Art, wie die Crêpes darin behandelt werden: Butter und Zucker schmelzen in der Pfanne zu einem hellen Karamell, dazu kommt Orangensaft, und in dieser warmen, glänzenden Sauce Suzette werden die gefalteten Crêpes geschwenkt, bis sie rundum überzogen sind. Im Restaurant folgt dann oft der spektakuläre Moment am Tisch: ein Schuss Orangenlikör, ein vorsichtiger Flambierschritt, eine kurze blaue Flamme. Das Flambieren ist aber Kür, nicht Pflicht – der eigentliche Geschmack steckt in der karamellisierten Orangen-Butter.

Eine gewöhnliche Orange ist in dieser Sauce süß und freundlich, aber eindimensional. Die Blutorange bringt etwas mit, das normale Zitrusfrüchte nicht haben: eine herb-beerige Tiefe, die an Himbeere und Granatapfel erinnert, und eine spürbare Bitternote in der Schale. Genau dieser herbe Gegenpol ist der Grund, warum sie in der buttrig-süßen Sauce Suzette so gut funktioniert. Sie schneidet durch die Süße, statt sie zu verdoppeln, und sorgt dafür, dass der letzte Bissen genauso interessant schmeckt wie der erste.

Dazu kommt die Farbe, die kein anderes Obst liefert. Das tiefe Rot entsteht in kühlen Winternächten und ist bei jeder Frucht etwas anders verteilt – mal als feine Maserung, mal als voll durchgefärbtes Fleisch. Auf dem hellen Crêpe und in der Sauce wirkt dieses Rot fast wie aufgemalt. Achten Sie beim Kauf auf unbehandelte Früchte, denn Sie verwenden hier sowohl die Schale für den Abrieb als auch ganze Scheiben mit Rand – beides soll frei von Wachs und Spritzmitteln sein.


Dünn und zart: worauf es bei den Crêpes wirklich ankommt

Crêpes Suzette gelingen nur mit echten, hauchdünnen Crêpes – flach genug, um sie zu Dreiecken zu falten, und zart genug, dass sie die Sauce aufnehmen, ohne matschig zu werden. Der Teig dafür ist denkbar einfach: Mehl, Eier, Milch, eine Prise Salz, etwas Zucker und zerlassene Butter. Der entscheidende Punkt steckt nicht in den Zutaten, sondern in einem Schritt, den viele überspringen – der Ruhezeit.

Wenn Sie den Teig sofort ausbacken, ist das Mehl noch nicht vollständig durchgequollen, und die Crêpes reißen beim Wenden leichter. Lassen Sie den Teig dagegen zugedeckt 20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, verbindet sich das Mehl ruhig mit der Flüssigkeit, kleine Klümpchen lösen sich von selbst auf, und der Teig läuft beim Schwenken viel gleichmäßiger über den Pfannenboden. Das Ergebnis sind feinere, geschmeidigere Crêpes, die sich am Ende ohne Bruch falten lassen. Ein kleiner Löffel abgeriebene Blutorangenschale im Teig bringt zusätzlich ein leises Zitrusaroma mit, das die Frucht in der Sauce aufgreift.


Karamellisieren statt nur dekorieren

Der Schritt, der aus einem hübschen Foto ein echtes Geschmackserlebnis macht, ist das Karamellisieren der Blutorangen-Scheiben. Rohe Orangenscheiben auf den Crêpes sehen nett aus, bleiben aber sauer-wässrig und rutschen herunter. In der Pfanne passiert dagegen etwas anderes: Butter und brauner Zucker schmelzen zu einem hellen Karamell, und sobald die Scheiben hineinkommen, beginnt ihr eigener Fruchtzucker zu bräunen. Die Ränder werden glasig, die Frucht verliert ihre kantige Säure und bekommt eine weiche, sirupartige Süße mit gerösteten Tönen. Genau dieses Karamell ist auch die Basis der Sauce Suzette, die gleich folgt.

Wichtig ist die Hitze: Lassen Sie das Karamell hellbraun werden, nicht dunkel, denn zu heißer Zucker schmeckt schnell bitter und überdeckt die feine Herbe der Frucht. Die Scheiben brauchen pro Seite nur ein bis zwei Minuten – sie sollen glänzen und an den Rändern Farbe nehmen, aber noch ihre Form halten. Nehmen Sie sie vorsichtig heraus, sobald sie weich sind; im Karamell, das in der Pfanne bleibt, entsteht gleich die Sauce.


Die Sauce Suzette ist das eigentliche Herzstück

Aus dem zurückgebliebenen Karamell wird mit frisch gepresstem Blutorangensaft und einem Löffel Honig die warme, glänzende Sauce Suzette – das eigentliche Herz dieses Klassikers und die Verbindung, die alles auf dem Teller zusammenhält. Geben Sie den Saft direkt in die heiße Pfanne, legen Sie einen Zweig Rosmarin oder Thymian dazu und lassen Sie alles offen ein paar Minuten einkochen. Das Kraut zieht dabei ein dezent harziges Aroma in die Sauce, das hervorragend mit der herben Frucht harmoniert – nehmen Sie den Zweig vor dem Servieren wieder heraus. In dieser Sauce werden klassisch die gefalteten Crêpes kurz geschwenkt, damit jede Falte glänzend überzogen ist, bevor sie auf den Teller kommen.

Wie weiß man, wann die Sauce fertig ist? Tauchen Sie einen Löffel hinein und ziehen Sie ihn heraus: Wenn die Flüssigkeit in einem dünnen Faden abläuft und den Löffelrücken kurz überzieht, ist sie genau richtig. Bedenken Sie, dass sie beim Abkühlen noch nachzieht und fester wird – kochen Sie sie also nicht zu weit ein, sonst wird sie auf dem kalten Teller zäh statt fließend. Lieber etwas früher von der Hitze nehmen; über den warmen Crêpes läuft sie dann seidig und glänzend.

Flambieren oder nicht? Die klassische Variante – ehrlich erklärt

Zum großen Auftritt der Crêpes Suzette gehört im Restaurant der Schuss Orangenlikör, der die Sauce am Tisch in einer kurzen blauen Flamme aufflammen lässt. Das sieht eindrucksvoll aus und gibt der Sauce eine leise herbe Tiefe – ist aber vollkommen optional. Wer mag, gibt nach dem Einkochen ein bis zwei Esslöffel Orangenlikör in die heiße Sauce. Für das Flambieren gilt dann: die Pfanne vom Herd nehmen, erst dann mit langem Streichholz oder Stabfeuerzeug vorsichtig entzünden, die Flamme von Körper, Haaren und allem Brennbaren fernhalten und von selbst ausgehen lassen. Das ist ausschließlich etwas für Erwachsene und sollte nie über einer laufenden Gasflamme oder unter der Dunstabzugshaube geschehen.

Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Crêpes Suzette schmeckt auch ganz ohne Alkohol und ohne Flambieren wunderbar. Wer Kinder am Tisch hat, keinen Likör im Haus oder schlicht keine Lust auf offene Flammen, lässt den Schritt einfach weg – die karamellisierte Blutorangen-Butter trägt den Geschmack ganz allein. Statt des Likörs können Sie auch einen Spritzer mehr Blutorangensaft unterrühren, das hält die Sauce fruchtig und frisch.


Falten, schwenken, anrichten – die Optik macht den Reiz

Was diesen Teller so attraktiv macht, ist die Art der Anrichtung, und die ist schnell erklärt: Jeder Crêpe wird einmal zur Hälfte und dann noch einmal zum Viertel gefaltet, sodass lockere Dreiecke entstehen – genau die klassische Suzette-Faltung. Diese Dreiecke schwenken Sie kurz in der warmen Sauce und legen sie überlappend auf den Teller, sodass die goldbraunen Falten wie aufgefächert wirken. Darauf kommen die karamellisierten Scheiben und der Rest der Sauce. Das ist nicht nur hübsch, sondern praktisch: In den Falten sammelt sich die Sauce, und jeder Bissen bekommt etwas davon ab.

Ein paar herausgelöste Fruchtsegmente und ein frischer Kräuterzweig setzen den letzten Akzent. Auf den Fotos sehen Sie zwei Varianten der Präsentation – einmal direkt aus der gusseisernen Pfanne serviert, einmal sauber auf Tellern gefaltet. Beides funktioniert: die Pfanne wirkt rustikal und einladend für den gemütlichen Wochenend-Brunch, die gefalteten Dreiecke auf dem Teller eleganter, fast wie das Restaurant-Dessert, das Crêpes Suzette ja eigentlich ist. Servieren Sie in jedem Fall sofort, solange die Crêpes warm sind und die Sauce noch fließt.

Crêpes Suzette mit Blutorangen auf einem hellen Teller, zu Dreiecken gefaltet, glänzend in einer karamellisierten Blutorangen-Butter-Sauce, mit Fruchtscheiben und einem Rosmarinzweig
Crêpes Suzette mit Blutorangen

Wann sich der Aufwand am meisten lohnt

Crêpes Suzette ist kein Werktags-Schnellschuss, und das soll es auch nicht sein. Das Gericht ist gemacht für ruhige Wintermorgen, für einen Brunch am Wochenende oder für den Moment, in dem man jemanden mit etwas Besonderem verwöhnen möchte, ohne gleich eine Torte backen zu müssen – zum Brunch genauso wie als Dessert nach dem Essen. Die Blutorangen-Saison von Dezember bis April fällt genau in die Zeit, in der man sich nach Farbe und Frische auf dem Teller sehnt – und kaum etwas bringt beides so leuchtend zusammen wie diese Frucht.

Wer mag, rundet den Teller ab: ein Klecks Crème fraîche oder griechischer Joghurt neben den Crêpes gibt einen kühlen, leicht säuerlichen Gegenpol zur süßen Sauce. Auch außerhalb der Saison muss niemand verzichten – mit normalen Orangen schmeckt das Gericht ebenfalls sehr gut, so wie die klassische Crêpes Suzette es ohnehin vorsieht, dann fehlt nur die dramatische rote Farbe. Doch gerade die ist es, die diese Variante von der gewöhnlichen Crêpes Suzette abhebt.


Häufige Fragen zu Crêpes Suzette mit Blutorangen

Was ist Crêpes Suzette – und muss ich flambieren?

Crêpes Suzette ist ein französischer Klassiker: dünne Crêpes, die in einer Sauce aus karamellisierter Butter, Zucker und Orange geschwenkt und gefaltet werden. Das Flambieren mit Orangenlikör gehört zwar zur klassischen Restaurant-Inszenierung, ist aber rein optional. Ohne Alkohol und ohne offene Flamme schmeckt das Gericht genauso gut, der ganze Geschmack steckt in der karamellisierten Blutorangen-Butter.

Kann ich die Crêpes Suzette mit Blutorangen auch mit normalen Orangen machen?

Ja, das ist sogar die klassische Variante und funktioniert geschmacklich sehr gut. Normale Orangen sind etwas süßer und milder, weshalb die feine herbe Note fehlt, die Blutorangen so besonders macht. Vor allem aber fehlt die tiefrote Farbe, die diesen Teller so auffällig macht. Wenn Sie können, greifen Sie zwischen Dezember und April zu echten Blutorangen.

Warum reißen meine dünnen Crêpes beim Wenden?

Meist liegt das an zwei Dingen: Der Teig hat nicht geruht, oder die Pfanne war nicht heiß genug. Lassen Sie den Teig mindestens 20 Minuten ruhen, damit das Mehl durchquellen kann, und warten Sie, bis sich der Rand des Crêpes deutlich von der Pfanne löst, bevor Sie wenden. Eine gut beschichtete, gleichmäßig heiße Pfanne macht den Rest.

Kann ich den Teig oder die Crêpes für die Crêpes Suzette am Vortag vorbereiten?

Den Teig können Sie problemlos über Nacht zugedeckt im Kühlschrank lagern und am Morgen kurz durchrühren. Auch fertig gebackene Crêpes halten sich gestapelt 1 bis 2 Tage und lassen sich kurz in der Pfanne oder im Ofen erwärmen. Die karamellisierten Scheiben und die Sauce Suzette bereiten Sie dagegen besser frisch zu, da die Frucht über Nacht weich wird.

Sind diese Crêpes Suzette mit Blutorangen vegetarisch?

Ja. Der Teig enthält Eier, Milch und Butter, aber kein Fleisch, keinen Fisch und keine Gelatine, sodass das Gericht vegetarisch ist. Vegan ist es wegen der tierischen Zutaten nicht, und durch das Weizenmehl auch nicht glutenfrei. Der optionale Orangenlikör enthält Alkohol – lassen Sie ihn weg, wenn das Gericht alkoholfrei sein soll.


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Crêpes Suzette mit Blutorangen, zu Dreiecken gefaltet auf einem gemusterten Teller, glänzend in der Blutorangen-Butter-Sauce, mit karamellisierten Scheiben und Rosmarin

Crêpes Suzette mit Blutorangen

Der französische Klassiker Crêpes Suzette, hier mit Blutorange statt gewöhnlicher Orange: hauchdünne Crêpes, zu Dreiecken gefaltet und in einer warmen Sauce Suzette aus karamellisierter Butter, Zucker und Blutorangensaft geschwenkt, bis sie glänzen. Dazu karamellisierte Blutorangen-Scheiben und – ganz klassisch und ganz optional – ein Schuss Orangenlikör zum Flambieren. Fruchtig-herb, leicht bitter und tief rot: ein Klassiker zum Brunch wie als Dessert.
Servings 4 Portionen
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten

Kochutensilien

  • Beschichtete Pfanne oder Crêpes-Pfanne etwa 24 bis 26 cm (ca. 10 in) Durchmesser, für dünne, gleichmäßige Pfannkuchen
  • Schwere Pfanne aus Gusseisen zum Karamellisieren der Blutorangen-Scheiben (alternativ dieselbe beschichtete Pfanne)
  • Schneebesen für einen glatten, klümpchenfreien Teig
  • Kleine Schöpfkelle zum gleichmäßigen Verteilen des Teigs in der Pfanne
  • scharfes Messer und Schneidebrett zum Filetieren und Schneiden der Blutorangen

Zutaten
  

Für den Pfannkuchenteig

  • 250 g Weizenmehl (Type 405) (gesiebt)
  • 3 Eier (Größe M, zimmerwarm)
  • 500 ml Milch (3,5 % Fett, zimmerwarm)
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker (für den leicht süßen Teig)
  • 30 g Butter (zerlassen und abgekühlt, plus etwas zum Ausbacken)
  • 1 TL abgeriebene Blutorangenschale (von einer unbehandelten Blutorange)

Für die karamellisierten Blutorangen und den Sirup

  • 4 Blutorangen (unbehandelt; 2 in Scheiben, 2 zum Auspressen und Filetieren)
  • 40 g Butter (für die Pfanne)
  • 3 EL brauner Zucker (zum Karamellisieren)
  • 1 EL Honig (für die glänzende Bindung des Sirups)
  • 2 Zweige frischer Rosmarin oder Thymian (einer mitköcheln, einer zum Garnieren)
  • 2 EL Orangenlikör optional, zum klassischen Flambieren

Anleitungen
 

  • TEIG ANRÜHREN UND RUHEN LASSEN
    Das gesiebte Mehl mit Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. In die Mitte eine Mulde drücken, die Eier hineinschlagen und etwa die Hälfte der Milch zugeben.
    Mit dem Schneebesen von der Mitte nach außen zu einem glatten, dicken Teig rühren, dann die restliche Milch nach und nach unterschlagen.
    Zum Schluss die zerlassene, abgekühlte Butter und die abgeriebene Blutorangenschale unterrühren.
    Den Teig zugedeckt mindestens 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen, damit er feiner ausbäckt.
  • BLUTORANGEN VORBEREITEN
    Zwei Blutorangen gründlich waschen und mit einem scharfen Messer in etwa 5 mm dünne Scheiben schneiden; größere Kerne herauslösen. Die beiden übrigen Blutorangen auspressen, den Saft auffangen – Sie brauchen etwa 150 ml.
    Wer mag, filetiert aus einer der ausgepressten Hälften vorher noch ein paar saftige Fruchtsegmente für die Garnitur heraus.
  • PFANNKUCHEN AUSBACKEN
    Eine beschichtete Pfanne (24 bis 26 cm / ca. 10 in) bei mittlerer Hitze erwärmen und dünn mit Butter ausstreichen.
    Eine kleine Kelle Teig hineingeben und die Pfanne sofort schwenken, sodass sich der Teig dünn über den Boden verteilt.
    Den Pfannkuchen 1 bis 2 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist und sich der Rand löst, dann wenden und die zweite Seite kurz fertig backen.
    So nacheinander aus dem ganzen Teig 8 bis 10 dünne Pfannkuchen backen und übereinanderstapeln.
  • BLUTORANGEN KARAMELLISIEREN
    In einer schweren Pfanne 40 g Butter mit dem braunen Zucker bei mittlerer Hitze schmelzen, bis ein hellbraunes Karamell entsteht.
    Die Blutorangen-Scheiben hineinlegen und auf jeder Seite 1 bis 2 Minuten garen, bis sie glänzen und an den Rändern leicht gebräunt sind.
    Vorsichtig herausnehmen und beiseitelegen.
  • SAUCE SUZETTE EINKOCHEN (OPTIONAL FLAMBIEREN)
    Den aufgefangenen Blutorangensaft mit dem Honig in dasselbe Karamell gießen, einen Zweig Rosmarin oder Thymian dazugeben und alles offen 4 bis 6 Minuten sirupartig einkochen lassen, bis die Sauce leicht eindickt und einen dünnen Faden vom Löffel zieht.
    Den Kräuterzweig wieder herausnehmen. Wer die Crêpes klassisch als Crêpes Suzette zubereiten möchte, kann jetzt optional 2 EL Orangenlikör angießen: dafür die Pfanne vom Herd nehmen, vorsichtig mit langem Streichholz oder Stabfeuerzeug entzünden (nur für Erwachsene, Abstand zu Haaren und Brennbarem halten) und die Flamme von selbst ausgehen lassen.
    Ohne Alkohol und ohne Flambieren schmeckt die Sauce genauso gut.
  • FALTEN, SCHWENKEN UND SERVIEREN
    Jeden Crêpe einmal zur Hälfte und noch einmal zum Viertel falten, sodass lockere Dreiecke entstehen, und kurz in der warmen Sauce Suzette schwenken, bis sie glänzen.
    Überlappend auf Tellern anrichten, die karamellisierten Blutorangen-Scheiben darauflegen, die restliche Sauce großzügig darüberträufeln und mit den filetierten Fruchtsegmenten und einem frischen Rosmarin- oder Thymianzweig garnieren. Sofort warm servieren.

Notizen

Tipps:
  • Lassen Sie den Teig wirklich ruhen – in den 20 Minuten verbindet sich das Mehl vollständig mit der Flüssigkeit, und die Crêpes werden zarter und reißen beim Wenden seltener.
  • Der erste Crêpe misslingt fast immer, weil die Pfanne noch nicht gleichmäßig heiß ist. Nehmen Sie ihn als Probestück, um Hitze und Teigmenge einzustellen.
  • Blutorangen sind von Dezember bis April Saison. Außerhalb dieser Zeit funktionieren auch normale Orangen wie in der klassischen Crêpes Suzette, dann fehlt nur die tiefrote Farbe.
Variationen:
  • Klassisch wird die Sauce Suzette mit einem Schuss Orangenlikör flambiert – die Pfanne dazu vom Herd nehmen und nur als Erwachsene vorsichtig entzünden. Ohne Alkohol schmeckt sie genauso gut.
  • Ein Klecks griechischer Joghurt oder Crème fraîche neben den Crêpes gibt einen kühlen Gegenpol zur süßen Sauce.
  • Eine Prise Zimt oder etwas Vanille im Teig macht das Gericht winterlicher.
Aufbewahrung:
  • Fertige Crêpes halten sich gestapelt und abgedeckt 1 bis 2 Tage im Kühlschrank und lassen sich kurz in der Pfanne oder im Ofen wieder erwärmen.
  • Die Sauce Suzette separat im Glas aufbewahren und vor dem Servieren erneut leicht erwärmen.
  • Karamellisierte Blutorangen-Scheiben am besten frisch zubereiten, da sie über Nacht weich werden.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 520kcalCarbohydrates: 68gProtein: 13gFat: 22gSodium: 180mgFiber: 3gSugar: 28g
Calories: 520kcal
Gericht: Brunch, Dessert, Frühstück
Küche: Europäisch, Französisch, Mitteleuropäisch, Westeuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Diese Crêpes Suzette mit Blutorangen sind die richtige Wahl für alle, die einen französischen Klassiker einmal selbst zu Hause machen wollen – als besonderes Wochenend-Frühstück, als festliches Brunch-Gericht oder als elegantes Dessert. Sie passen perfekt in die kalte Jahreszeit, wenn Blutorangen Saison haben und ein bisschen Farbe auf dem Tisch besonders guttut.

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