Halloween-Mumien aus Blätterteig mit Kirschfüllung

Süße Blätterteig-Mumien

Wie aus fertigem Blätterteig und einer roten Kirschfüllung mit ein paar schmalen Streifen die gruseligsten Mumien der Halloween-Tafel werden.

8. Oktober 2026
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Halloween-Mumien aus Blätterteig mit Kirschfüllung

Aus zwei Rollen Blätterteig, einer fruchtigen Kirschfüllung und ein paar Zuckeraugen entstehen die gruseligsten Gäste der Halloween-Tafel. Schmale Teigstreifen quer nebeneinander, jeder leicht schräg, dazu ein breiter Spalt für den Blick – und schon ist die Mumie fertig. Kinderleicht gemacht und garantiert der Hingucker auf jedem Buffet.


Halloween lebt von kleinen, liebevollen Details – und kaum etwas macht so viel her wie selbst gebackene Mumien aus Blätterteig. Unter schmalen, quer nebeneinander gelegten Teigstreifen verbirgt sich eine fruchtig-rote Kirschfüllung, die in jedem Spalt hervorblitzt; im oberen Drittel bleibt ein breiterer Spalt frei und dort sitzen zwei Zuckeraugen, die jeder Mumie ihren verschmitzten Blick geben. Das Beste daran: Mit fertigem Blätterteig ist das Gruselgebäck erstaunlich schnell gemacht und gelingt auch ohne Backerfahrung. Wie die Binden gelingen, warum die Augen erst nach dem Backen ihren Platz finden und welche Füllungen sonst noch passen, verrät dieser Beitrag.

Mehrere aufrecht stehende, längliche Blätterteig-Mumien mit roter Kirschfüllung in einer schwarzen Schale, goldbraun gebacken mit grobem Zucker bestreut und mit Zuckeraugen im breiten Spalt; dahinter eine Milchflasche, orange-weiße Papierstrohhalme, Papierfledermäuse und kleine orange Zuckerkürbisse
Halloween-Mumien aus Blätterteig mit Kirschfüllung

Warum Blätterteig-Mumien zu Halloween begeistern

Kaum ein Gebäck bringt so schnell Gruselstimmung auf den Tisch wie diese länglichen Mumien aus Blätterteig. Der Trick ist denkbar einfach: Schmale Streifen Teig werden quer über eine fruchtige Füllung gelegt, alle in dieselbe Richtung und jeder für sich ein wenig schräg, sodass sie an die Binden einer Mumie erinnern. Aus einem bewusst breit gelassenen Spalt schauen zwei Zuckeraugen hervor und schon blickt einen ein verschmitztes kleines Ungeheuer an. Der Aufwand hält sich in Grenzen, das Ergebnis wirkt aber wie aus der Backstube einer Halloween-Party.

Besonders reizvoll ist, dass fertiger Blätterteig die ganze Arbeit abnimmt. Es muss kein Teig geknetet oder gekühlt werden; die Rollen kommen direkt aus dem Kühlregal und lassen sich sofort verarbeiten. Damit sind die Mumien auch ein dankbares Projekt für Familien, denn das Auflegen der Streifen und das Setzen der Augen macht Kindern großen Spaß. Wer wenig Zeit hat, greift zusätzlich zu fertiger Kirschfüllung und hat die süßen Gespenster in kürzester Zeit fertig.


Die Kirschfüllung: fruchtig, rot und schön dick

Das Herz jeder Mumie ist die leuchtend rote Kirschfüllung, die zwischen den Teigbinden hervorblitzt. Sauerkirschen eignen sich dafür besonders gut, weil ihre feine Säure die Süße des Blätterteigs ausbalanciert und für kräftige Farbe sorgt. Ob frische, entsteinte Kirschen oder gut abgetropfte Früchte aus dem Glas verwendet werden, spielt keine große Rolle – wichtig ist nur, dass die Füllung am Ende dick genug und glatt zerdrückt ist.

Damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft, werden die Kirschen mit etwas Zucker und einem Löffel Speisestärke kurz eingekocht. Die Stärke bindet den austretenden Saft und verwandelt ihn in eine geschmeidige, glänzende Masse. Noch im Topf werden die Früchte dabei mit Stampfer oder Gabel gründlich zerdrückt, bis keine ganzen Kirschen mehr zu sehen sind. Das ist kein Schönheitsdetail: Ganze Früchte wölben sich später als Beulen unter den schmalen Binden, während eine glatte, dicke Fruchtmasse als ruhige rote Fläche zwischen den Streifen liegt. Sobald die Masse sichtbar geliert, kommt der Topf vom Herd. Entscheidend ist danach das vollständige Abkühlen: Eine warme Füllung bleibt flüssig und weicht den Teig auf, eine kalte hält dagegen ihre Form. Wer es eilig hat, stellt die eingekochte Masse kurz in den Kühlschrank. So bleibt die rote Füllung genau dort, wo sie hingehört – in der Mitte der Mumie.


So entstehen die Mumienbinden Schritt für Schritt

Hier steckt der ganze Zauber des Rezepts, deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Deko. Zunächst wird die erste Rolle Blätterteig ausgerollt und mit einem Pizzaroller oder einem scharfen Messer in acht deutlich längliche Rechtecke von etwa 8 × 14 cm geschnitten. Aus einer Standardrolle von rund 42 × 24 cm ergeben sich dabei drei Reihen zu drei Stück. Das längliche Format ist entscheidend: Erst auf dieser Länge finden acht bis neun Binden Platz, und genau diese schlanke Silhouette lässt an eine Mumie denken. Ein kurzes, fast quadratisches Stück trägt nur fünf Streifen und wirkt gedrungen.

Auf jeden Boden kommen gut zwei Esslöffel der kalten Kirschfüllung, also etwa 35 Gramm. Sie wird nicht als Klecks in die Mitte gesetzt, sondern als durchgehender Streifen von rund vier Zentimetern Breite über fast die ganze Länge verteilt; ringsum bleibt ein etwa anderthalb Zentimeter breiter Rand frei. Nur so blitzt das Rot später in jedem Spalt zwischen den Binden hervor und nicht bloß am Gesicht.

Für die eigentlichen Binden wird die zweite Rolle quer in schmale Streifen von etwa 1 cm Breite und rund 11 cm Länge geschnitten; pro Mumie werden etwa neun Stück gebraucht. Und nun der wichtigste Punkt: Die Streifen werden nicht geflochten und nicht gekreuzt. Sie liegen alle in derselben Richtung quer über dem Boden, einer nach dem anderen, jeder für sich nur um etwa fünf bis fünfzehn Grad gekippt und mal ein wenig höher, mal tiefer angesetzt. Zwischen den Streifen bleibt jeweils rund ein Zentimeter Luft. Diese fast parallele, leicht unordentliche Reihung ist es, die nach echten Bandagen aussieht – ein sauberes Gitter dagegen erinnert eher an eine Obstgalette.

Im oberen Drittel bleibt bewusst ein breiterer Spalt von zweieinhalb bis drei Zentimetern frei. Das ist das Gesicht, in das nach dem Backen die Augen kommen. Den oberen und den unteren Rand schließt je ein längs aufgelegter Streifen ab. Weil die Streifen etwas länger sind als der Boden breit ist, ragen ihre Enden über die Kante hinaus; sie werden nur mit dem Finger seitlich angedrückt und dürfen unterschiedlich weit überhängen. Eingekerbte Gabelränder und bündig abgeschnittener Teig sind hier fehl am Platz – gerade die frei stehenden Enden geben der Mumie ihre zerzauste Wirkung. So ist sie startklar für den Ofen.


Längliche Blätterteig-Mumien mit Kirschfüllung von oben, schmale goldbraune Teigstreifen liegen leicht schräg quer nebeneinander über der roten Füllung, bestreut mit grobem Zucker und je zwei Zuckeraugen im breiten Spalt
Von oben zeigt sich, dass die Streifen nicht gekreuzt sind, sondern leicht schräg nebeneinander liegen und die rote Kirschfüllung in jedem Spalt hervorblitzt.

Die Zuckeraugen: der Blick, der lebendig macht

Erst die Augen machen aus einem gestreiften Teigpäckchen eine richtige Mumie. Verwendet werden fertige Zuckeraugen, wie es sie im Backregal zu kaufen gibt – kleine weiße Kugeln mit schwarzer Pupille, die dem Gebäck sofort einen Charakter geben. Der wichtigste Punkt dabei: Die Augen kommen niemals vor dem Backen auf den Teig, denn sie bestehen aus Zuckerguss und würden in der Hitze zu unförmigen Klecksen zerfließen.

Deshalb wandern die Mumien zuerst ohne Augen in den Ofen. Nach dem Backen lässt man sie einige Minuten abkühlen, damit der Zucker der Augen nicht doch noch schmilzt. Dann wird in den zuvor breit gelassenen Spalt ein winziger Tupfer Konfitüre oder etwas übrig gebliebene Kirschfüllung gegeben und je zwei Augen daraufgesetzt. Der klebrige Punkt hält sie zuverlässig an Ort und Stelle. Wer mag, setzt die beiden Augen bewusst ein wenig schief oder unterschiedlich hoch – das verstärkt den verschmitzten, leicht tapsigen Ausdruck. So bekommt jede einzelne Mumie ihre eigene kleine Persönlichkeit.


Goldbraun und knusprig: Ei-Glanz und grober Zucker

Damit die Mumien appetitlich glänzen, werden vor dem Backen die Teigstreifen mit verquirltem Ei bestrichen; die Füllung selbst bleibt frei. Das Ei sorgt für die typische goldbraune, glänzende Oberfläche und lässt die einzelnen Binden später plastisch hervortreten. Mit einem weichen Backpinsel gelingt das gleichmäßig, ohne dass sich die Streifen verschieben. Einmal bestreichen vor dem Backen genügt; danach bleibt die Ofentür geschlossen, denn einströmende kalte Luft lässt die aufgegangenen Binden zusammenfallen.

Direkt nach dem Bestreichen kommt grober Zucker darüber – Kristallzucker oder grober Rohrzucker mit einem Korn von etwa einem Millimeter. Die Kristalle bleiben am feuchten Ei haften, karamellisieren im Ofen leicht an und ergeben jene feine, bernsteinfarbene Kruste mit knackigem Biss, die über den Binden liegt. Hagelzucker ist hier ausdrücklich nicht gemeint: Mit drei bis sechs Millimetern Korn bleibt er als große weiße Perle liegen und ergibt ein ganz anderes Bild. Gebacken wird bei 200 °C rund 18 bis 20 Minuten, bis der Blätterteig kräftig aufgegangen und goldbraun ist. Wichtig ist, den Ofen dabei im Auge zu behalten, denn Blätterteig bräunt gegen Ende schnell. Sind die Ränder goldbraun und die Oberfläche knusprig, sind die Mumien fertig und dürfen kurz ruhen, bevor die Augen ihren Platz finden.


Abwandlungen und andere Füllungen

Das Grundprinzip der Mumie funktioniert mit vielen Füllungen, sodass sich das Rezept leicht dem eigenen Geschmack anpassen lässt. Statt Kirsche passt jede feste, nicht zu flüssige Fruchtfüllung: eingedicktes Apfelkompott mit Zimt, Pflaumenmus oder eine dicke Himbeer- oder Erdbeerkonfitüre. Auch eine Schoko-Nuss-Creme macht sich gut und ist bei Kindern besonders beliebt – hier entfällt sogar das Einkochen, weil die Creme von sich aus streichfest ist.

Wer es herzhaft mag, verwandelt dasselbe Prinzip in kleine pikante Mumien: Ein Stück Würstchen oder ein Löffel Tomatensauce mit Käse wird ebenso mit Teigstreifen umwickelt und mit Augen versehen. Für die süße Variante lässt sich zudem die Optik variieren. Etwas Puderzucker über die abgekühlten Mumien gestäubt wirkt wie Staub aus dem Grab; ein paar Tropfen dunkle Schokolade als zusätzliche Details verstärken den Gruseleffekt. So wird aus einem einzigen Grundrezept ein ganzes Sortiment kleiner Ungeheuer für das Halloween-Buffet.


Servieren, Vorbereiten und Aufbewahren

Am schönsten schmecken die Blätterteig-Mumien frisch gebacken, wenn der Teig noch richtig knusprig ist und die Füllung lauwarm in der Mitte sitzt. Auf einem dunklen Teller oder in einer schwarzen Schale kommen die goldbraunen Gestalten mit ihren leuchtend roten Füllungen besonders gut zur Geltung. Dazu passen ein Glas Milch für die Kinder oder ein Kaffee für die Erwachsenen; auf dem Halloween-Buffet stehen sie neben Zuckerkürbissen, Papierfledermäusen und weiteren kleinen Gruseleien.

Für die Vorbereitung lässt sich die Kirschfüllung problemlos schon am Vortag kochen und kühl stellen. Auch die Rechtecke und Streifen können vorbereitet und abgedeckt kalt gelagert werden, sodass am Partytag nur noch zusammengesetzt, bestrichen und gebacken werden muss. Fertig gebacken schmecken die Mumien am selben Tag am besten. Übrig gebliebene Stücke werden locker abgedeckt aufbewahrt und am Folgetag im Ofen kurz aufgebacken, damit der Blätterteig wieder knusprig wird. Die Zuckeraugen setzt man dann am besten frisch auf, denn nach dem Aufbacken halten sie am zuverlässigsten.

Drei längliche Blätterteig-Mumien mit roter Kirschfüllung in einer schwarzen Schale, obenauf schmale goldbraune Teigstreifen quer nebeneinander, bestreut mit grobem Zucker und je zwei Zuckeraugen in einem breiten Spalt; ringsum Papierfledermäuse, kleine orange Zuckerkürbisse und ein Schälchen mit Zuckeraugen
Drei längliche Blätterteig-Mumien mit roter Kirschfüllung in einer schwarzen Schale, obenauf schmale goldbraune Teigstreifen quer nebeneinander, bestreut mit grobem Zucker und je zwei Zuckeraugen in einem breiten Spalt; ringsum Papierfledermäuse, kleine orange Zuckerkürbisse und ein Schälchen mit Zuckeraugen

Kann man die Mumien mit fertiger Kirschfüllung machen?

Ja. Statt die Kirschen selbst einzukochen, lassen sich rund 200 g fertige Kirschkonfitüre oder Kirschfüllung aus dem Glas verwenden. Sie ist bereits dick genug und muss nur kalt eingefüllt werden. Das spart den ersten Arbeitsschritt und geht besonders schnell.

Warum kommen die Zuckeraugen erst nach dem Backen auf die Mumien?

Zuckeraugen bestehen aus Zuckerguss und würden im heißen Ofen zu unförmigen Klecksen zerschmelzen. Deshalb backen die Mumien zunächst ohne Augen. Erst auf dem abgekühlten Gebäck werden die Augen mit einem Tupfer Konfitüre in den breit gelassenen Spalt geklebt.

Warum werden die Teigstreifen nicht geflochten?

Weil echte Bandagen nebeneinanderliegen und sich nicht überkreuzen. Alle Streifen kommen quer in derselben Richtung auf den Boden, jeder nur um wenige Grad gekippt und mit etwa einem Zentimeter Abstand zum nächsten. Ein geflochtenes Gitter sieht dagegen nach Obstgalette aus und lässt die Mumie sofort verschwinden.

Welche Füllung passt außer Kirsche noch?

Es eignet sich jede feste, nicht zu flüssige Füllung. Gut passen eingedicktes Apfelkompott mit Zimt, Pflaumenmus, dicke Himbeer- oder Erdbeerkonfitüre sowie eine streichfeste Schoko-Nuss-Creme. Wichtig ist nur, dass die Füllung nicht ausläuft.

Wie bleibt die Füllung beim Backen in Form?

Der Schlüssel ist eine gut eingedickte und vollständig abgekühlte Füllung. Wird sie mit Speisestärke gebunden und kalt verarbeitet, hält sie ihre Form und weicht den Blätterteig nicht auf. Eine warme oder zu flüssige Füllung läuft dagegen leicht aus.

Lassen sich die Mumien vorbereiten?

Ja. Die Kirschfüllung kann schon am Vortag gekocht und kühl gestellt werden. Auch die zugeschnittenen Rechtecke und Streifen lassen sich abgedeckt vorbereiten. Am besten schmecken die Mumien allerdings frisch gebacken, sodass das Zusammensetzen und Backen kurz vor dem Servieren erfolgen sollte.


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Drei längliche Blätterteig-Mumien mit roter Kirschfüllung in einer schwarzen Schale, obenauf schmale goldbraune Teigstreifen quer nebeneinander, bestreut mit grobem Zucker und je zwei Zuckeraugen in einem breiten Spalt; ringsum Papierfledermäuse, kleine orange Zuckerkürbisse und ein Schälchen mit Zuckeraugen

Halloween-Mumien aus Blätterteig mit Kirschfüllung

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Diese Halloween-Mumien aus Blätterteig sind das perfekte Gruselgebäck für kleine und große Gäste: Auf einem länglichen Blätterteigboden liegt eine dicke, fruchtig-rote Kirschfüllung, darüber schmale Teigstreifen quer nebeneinander wie echte Mumienbinden – jede Binde leicht schräg, dazwischen blitzt die Füllung hervor. Ein breiter gelassener Spalt im oberen Drittel wird nach dem Backen zum Gesicht, in das zwei Zuckeraugen kommen. Mit fertigem Blätterteig ist das offene Gebäck im Handumdrehen gemacht; mit grobem Zucker bestreut wird es goldknusprig gebacken – ein festliches, kinderfreundliches Rezept für die Halloween-Tafel.
Portionen 8 Stück
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 5 Minuten

Kochutensilien

  • Backblech
  • Backpapier
  • kleiner Topf (für die Kirschfüllung)
  • Pizzaroller oder scharfes Messer (für die Teigstreifen)
  • Backpinsel (für das Ei)

Zutaten
  

Für die Kirschfüllung

  • 250 g entsteinte Sauerkirschen (frisch oder aus dem Glas, gut abgetropft; werden nach dem Einkochen zerdrückt)
  • 40 g Zucker
  • 1 EL Speisestärke

Für die Mumien

  • 2 Rollen Blätterteig (à ca. 275 g)
  • 1 Ei (verquirlt, zum Bestreichen)
  • 2 EL grober Zucker (Kristallzucker oder grober Rohrzucker, kein Hagelzucker)

Zum Verzieren (nach dem Backen)

  • 16 Zuckeraugen (ca. 10 mm, je zwei pro Mumie)

Anleitungen
 

  • Kirschfüllung einkochen und zerdrücken:
    Die gut abgetropften, entsteinten Sauerkirschen mit dem Zucker und der Speisestärke in einen kleinen Topf geben.
    Unter Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen und ein bis zwei Minuten köcheln lassen, bis die Masse deutlich eindickt und glänzt.
    Die Kirschen dabei mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel gründlich zerdrücken, bis eine gleichmäßige, dicke Fruchtmasse ohne ganze Früchte entsteht – nur so liegt die Füllung später als glatte rote Fläche zwischen den Binden.
    Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen; es sollen etwa 270 g Füllung sein.
    Kalte, dicke Füllung läuft beim Backen nicht aus.
  • Ofen und Blech vorbereiten:
    Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Blätterteig zuschneiden:
    Die erste Rolle Blätterteig ausrollen und in 8 gleich große, deutlich längliche Rechtecke von etwa 8 × 14 cm schneiden; das sind die Böden.
    Aus einer Rolle von etwa 42 × 24 cm ergeben sich so drei Reihen zu drei Stück.
    Die zweite Rolle quer in schmale Streifen von etwa 1 cm Breite und rund 11 cm Länge schneiden – pro Mumie werden etwa 9 Streifen gebraucht, am schnellsten gelingt das mit einem Pizzaroller.
  • Füllung aufstreichen:
    Die Rechtecke auf das vorbereitete Blech legen.
    Auf jedes Rechteck gut 2 Esslöffel der abgekühlten Kirschfüllung (etwa 35 g) geben und als durchgehenden Streifen von rund 4 cm Breite über fast die ganze Länge verteilen.
    Ringsum bleibt ein Rand von etwa 1,5 cm frei, damit die Streifenenden später sauber aufliegen.
    Der breite Füllungsstreifen ist wichtig: Nur so blitzt das Rot später zwischen allen Binden hervor und nicht bloß am Gesicht.
  • Mumienbinden legen:
    Die Streifen werden nicht geflochten und nicht gekreuzt, sondern alle in dieselbe Richtung quer über den Boden gelegt – einer nach dem anderen, jeder für sich leicht schräg um etwa 5 bis 15 Grad gekippt und mal ein wenig höher, mal tiefer.
    Zwischen den Streifen bleibt jeweils ein Spalt von etwa 1 cm, durch den die Füllung sichtbar bleibt. Im oberen Drittel wird bewusst ein breiter Spalt von etwa 2,5 bis 3 cm gelassen: Das ist das Gesicht, in das nach dem Backen die Augen kommen.
    Je ein Streifen wird zum Abschluss längs auf die obere und die untere Kante gelegt.
    Die Streifen sind etwas länger als der Boden breit ist; die Enden ragen über den Rand hinaus und werden nur mit dem Finger seitlich angedrückt, sodass sie leicht über die Kante hängen.
    Nicht mit der Gabel einkerben und nichts abschneiden – gerade die frei überstehenden, unterschiedlich langen Enden lassen die Bandagen echt wirken.
  • Bestreichen und bestreuen:
    Das Ei verquirlen und nur die Teigstreifen damit bestreichen, nicht die Füllung; das gibt beim Backen den goldbraunen Glanz.
    Anschließend großzügig mit dem groben Zucker bestreuen. Kristallzucker oder grober Rohrzucker karamellisiert im Ofen leicht und ergibt die feine, bernsteinfarbene Kruste auf den Binden.
  • Goldbraun backen:
    Die Mumien im vorgeheizten Ofen etwa 18 bis 20 Minuten backen, bis der Blätterteig kräftig aufgegangen und goldbraun ist.
    Danach auf dem Blech einige Minuten abkühlen lassen.
  • Zuckeraugen setzen:
    Die Zuckeraugen erst jetzt anbringen, denn im heißen Ofen würden sie schmelzen.
    Je zwei Augen mit einem kleinen Tupfer Konfitüre oder etwas übrig gebliebener Kirschfüllung in den breiten Spalt kleben, ruhig ein wenig schief und unterschiedlich hoch.
    Fertig sind die Blätterteig-Mumien – lauwarm oder abgekühlt ein Genuss.
    Längliche Blätterteig-Mumien mit Kirschfüllung von oben, schmale goldbraune Teigstreifen liegen leicht schräg quer nebeneinander über der roten Füllung, bestreut mit grobem Zucker und je zwei Zuckeraugen im breiten Spalt

Notizen

Tipp – die Füllung muss dick und glatt sein: Der wichtigste Punkt für saubere Mumien ist eine gut eingedickte, zerdrückte und kalte Füllung. Ganze Kirschen bleiben als Beulen unter den Binden liegen und lassen die rote Fläche unruhig wirken; zu flüssige Füllung läuft beim Backen aus und weicht den Boden auf. Deshalb wirklich einkochen, bis die Masse sichtbar geliert, gründlich zerdrücken und vollständig abkühlen lassen.
Tipp – Streifen in eine Richtung legen: Die Binden werden nicht zu einem Gitter geflochten und nicht gekreuzt. Alle Streifen liegen quer in derselben Richtung nebeneinander, jeder nur leicht schräg gekippt – erst diese fast parallele, ein wenig unordentliche Reihung sieht nach echten Bandagen aus. Mit einem Pizzaroller und einem Lineal lassen sich die Streifen am gleichmäßigsten schneiden.
Tipp – Enden überstehen lassen: Die Streifen sind länger als der Boden breit ist. Die Enden werden seitlich nur angedrückt und dürfen unterschiedlich weit über die Kante hängen. Wer sie mit der Gabel einkerbt und bündig abschneidet, bekommt eine ordentliche Teigtasche statt einer Mumie.
Tipp – Augen erst nach dem Backen: Zuckeraugen bestehen aus Zuckerguss und schmelzen im heißen Ofen zu unförmigen Klecksen. Sie kommen deshalb immer erst auf die abgekühlten Mumien, festgeklebt mit einem winzigen Tupfer Konfitüre im breit gelassenen Spalt.
Tipp – schnelle Alternative: Statt die Füllung selbst zu kochen, können 270 g fertige Kirschkonfitüre oder Kirschfüllung aus dem Glas verwendet werden; sie ersetzen die Kirschen, den Zucker und die Stärke. Die fertige Füllung ist bereits dick genug, sollte aber ebenfalls glatt und kalt sein.
Tipp – grober Zucker statt Hagelzucker: Für die feine, bernsteinfarbene Kruste sorgt grober Kristall- oder Rohrzucker mit etwa 1 mm Korn. Hagelzucker mit 3 bis 6 mm bleibt als große weiße Perle liegen und ergibt ein völlig anderes Bild.
Tipp – am besten frisch genießen: Blätterteig schmeckt frisch gebacken am knusprigsten. Am selben Tag zubereitet sind die Mumien am besten; am Folgetag lassen sie sich im Ofen kurz aufbacken, damit der Teig wieder knusprig wird. Die Augen dann gegebenenfalls neu aufsetzen.

Nährwerte

Kalorien: 285kcalKohlenhydrate: 34gEiweiß: 4gFett: 13gNatrium: 180mgBallaststoffe: 1gZucker: 14g
Gericht: Backwaren, Snack
Küche: Amerikanisch, Nordamerikanisch
Ernährungsform: Vegetarisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die zu Halloween mit wenig Aufwand einen großen Effekt erzielen möchten. Ideal für Familien mit Kindern, für die Halloween-Party und das Herbstbuffet sowie für alle, die gern mit fertigem Blätterteig backen und Freude an liebevollen Details haben.

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Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und Tipps für die private Küche und ersetzt keine medizinische oder Ernährungsberatung. Bei Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten richten Sie sich bitte zwingend nach den Hinweisen auf den Verpackungen Ihrer Zutaten. Die angegebenen Nährwerte sind Orientierungswerte und können schwanken. Achten Sie stets auf die Frische Ihrer Zutaten. Das Nacharbeiten der Rezepte und Anleitungen sowie der Umgang mit Küchengeräten, heißen Zutaten und offenem Feuer erfolgen auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen jedoch ohne Gewähr.

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