Pancho-Torte mit Ananas, Walnüssen und Sauerrahm-Creme
Eine Torte, die man nicht schichtet, sondern häuft: Aus Würfeln von Schokoladenbiskuit wird in einer Schüssel eine Kuppel gebaut, über Nacht gekühlt und gestürzt. Die Ananas ist dabei kein Beiwerk — sie ist der frische Gegenspieler, der die reiche Schokocreme leicht macht.
Die Pancho-Torte ist eine schokoladige Kuppeltorte, die anders entsteht als klassische Schichttorten. Statt gleichmäßiger Böden wird hier ein saftiger Schokoladenbiskuit in mundgerechte Würfel geteilt und gemeinsam mit einer luftigen Sauerrahm-Sahne-Creme, kleinen Ananasstücken und gehackten Walnüssen in einer Schüssel zu einer Kuppel geschichtet. Nach einer langen Kühlzeit lässt sich die Kuppel stürzen, außen mit Creme überziehen und mit Schokolade verzieren. Im Anschnitt zeigt sich das typische, unregelmäßige Mosaik aus dunklem Biskuit, heller Creme und goldgelben Ananasstückchen — genau das macht den besonderen Reiz dieser Torte aus. Die Ananas ist dabei mehr als Dekoration: Ihre fruchtige Säure balanciert die Süße und macht die reiche Creme angenehm leicht.
Was die Pancho-Torte von ihren Verwandten unterscheidet
Kuppeltorten aus Biskuitstücken und Creme gibt es in vielen Varianten, und die Unterschiede liegen vor allem in Frucht und Füllung. Die verwandte Grafenruine etwa setzt ganz auf Schokolade, Sauerrahm-Creme und reichlich Nüsse — sie kommt ohne Frucht aus und schmeckt dadurch kräftig und nussig. Der bekannte Maulwurfkuchen wiederum ist eine Kuppel mit Kirschen und Banane unter Schokoraspeln. Diese Pancho-Torte geht einen dritten Weg: Hier ist die Ananas das prägende Element.
Genau diese Ananas macht den Unterschied. Ihre helle, fruchtig-säuerliche Note trifft auf die dunkle Schokolade und die sahnige Sauerrahm-Creme und sorgt für einen frischen Kontrast, der die Torte trotz ihrer Fülle nie schwer wirken lässt. Wo die Grafenruine mit Nüssen erdig und satt bleibt, bringt die Ananas hier Frische und einen Hauch von Tropen ins Spiel. Die Walnüsse bleiben trotzdem erhalten — sie geben Biss und einen leicht herben Ton, der die Süße der Frucht ausgleicht. So entsteht eine eigene Handschrift, die sich klar von den rein nussigen oder rein kirschigen Kuppeltorten abhebt.
Der Schokoladenbiskuit als Grundlage
Alles beginnt mit einem einfachen, luftigen Schokoladenbiskuit. Dafür werden drei zimmerwarme Eier mit dem Zucker fünf bis acht Minuten sehr hell, dick und schaumig aufgeschlagen, bevor Mehl, Kakao, Backpulver und eine Prise Salz vorsichtig untergehoben werden. Diese Schlagzeit ist keine Formsache: Nur eine wirklich aufgeschlagene Eimasse macht den Biskuit so locker, dass er sich später in Würfel teilen lässt, ohne zu bröseln. Gebacken wird er in einer Springform von Ø 20 cm bei 180 °C für etwa 30 bis 35 Minuten, bis eine Stäbchenprobe sauber bleibt. Der Boden der Form wird mit Backpapier ausgelegt, der Rand bleibt ungefettet, damit der Teig daran hochsteigen kann — so wird der Biskuit rund 4,5 cm hoch.
Die Formgröße ist bewusst gewählt: Die Bodenscheibe soll später ohne Zuschneiden auf die Kuppelschüssel passen, und ein hoher Biskuit lässt sich leichter in Würfel teilen als ein flacher. Wichtig ist außerdem, dass der Biskuit vor dem Weiterverarbeiten vollständig auskühlt — dafür ruhig ein bis zwei Stunden einplanen. Ein warmer Biskuit lässt sich schlecht schneiden und würde die Creme zum Schmelzen bringen. Vom ausgekühlten Kuchen wird zuerst eine etwa 1,5 cm dicke Scheibe abgeschnitten, die später als stabiler Boden der Kuppel dient. Der Rest wird in mundgerechte Würfel von etwa 2 bis 3 cm geteilt, gern unregelmäßig gezupft statt exakt geschnitten. Diese Würfel sind die Bausteine der Torte: Sie nehmen die Creme und den Ananassaft auf und sorgen im Anschnitt für das charakteristische Mosaik. Ein kleiner Rest Biskuit bleibt meistens übrig — er ist die Reserve, falls die Schüssel oben noch eine Lücke hat.

Die Sauerrahm-Creme — warum Gelatine ins Spiel kommt
Das Herz der Torte ist die Creme. Sie besteht aus säuerlichem Rahm und steif geschlagener Sahne, gesüßt mit Puderzucker und verfeinert mit Vanille. Der säuerliche Rahm ist dabei bewusst gewählt: Seine feine Säure nimmt der Torte die reine Süße und harmoniert wunderbar mit der Ananas. Entscheidend ist dabei der Fettgehalt. Schmand mit etwa 20 bis 24 % Fett ist die verlässliche Wahl, ebenso Sauerrahm mit mindestens 20 %. Der im Handel häufige Sauerrahm mit nur 10 % Fett ist dagegen zu dünn — die Creme bleibt schlaff, läuft beim Schichten aus den Lücken und trägt die Kuppel nicht.
Damit die Kuppel später ihre Form hält und sich sauber stürzen lässt, kommt Gelatine in die Creme. Und hier liegt die Stelle, an der die Torte am häufigsten kippt: Warme Gelatine, die direkt in die eiskalte Sahne-Rahm-Creme gerührt wird, erstarrt in Sekunden zu Fäden und harten Klümpchen, die sich nicht mehr auflösen. Deshalb wird die aufgelöste Gelatine erst angeglichen — drei bis vier Esslöffel der Creme werden in die handwarme Gelatine gerührt, und diese Mischung kommt zügig in die restliche Creme. Dann bindet sie gleichmäßig und die Creme bleibt glatt. Ohne diese Stabilisierung bliebe die Torte zu weich und würde beim Stürzen ihre Form verlieren.
Ein zweiter Punkt gehört unbedingt dazu: Rund 250 g der fertigen Creme werden abgenommen, bevor die Gelatine hineinkommt. Diese Portion ist der Überzug für außen und muss am nächsten Tag noch streichfähig sein. Wer die ganze Creme bindet, findet am Morgen eine fest gestockte Masse vor, die beim Verstreichen reißt statt zu decken — und hat für die Kuppel dann keinen Überzug mehr.
Hier lohnt außerdem ein Blick auf die Ananas: Frische Ananas enthält ein Enzym, das Gelatine am Festwerden hindert — die Kuppel würde einfach nicht fest. Deshalb wird ausschließlich Ananas aus der Dose verwendet. Sie ist beim Einkochen erhitzt worden, wodurch das Enzym unwirksam wird, und macht so beim Gelieren keine Probleme. Dieser kleine Unterschied entscheidet darüber, ob die Torte gelingt oder nicht.
Schichten, kühlen, stürzen
Der schönste Moment ist das Zusammenbauen — und er beginnt mit der Wahl der Schüssel. Die Kuppel auf den Fotos misst rund 22 cm im Durchmesser und ist etwa 11 cm hoch; das entspricht knapp 2,7 Litern. Gebraucht wird also eine halbrunde Schüssel von etwa 3 L, mindestens 11 cm tief. Eine flachere Schale von zwei Litern nimmt die Mengen nicht auf, und eine weite, niedrige Schüssel ergibt keine Kuppel, die sich stürzen lässt — sie wird zur Scheibe. Die Schüssel wird mit Frischhaltefolie ausgelegt, die großzügig über den Rand hängen darf; sie erleichtert später das Stürzen.
Nun werden die Biskuitwürfel einzeln in den aufgefangenen Ananassaft getaucht — wirklich nur eine Sekunde, nicht einlegen, denn vollgesaugte Würfel zerfallen beim Andrücken und wässern die Creme. Dann wird geschichtet: abwechselnd Biskuitwürfel, Creme, Ananasstücke und die gehackten Walnüsse, jede Lage mit dem Löffelrücken leicht angedrückt, damit die Creme in alle Lücken läuft. Den Abschluss bildet die Bodenscheibe, die der Kuppel später einen festen Stand gibt; darüber wird die Folie geschlagen.
Jetzt braucht die Torte vor allem eines: Zeit. Mindestens sechs Stunden, besser über Nacht, muss die Kuppel im Kühlschrank fest werden — bei knapp drei Litern Volumen dauert es, bis auch die Mitte durchgekühlt ist. Erst dann ist die Creme so stabil, dass sich die Torte auf eine Platte stürzen lässt, ohne einzusinken. Nach dem Stürzen wird die Folie abgezogen und die Außenseite rundum dünn mit der zurückgestellten Creme bestrichen, etwa 3 bis 4 mm stark. Dass sich dabei feine Biskuitkrümel in das Weiß ziehen und die Fläche leicht wolkig von der Palette gezogen bleibt, gehört zu dieser Torte — eine spiegelglatte Oberfläche ist mit einer Rahm-Sahne-Creme nicht das Ziel und auf den Fotos auch nicht zu sehen. Anschließend geht die überzogene Torte noch einmal für 30 Minuten in den Kühlschrank: Für die Schokolade muss sie richtig kalt sein.

Die Verzierung: Schokoladen-Schlaufen und Walnuss-Krone
Die Dekoration ist einfach, aber wirkungsvoll — es kommt nur auf zwei Bedingungen an. Erstens muss die Schokolade nach dem Schmelzen so weit abkühlen, dass sie dicklich vom Löffel fällt. Dünnflüssige, warme Schokolade läuft die Wölbung der Kuppel einfach hinunter und ergibt bestenfalls schmale Rinnsale. Zweitens muss die Torte richtig kalt sein: Auf der kalten Creme erstarrt die Schokolade im Moment des Aufspritzens und behält ihre runde, matt glänzende Linie — genau das gibt den Schlaufen auf den Fotos ihren kräftigen Strich.
Gespritzt wird mit einer kleinen Rundtülle von etwa 4 mm. Es sind keine durchlaufenden Bögen von oben nach unten, sondern etwa acht Schlaufen: von der Mitte nach unten, rund 4 bis 5 cm weit, dort in einem Bogen gewendet und zurück zur Mitte. Dadurch bleibt die untere Hälfte der Kuppel ganz weiß, und das Muster legt sich wie eine Blüte um den Scheitel. In die Mitte, wo alle Schlaufen zusammenlaufen, kommt eine Krone aus grob gehackten Walnüssen — rund 50 g, die den Scheitel auf etwa 12 cm Breite dicht bedecken. Der Kontrast aus dunkler Schokolade, hellem Creme-Weiß und goldbraunen Nüssen macht die Torte zum Blickfang.
Danach lässt sich die Torte in klare Stücke schneiden, in denen das Innenleben schön zur Geltung kommt. Für ein sauberes Schnittbild hilft ein scharfes, heiß abgespültes Messer, das zwischen den Schnitten abgewischt wird. So wird jedes Stück zum kleinen Querschnitt durch die ganze Torte.
Vorbereiten und Aufbewahren
Die Pancho-Torte ist ein dankbares Rezept für Gäste, denn sie muss ohnehin lange kühlen und lässt sich deshalb bestens am Vortag zubereiten. Der Biskuit kann sogar schon einen Tag früher gebacken werden; gut abgedeckt bleibt er saftig. Am Tag vor dem Servieren wird die Kuppel geschichtet und über Nacht durchgekühlt, sodass am Festtag nur noch das Stürzen, Überziehen und Verzieren bleibt.
Fertig zubereitet hält sich die Torte gut abgedeckt zwei bis drei Tage im Kühlschrank und schmeckt gekühlt am besten, weil dann die Creme fest und die Aromen schön verbunden sind. Wichtig ist nur, sie bis zum Servieren kühl zu halten, damit die Sahne-Creme stabil bleibt. So ist die Pancho-Torte mit Ananas ein verlässliches, festliches Dessert, das sich stressfrei vorbereiten lässt und mit ihrem fruchtig-schokoladigen Mosaik jeden Kaffeetisch schmückt.
Was ist eine Pancho-Torte?
Eine schokoladige Kuppeltorte, die nicht aus gleichmäßigen Böden geschichtet, sondern aus Würfeln von Schokoladenbiskuit zusammengesetzt wird. Zwischen die Würfel kommen eine Sauerrahm-Sahne-Creme, Ananas und Walnüsse. In einer Schüssel geformt und gekühlt, entsteht die typische Kuppel mit unregelmäßigem Mosaik im Anschnitt.
Warum nur Ananas aus der Dose und keine frische?
Frische Ananas enthält ein Enzym, das Gelatine am Festwerden hindert — die Kuppel würde nicht stabil. Ananas aus der Dose ist beim Einkochen erhitzt worden, wodurch dieses Enzym unwirksam wird. Nur so bleibt die Creme fest und die Torte lässt sich sauber stürzen.
Wie unterscheidet sich die Pancho-Torte von der Grafenruine?
Die Grafenruine setzt auf Schokolade, Sauerrahm-Creme und reichlich Nüsse und kommt ohne Frucht aus. Die Pancho-Torte dagegen wird von der Ananas geprägt, die mit ihrer fruchtigen Säure die Süße ausgleicht und die Torte frischer und leichter macht. Die Walnüsse bleiben als Biss und herbe Note erhalten.
Kann man die Torte ohne Gelatine machen?
Die Gelatine sorgt dafür, dass die Kuppel Form hält und sich stürzen lässt. Ohne sie bliebe die Creme zu weich. Wer keine Gelatine verwenden möchte, kann ein pflanzliches Geliermittel nutzen; dann sollte die Anleitung des jeweiligen Produkts beachtet werden, da die Anwendung etwas anders ist.
Wie lange muss die Pancho-Torte kühlen?
Mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht. Bei knapp drei Litern Volumen braucht auch die Mitte der Kuppel Zeit zum Durchkühlen. Erst dann ist die Creme so fest, dass sich die Kuppel sauber stürzen und in klare Stücke schneiden lässt. Weil sie ohnehin lange kühlen muss, eignet sie sich gut zum Vorbereiten am Vortag.
Welche Schüssel brauche ich für die Kuppel?
Eine halbrunde Schüssel von etwa 3 L mit einem Innen-Durchmesser von rund 22 cm und mindestens 11 cm Tiefe. Die Kuppel auf den Fotos hat genau dieses Maß und ein Volumen von knapp 2,7 Litern. Eine flachere Schüssel mit 2 L nimmt die Mengen nicht auf, eine weite und niedrige Schale ergibt statt einer Kuppel eine Scheibe, die sich schlecht stürzen lässt.
Warum wird ein Teil der Creme ohne Gelatine beiseitegestellt?
Weil die Torte zweimal Creme braucht: gebundene Creme für die Füllung, die die Kuppel trägt, und weiche Creme für den Überzug am nächsten Tag. Etwa 250 g werden deshalb abgenommen, bevor die Gelatine in die Masse kommt. Gebundene Creme ist nach der Nacht im Kühlschrank fest gestockt und reißt beim Verstreichen, anstatt die Kuppel zu decken.
Warum werden die Schokoladen-Schlaufen nicht schön?
Meist hat das zwei Gründe: Die Schokolade ist zu warm und zu dünn, oder die Torte ist nicht kalt genug. Die geschmolzene Schokolade sollte so weit abkühlen, dass sie dicklich vom Löffel fällt, und die überzogene Kuppel vorher 30 Minuten im Kühlschrank stehen. Dann erstarrt der Strich beim Aufspritzen sofort und die Schlaufen bleiben stehen, statt die Wölbung hinunterzulaufen.
Wie lange ist die Torte haltbar?
Gut abgedeckt hält sie sich 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Sie schmeckt gekühlt am besten, weil dann die Schichten fest und die Aromen verbunden sind. Bis zum Servieren sollte sie kühl bleiben, damit die Sahne-Creme stabil bleibt.
Das könnte Sie auch interessieren
Grafenruine-Torte mit Sauerrahm-Creme und Nüssen – Die nussige Schwester der Pancho-Torte — schokoladig, cremig und ganz ohne Frucht.
Maulwurfkuchen mit Kirschen – Schokoladige Kuppeltorte mit Kirschen und Banane unter Schokoraspeln.
Drei-Schokoladen-Mousse-Torte – Luftige Mousse aus drei Schokoladen auf zartem Schokoladenbiskuit.
Schoko-Pancake-Torte mit Himbeeren – Gestapelte Schoko-Pancakes mit Creme, Himbeeren und Schokoladen-Drip.
Ananas-Kokos-Stieleis – Tropisches Stieleis mit Ananas und Kokos für heiße Sommertage.
Einfache Schoko-Topper für Torten – Selbstgemachte Schokoladen-Deko für Torten und Cupcakes.
Charlotte Royale mit Erdbeercreme – Eine weitere Kuppeltorte aus der Schüssel, hier aus Biskuitrollen-Scheiben mit Erdbeer-Bavaroise.
Klassischer Biskuitboden – Die luftige Grundlage für Torten und Desserts, Schritt für Schritt erklärt.
Honigtorte Medovik – Osteuropäischer Tortenklassiker aus dünnen Honigböden und cremiger Schmandfüllung.

Pancho-Torte mit Ananas, Walnüssen und Sauerrahm-Creme
Kochutensilien
- Springform Ø 20 cm (8 in) für den Schokoladenbiskuit; ergibt einen etwa 4,5 cm hohen Biskuit
- Halbrunde Schüssel, ca. 3 L (Innen-Ø etwa 22 cm / 8,5 in, mindestens 11 cm / 4,3 in tief) als Kuppelform, mit Frischhaltefolie ausgelegt; eine flachere Schüssel von 2 L ergibt keine Kuppel in dieser Höhe
- Handmixer Eier 5 bis 8 Minuten aufschlagen, Sahne steif schlagen
- Frischhaltefolie zum Auslegen der Schüssel, großzügig überstehend
- Winkelpalette oder Teigschaber für den hellen Überzug
- Spritzbeutel mit Rundtülle, ca. 4 mm (0,15 in) für die Schokoladen-Schlaufen
Zutaten
Für den Schokoladenbiskuit (Ø 20 cm)
- 3 Eier Größe M, zimmerwarm
- 110 g Zucker
- 90 g Weizenmehl Type 405
- 25 g Kakaopulver ungesüßt
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
Für die Sauerrahm-Creme
- 500 g Schmand gut gekühlt; alternativ Sauerrahm mit mindestens 20 % Fett — Sauerrahm mit 10 % Fett bleibt zu dünn
- 500 g Schlagsahne mindestens 30 % Fett, gut gekühlt
- 110 g Puderzucker nach Geschmack
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote
- 10 g gemahlene Gelatine oder 6 Blatt; nur für die Füllcreme, nicht für den Überzug
- 60 ml kaltes Wasser zum Quellen der gemahlenen Gelatine
Für Füllung und Deko
- 1 Dose Ananasstücke (565 g, Abtropfgewicht ca. 340 g) gut abgetropft und gewürfelt, Saft auffangen; nur Ananas aus der Dose verwenden, keine frische
- 150 g Walnusskerne 100 g grob gehackt für die Füllung, 50 g grob gehackt für die Krone
- 75 g Zartbitterschokolade geschmolzen, für die Schokoladen-Schlaufen; ein Rest bleibt übrig, weniger lässt sich im Spritzbeutel nicht führen
Anleitungen
- Schokoladenbiskuit backen: Den Boden einer Springform von Ø 20 cm mit Backpapier auslegen, den Rand nicht einfetten, damit der Teig daran hochsteigen kann. Die zimmerwarmen Eier mit dem Zucker 5 bis 8 Minuten sehr hell, dick und schaumig aufschlagen — die Masse soll deutlich an Volumen gewinnen und beim Herausziehen der Rührstäbe eine Spur ziehen. Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen, darübersieben und in zwei Portionen vorsichtig unterheben. Den Teig einfüllen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze 30 bis 35 Minuten backen, bis eine Stäbchenprobe sauber bleibt. Der Biskuit ist danach etwa 4,5 cm hoch. Vollständig auskühlen lassen, dafür 1 bis 2 Stunden einplanen.
- Biskuit zerteilen: Vom ausgekühlten Biskuit eine etwa 1,5 cm dicke Bodenscheibe abschneiden — sie verschließt später die Schüssel und ist nach dem Stürzen der tragende Boden der Torte. Den restlichen Biskuit in Würfel von etwa 2 bis 3 cm schneiden oder zupfen; unregelmäßige Stücke ergeben im Anschnitt das schönere Mosaik. Ein kleiner Rest bleibt meist übrig und dient als Reserve, falls die Schüssel nicht ganz voll wird.
- Ananas vorbereiten: Die Ananas in einem Sieb 10 Minuten gut abtropfen lassen und den Saft auffangen — aus einer Dose kommen etwa 200 ml (6,8 fl oz) zusammen, genug zum Tränken. Die Stücke in Würfel von etwa 1 cm schneiden und auf Küchenpapier kurz abtupfen, damit die Creme nicht wässert. Wichtig: nur Ananas aus der Dose verwenden — frische Ananas enthält Bromelain, ein Enzym, das die Gelatine am Festwerden hindert, sodass die Kuppel nicht stabil würde.
- Creme zubereiten: Die gemahlene Gelatine mit 60 ml (2 fl oz) kaltem Wasser verrühren und 10 Minuten quellen lassen; Blattgelatine stattdessen in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken. Den Schmand mit Puderzucker und Vanille glatt rühren. Die Sahne steif schlagen und in zwei Portionen unter den Schmand heben. Nun etwa 250 g der Creme abnehmen und abgedeckt kalt stellen — diese Portion wird der Überzug und bleibt ohne Gelatine, sonst ist sie am nächsten Tag fest gestockt und nicht mehr streichfähig.
- Gelatine angleichen: Die gequollene Gelatine bei milder Hitze klar auflösen, nicht kochen. Dann 3 bis 4 EL der Creme in die handwarme Gelatine rühren und diese angeglichene Mischung zügig unter die restliche Creme rühren. Dieser Zwischenschritt ist entscheidend: Warme Gelatine direkt in die kalte Creme gegeben zieht sofort Fäden und feste Klümpchen, die sich nicht mehr auflösen.
- Kuppel schichten: Eine halbrunde Schüssel von etwa 3 L (Innen-Ø rund 22 cm, mindestens 11 cm tief) mit Frischhaltefolie auslegen und die Folie großzügig über den Rand hängen lassen. Die Biskuitwürfel einzeln nur eine Sekunde in den Ananassaft tauchen, nicht einlegen — sonst saugen sie sich voll und zerfallen. Abwechselnd Biskuitwürfel, Creme, Ananaswürfel und die 100 g gehackten Walnüsse einschichten und jede Lage mit dem Löffelrücken leicht andrücken, damit die Creme in alle Lücken läuft. Die Schüssel bis an den Rand füllen, mit der Bodenscheibe abschließen, sanft andrücken und die Folie darüber schlagen.
- Kühlen: Die Kuppel mindestens 6 Stunden, besser über Nacht kalt stellen. Erst wenn die Creme vollständig durchgekühlt und fest ist, hält die Kuppel beim Stürzen ihre Form — bei einer Schüssel dieser Größe ist die Nacht im Kühlschrank die sichere Variante.
- Stürzen und überziehen: Die feste Kuppel auf eine Platte stürzen und die Folie vorsichtig abziehen. Die zurückgestellte Creme kurz glatt rühren und die Kuppel damit rundum dünn überziehen, etwa 3 bis 4 mm stark. Dass sich dabei feine Biskuitkrümel in das Weiß ziehen und die Oberfläche leicht wolkig und von der Palette gezogen bleibt, gehört dazu — eine spiegelglatte Fläche ist mit dieser Creme nicht das Ziel. Die überzogene Torte noch 30 Minuten kalt stellen; sie muss für die Schokolade richtig kalt sein.
- Verzieren und servieren: Die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen und so weit abkühlen lassen, dass sie dicklich vom Löffel fällt und nicht mehr dünn läuft. In den Spritzbeutel mit der 4-mm-Rundtülle füllen und auf der gut gekühlten Kuppel etwa 8 Schlaufen ziehen: von der Mitte nach unten, etwa 4 bis 5 cm weit, in einem Bogen wenden und zur Mitte zurück. Auf der kalten Creme erstarrt die Schokolade sofort und behält ihre runde, matt glänzende Linie. Die Mitte, wo alle Schlaufen zusammenlaufen, mit den restlichen 50 g grob gehackten Walnüssen krönen. Zum Anschneiden ein scharfes, heiß abgespültes Messer verwenden und zwischen den Schnitten abwischen.

Notizen
Nährwerte
Wenn Ihnen das Rezept gelungen ist, freue ich mich über eine Bewertung — ein Klick auf die Sterne genügt. Und wenn etwas anders lief als beschrieben, schreiben Sie es gern in die Kommentare, dann kann ich das Rezept nachschärfen.
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die eine festliche Torte mit besonderem Anschnitt suchen und den Kontrast aus dunkler Schokolade, cremiger Sauerrahm-Füllung und fruchtiger Ananas mögen. Ideal zum Vorbereiten am Vortag, für Geburtstage und Kaffeetafeln und für alle, die eine schokoladige Kuppeltorte einmal frischer und fruchtiger statt rein nussig genießen möchten.
🔎 Suchen Sie nach: Pancho-Torte, Pancho-Torte mit Ananas, Pancho Kuchen, Grafenruine mit Ananas, Schoko-Ananas-Torte, Kuppeltorte mit Ananas, Pancho-Torte Rezept, Schokoladentorte mit Sauerrahm, Ananas-Walnuss-Torte, Pancho mit Walnüssen
Haben Sie dieses Rezept ausprobiert? Hinterlassen Sie gern einen Kommentar und eine Bewertung – und zeigen Sie Ihre Pancho-Torte mit fruchtiger Ananas, Sauerrahm-Creme und Schokoladen-Schlaufen!