Kokos-Baiser Rezept – knusprige Baiser-Plätzchen mit Kokosraspeln

Baiser mit Kokos

Flache, feinrissige Baiser aus Eischnee und Zucker, noch heiß in feine Kokosraspel gewendet – außen splittrig, innen weich, von Natur aus glutenfrei und laktosefrei.

10. Juli 2026
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Kokos-Baiser Rezept – knusprige Baiser-Plätzchen mit Kokosraspeln

Flache, feinrissige Baiser aus nur zwei Grundzutaten: Eiweiß und Zucker. Der Boden wird im Ofen goldbraun, die Oberseite bleibt hell und cremefarben, die Mitte weich. Und weil die feinen Kokosraspel auf das noch heiße Gebäck kommen, legen sie sich als flockige Hülle darum, statt die Masse zu beschweren.

Kokos-Baiser mit heller Oberfläche und goldbrauner Unterseite auf blaugrünem Keramikteller, daneben grobe Kokoschips auf rosa Untergrund
Flach, feinrissig, hell – und dort, wo ein Baiser umgedreht liegt, sieht man den goldbraun gebackenen Boden.

Was Kokos-Baiser von der Kokosmakrone unterscheidet

Beide Gebäcke starten gleich: Eiweiß wird mit Zucker steif geschlagen. Danach trennen sich die Wege, und der Unterschied ist größer, als er klingt.

In die Kokosmakrone kommen 200 Gramm Kokosraspel direkt in den Schaum. Die Raspel saugen Feuchtigkeit, beschweren das Schaumgerüst und machen aus dem luftigen Baiser eine dichte, saftige Masse. Das Ergebnis ist ein weiches, kokosiges Häufchen – ein anderes Gebäck mit anderer Textur.

Beim Kokos-Baiser bleibt die Masse pur. Nur Eiweiß, Zucker und ein Löffel Speisestärke. Der Kokos kommt erst nach dem Backen dazu, als feine Hülle auf der noch warmen Oberfläche. Dadurch behält das Gebäck seine splittrige Kruste und die weiche Schaummitte, bekommt aber trotzdem Kokosduft und Kokosbiss.

Der zweite sichtbare Unterschied ist die Form. Reines Baiser läuft im Ofen leicht auseinander und wird flach und rund, mit einem Netz feiner Risse auf der Oberfläche. Eine Makrone behält dagegen die Form des Löffelhäufchens. Wenn Sie es dichter und saftiger mögen, sind die Amaretti morbidi nach demselben Prinzip die richtige Adresse.


Das Verhältnis von Eiweiß zu Zucker entscheidet alles

Baiser hat kein Mehl, keine Butter und kein Triebmittel. Es gibt nur zwei Stellschrauben, und die wichtigste ist das Gewichtsverhältnis von Eiweiß zu Zucker.

Ich arbeite mit 100 g Eiweiß auf 180 g Zucker, also knapp doppelt so viel Zucker. Der Zucker bindet das Wasser im Eiweiß und stabilisiert die Schaumbläschen. Nehmen Sie deutlich weniger, fällt das Gebäck im Ofen zusammen und wird zäh. Nehmen Sie deutlich mehr, wird es hart und bonbonartig.

Drei Eiweiß von Eiern der Größe M wiegen ungefähr 100 Gramm – wiegen Sie trotzdem nach, die Streuung zwischen einzelnen Eiern ist beträchtlich. Genau hier lohnt die Küchenwaage mehr als bei jedem anderen Plätzchen.

Die zweite Stellschraube ist die Körnung des Zuckers. Nehmen Sie feinen Backzucker, kein grobes Kristall. Grober Zucker löst sich in der kurzen Schlagzeit nicht auf, und ungelöster Zucker zieht im Ofen Wasser – die fertigen Baiser stehen dann in kleinen Sirup-Tröpfchen. Wer tiefer einsteigen mag, findet die ganze Technik im Beitrag Eiweiß steif schlagen.

Die Probe dauert fünf Sekunden: Reiben Sie etwas Masse zwischen Daumen und Zeigefinger. Fühlt sie sich glatt an, ist der Zucker gelöst. Knirscht es, schlagen Sie eine Minute länger.


Fettfrei arbeiten – die einzige echte Fehlerquelle

Eiweiß und Fett vertragen sich nicht. Fettmoleküle setzen sich an die Bläschenwände und lassen den Schaum zusammenfallen, bevor er überhaupt steht.

Deshalb: Schüssel und Schneebesen aus Metall oder Glas, nicht aus Kunststoff – Kunststoff hält Fettfilme hartnäckig fest. Wischen Sie beides mit ein paar Tropfen Zitronensaft auf einem Küchentuch aus, das löst Reste zuverlässig.

Und trennen Sie die Eier sorgfältig, am besten einzeln über einer kleinen Schale. Ein einziger Tropfen Eigelb im Eiweiß reicht, damit der Schaum nicht mehr steif wird. Passiert es doch, heben Sie das Tröpfchen mit einer halben Eierschale heraus – die zieht Eigelb besser an sich als jeder Löffel.

Ein Teelöffel Zitronensaft in der Masse hilft zusätzlich. Die Säure macht den Schaum standfester und verzeiht kleine Ungenauigkeiten beim Schlagen.

Kokos-Baiser mit feinen Kokosraspeln auf blaugrünem Keramikteller, daneben gestreute Kokosraspel und eine Schale mit groben Kokoschips auf rosa Untergrund
Feine Raspel als Hülle auf dem Gebäck, grobe Kokoschips in der Schale daneben – zwei Mahlgrade, zwei Aufgaben.

Backen bei 150 °C: goldener Boden, helle Oberseite

Klassisches schneeweißes Baiser trocknet stundenlang bei 100 °C. Diese hier gehen einen anderen Weg: 150 °C Ober-/Unterhitze für 20 bis 25 Minuten, Umluft 130 °C.

Bei dieser Temperatur passiert zweierlei gleichzeitig. Die Oberfläche setzt sich schnell, wird fest und reißt dabei fein auf – daher das Netz aus Rissen. Die Mitte bleibt in der kurzen Zeit weich und schaumig, fast wie Marshmallow.

Die Farbe entsteht dort, wo die Masse direkten Kontakt zum heißen Blech hat: am Boden. Er wird gleichmäßig goldbraun, während Oberseite und Flanken hell und cremefarben bleiben. Das ist der Garpunkt, den Sie prüfen – nicht die Oberseite. Heben Sie ein Baiser kurz mit dem Pfannenwender an.

Ist der Boden noch blass und klebt am Papier, brauchen die Baiser fünf Minuten länger. Ist er dunkelbraun, war der Ofen zu heiß; die Mitte wird dann trocken statt weich.

Wer sie lieber durch und durch knusprig mag, backt bei 120 °C für 45 bis 50 Minuten. Dann bleiben sie deutlich heller und trocknen gleichmäßig durch. Beide Wege funktionieren, sie ergeben nur zwei verschiedene Gebäcke. Dieselbe Logik steckt übrigens hinter den bunten Baiser-Keksen.


Der Kokos gehört auf das heiße Blech, nicht in die Masse

Das ist der Kniff, um den es in diesem Rezept eigentlich geht. Kokosraspel in der Baiser-Masse würden das Schaumgerüst beschweren – die Baiser blieben flach und dicht, und aus dem luftigen Gebäck würde eine Makrone.

Also kommen die Raspel nach dem Backen dazu, und zwar sofort. Nehmen Sie das Blech aus dem Ofen und bestreuen Sie die Baiser, solange sie heiß sind: Dann ist die Oberfläche noch leicht klebrig, und die feinen Raspel bleiben zuverlässig darauf sitzen. Drei Esslöffel reichen für ein ganzes Blech.

Warten Sie dagegen, bis die Baiser ausgekühlt sind, rutschen die Raspel einfach wieder ab. Das ist keine Frage der Menge, sondern des Zeitpunkts – kalte Baiser sind trocken und glatt, da haftet nichts mehr.

Für den Teller arbeite ich mit zwei Mahlgraden. Die feinen Raspel sitzen auf dem Gebäck, die groben Kokoschips kommen als Beigabe daneben oder in eine kleine Schale. Was beim Bestreuen neben die Baiser gefallen ist, streue ich rund um das Gebäck auf den Teller. Wer diese Kombination aus Baiser und Kokos in großer Form mag, findet sie in der Kokos-Sahne-Tarte mit gebackenem Baiser-Topping.

Kokos-Baiser mit Kokosraspeln auf einem massiven graublauen Keramik-Tortenständer, dahinter Tannenzweige mit Lichterkette und weihnachtliche Geschenke
Zwischen Tannenzweigen, Lichterkette und kleinen Päckchen wird aus dem schlichten Baiser ein festliches Mitbringsel.

Aufbewahren: Baiser hat einen einzigen Feind

Der Feind heißt Feuchtigkeit. Zucker zieht Wasser aus der Luft, und ein weich gewordenes Baiser klebt am Finger, statt zu splittern.

Luftdicht verschlossen und trocken gelagert halten sich die Kokos-Baiser etwa eine Woche. Legen Sie sie nicht in den Kühlschrank – dort ist es feucht, und sie werden innerhalb weniger Stunden pappig.

Genauso wichtig: nie mit saftigem Gebäck in dieselbe Dose. Ein einziger weicher Lebkuchen daneben gibt genug Feuchtigkeit ab, um das ganze Blech Baiser zu ruinieren.

Sind sie doch weich geworden, lassen sie sich retten. Zehn Minuten bei 100 °C in den Ofen, danach im ausgeschalteten Ofen auskühlen lassen – dann splittern sie wieder. Einfrieren dagegen lohnt nicht: Beim Auftauen schlägt sich Kondenswasser nieder und macht die Kruste klebrig.

Zur Adventszeit sind die Baiser ein dankbares Mitbringsel. In einer hübschen Dose mit Pergamentpapier zwischen den Schichten sehen sie zwischen Zimtsternen und anderen Klassikern besonders hell und leicht aus.


Häufige Fragen zu Kokos-Baiser

Warum wird mein Eischnee nicht steif?

Fast immer liegt es an Fett oder Eigelb. Schon ein winziger Tropfen Eigelb im Eiweiß oder ein Fettfilm in der Schüssel verhindert das Steifschlagen. Nehmen Sie eine blitzsaubere Schüssel aus Metall oder Glas, wischen Sie sie mit ein paar Tropfen Zitronensaft aus und trennen Sie die Eier einzeln über einer kleinen Schale. Zimmerwarmes Eiweiß schlägt außerdem besser auf als kaltes.

Warum stehen nach dem Backen Sirup-Tröpfchen auf den Baiser?

Der Zucker war nicht vollständig gelöst. Rieseln Sie ihn langsamer ein – etwa einen Esslöffel alle zehn Sekunden – und schlagen Sie nach der letzten Portion noch vier bis fünf Minuten weiter. Machen Sie danach die Fingerprobe: Fühlt sich die Masse zwischen den Fingern körnig an, muss sie länger geschlagen werden. Verwenden Sie außerdem feinen Backzucker statt grobem Kristallzucker.

Warum bleiben die Kokosraspel nicht auf den Baiser haften?

Weil sie zu spät aufgestreut wurden. Die Raspel müssen auf das noch heiße Gebäck, direkt nachdem das Blech aus dem Ofen kommt – dann ist die Oberfläche leicht klebrig. Auf ausgekühlten Baiser findet die Raspel keinen Halt mehr und rutscht ab.

Kann ich die Kokosraspel stattdessen unter die Masse heben?

Möglich ja, aber dann backen Sie ein anderes Gebäck. Die Raspel beschweren das Schaumgerüst, die Baiser bleiben flach und dicht und werden zur Kokosmakrone – weich und saftig statt splittrig. Für dieses Rezept bleibt die Masse pur.

Woran erkenne ich, dass die Baiser fertig sind?

Am Boden, nicht an der Oberseite. Heben Sie ein Baiser kurz mit dem Pfannenwender an: Der Boden soll gleichmäßig goldbraun sein, während die Oberseite hell cremefarben und fein rissig bleibt. Die Mitte darf sich beim Herausnehmen noch weich anfühlen, sie festigt sich beim Auskühlen.

Wie lange halten sich Kokos-Baiser?

Luftdicht verschlossen, trocken und bei Zimmertemperatur etwa eine Woche. Nicht in den Kühlschrank und nicht zusammen mit saftigem Gebäck lagern, sonst ziehen sie Feuchtigkeit und werden klebrig. Weich gewordene Baiser trocknen Sie zehn Minuten bei 100 °C nach.


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Kokos-Baiser – knusprige Baiser-Plätzchen mit Kokosraspeln

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Flache, feinrissige Baiser aus Eischnee und Zucker, noch heiß in feine Kokosraspel getaucht. Außen eine dünne, splittrige Kruste, innen weiche Schaummitte, der Boden goldbraun gebacken. Nur zwei Grundzutaten, von Natur aus glutenfrei und laktosefrei.
Portionen 28 Baiser
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten

Kochutensilien

  • Saubere fettfreie Rührschüssel (Metall oder Glas; Kunststoff hält Fettrückstände fest)
  • Handrührgerät oder Küchenmaschine (mit Schneebesen-Aufsatz)
  • Silikonspatel (zum Unterheben der Speisestärke)
  • Backblech
  • Backpapier (oder Silikon-Backmatte)
  • Zwei Teelöffel (zum Abstechen der Häufchen)
  • Küchenwaage (das Verhältnis Eiweiß zu Zucker muss stimmen)
  • Kuchengitter (zum Auskühlen)

Zutaten
  

Für die Baiser-Masse

  • 3 Stück Eiweiß (von Eiern Größe M, ca. 100 g; zimmerwarm)
  • 1 Prise Salz (stabilisiert den Eischnee)
  • 1 TL Zitronensaft (macht den Schaum standfest)
  • 180 g feiner Zucker (Backzucker oder Feinkristallzucker; grober Zucker löst sich nicht auf)
  • 1 TL Speisestärke (hält die Mitte weich)

Zum Bestreuen und Anrichten

  • 3 EL feine Kokosraspel (ca. 18 g; für die Kokoshülle auf den heißen Baiser)
  • 2 EL grobe Kokoschips (optional, nur zum Anrichten auf dem Teller)

Optional zur Verfeinerung

  • 1 TL Vanilleextrakt (oder das Mark einer Vanilleschote)
  • 1 TL abgeriebene Limetten- oder Zitronenschale (unbehandelt; nimmt der Süße die Spitze)

Anleitungen
 

VORBEREITUNG

  • Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 130 °C). Das Backblech mit Backpapier auslegen. Rührschüssel und Schneebesen-Aufsatz absolut fettfrei vorbereiten – am sichersten mit ein paar Tropfen Zitronensaft auf einem Küchentuch auswischen. Schon ein Tropfen Fett oder Eigelb verhindert, dass das Eiweiß steif wird.
  • Die Eier vorsichtig trennen; kein Eigelb darf ins Eiweiß gelangen. Die Eiweiße sollten Zimmertemperatur haben – kalt geschlagen bleibt der Schaum flacher. Bei Bedarf 15 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Die Kokosraspel bereitstellen, sie werden gleich nach dem Backen gebraucht.

BAISER-MASSE SCHLAGEN

  • Eiweiß mit dem Salz und dem Zitronensaft auf mittlerer Stufe aufschlagen. Sobald die Masse weiß und schaumig ist, auf höchste Stufe wechseln und weiterschlagen, bis weiche Spitzen stehen – etwa 1 bis 2 Minuten.
  • Den Zucker jetzt sehr langsam einrieseln lassen: etwa 1 Esslöffel alle 10 Sekunden, dabei ununterbrochen auf höchster Stufe schlagen. Nach der letzten Portion weitere 4 bis 5 Minuten schlagen. Die Masse ist fertig, wenn sie dicht glänzt, feste Spitzen zieht und beim Umdrehen der Schüssel nicht rutscht. Machen Sie die Fingerprobe: etwas Masse zwischen Daumen und Zeigefinger reiben – sie muss glatt sein. Fühlt sie sich körnig an, ist der Zucker noch nicht gelöst und die Baiser schwitzen im Ofen Sirup aus; dann eine Minute länger schlagen.
  • Die Speisestärke über die Masse sieben und mit dem Silikonspatel in wenigen großen Bögen unterheben – nicht rühren. Vanilleextrakt und Zitrusabrieb, falls verwendet, jetzt genauso unterheben.

FORMEN UND BACKEN

  • Mit zwei Teelöffeln gleichmäßige Häufchen von etwa 10 g (ein gut gehäufter Teelöffel) auf das Blech setzen, mit 3 cm Abstand. Die Häufchen mit dem Löffelrücken leicht auf etwa 4 cm Durchmesser flachdrücken – im Ofen laufen sie noch auf gut 5 cm auseinander und bekommen die typische flache, runde Form mit feinen Rissen. Aus der Masse werden etwa 28 Stück.
  • Auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten backen. Fertig sind die Baiser, wenn die Oberseite hell cremefarben und fein rissig ist und der Boden gleichmäßig goldbraun – heben Sie zum Prüfen ein Baiser kurz mit dem Pfannenwender an. Die Mitte bleibt dabei absichtlich weich. Wer sie durch und durch trocken-knusprig mag, backt sie stattdessen bei 120 °C für 45 bis 50 Minuten; dann bleiben sie deutlich heller.
    Kokos-Baiser mit heller feinrissiger Oberfläche auf blaugrünem Keramikteller, dazwischen umgedrehte Baiser mit goldbrauner Unterseite, von oben fotografiert

MIT KOKOS BESTREUEN UND AUSKÜHLEN

  • Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Baiser sofort, solange sie heiß und an der Oberfläche noch leicht klebrig sind, großzügig mit den feinen Kokosraspeln bestreuen. Nur jetzt bleiben die Raspel haften – auf ausgekühltem Baiser rutschen sie einfach wieder ab. Anschließend 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann vorsichtig lösen und auf dem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  • Zum Anrichten die Kokosraspel, die beim Bestreuen neben die Baiser gefallen sind, rund um das Gebäck auf den Teller streuen und die groben Kokoschips daneben oder in einer kleinen Schale dazustellen. Luftdicht verschlossen bei Zimmertemperatur halten sich die Baiser etwa 1 Woche. Nicht in den Kühlschrank und nicht zusammen mit saftigem Gebäck in eine Dose – Feuchtigkeit macht sie innerhalb weniger Stunden weich und klebrig.
    Kokos-Baiser mit Kokosraspeln auf einem graublauen Keramik-Tortenständer, von oben fotografiert, daneben eine Schale mit groben Kokoschips, Tannenzweige und Geschenke

Notizen

Portionsgröße: Ein Baiser wiegt roh etwa 10 g (ein gut gehäufter Teelöffel) und misst nach dem Backen gut 5 cm im Durchmesser. Aus der Masse werden etwa 28 Stück.
Tipps:
  • Schüssel und Schneebesen müssen absolut fettfrei sein – ein Fettfilm oder ein Tropfen Eigelb verhindert das Steifschlagen zuverlässig. Mit Zitronensaft auswischen schafft einen sicheren Untergrund.
  • Das Verhältnis entscheidet: knapp doppelt so viel Zucker wie Eiweiß (100 g Eiweiß zu 180 g Zucker). Weniger Zucker und die Baiser fallen zusammen, mehr und sie werden hart wie Bonbon.
  • Zucker sehr langsam einrieseln und die Fingerprobe machen. Körnige Masse ist die häufigste Ursache für Sirup-Tröpfchen auf den fertigen Baiser.
  • Nur feiner Backzucker – grober Kristallzucker löst sich in der kurzen Schlagzeit nicht.
  • Die Kokosraspel gehören auf das heiße Gebäck, nicht in die Masse. In der Masse würden sie das Schaumgerüst beschweren, die Baiser blieben flach und dicht.
  • An schwülen Tagen zieht Baiser Feuchtigkeit aus der Luft. Dann lieber die 120-°C-Variante backen und sofort luftdicht wegpacken.
Backtemperatur-Varianten:
  • 150 °C, 20–25 Min: die Version von den Bildern – goldbrauner Boden, helle Oberseite, weiche Mitte.
  • 120 °C, 45–50 Min: heller, gleichmäßig durchgetrocknet, knusprig bis in die Mitte.
  • 100 °C, 90–120 Min: klassisches schneeweißes Baiser ohne jede Bräunung.
Variationen:
  • Mit Schokoboden: die ausgekühlten Baiser mit der Unterseite in geschmolzene Zartbitter-Kuvertüre tauchen und auf Backpapier fest werden lassen.
  • Mit geröstetem Kokos: die Hälfte der Raspel vorher in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten und untermischen – ergibt einen deutlich nussigeren Duft.
  • Mit Limette: 1 TL Limettenabrieb in der Masse balanciert die Süße.
  • Als Sandwich: je zwei Baiser mit einem Klecks geschlagener Kokossahne zusammensetzen und zügig servieren.
Aufbewahrung:
  • Luftdicht bei Zimmertemperatur: etwa 1 Woche, trocken und dunkel gelagert.
  • Nicht im Kühlschrank aufbewahren und nie mit feuchtem Gebäck in dieselbe Dose.
  • Weich gewordene Baiser lassen sich retten: 10 Minuten bei 100 °C nachtrocknen und im Ofen auskühlen lassen.
  • Einfrieren lohnt nicht – beim Auftauen zieht das Gebäck Kondenswasser und wird klebrig.
Hinweis zu Allergenen: Enthält Ei. Glutenfrei (kein Mehl), laktosefrei (keine Milchprodukte), für vegetarische Ernährung geeignet. Bei zugekauften Zutaten wie Vanilleextrakt oder Kuvertüre die Kennzeichnung prüfen, da je nach Hersteller Spuren möglich sind.

Nährwerte

Kalorien: 32kcalKohlenhydrate: 6gEiweiß: 0.5gFett: 0.5gNatrium: 10mgBallaststoffe: 0.1gZucker: 6g
Gericht: Dessert, Plätzchen, Süßes Gebäck
Küche: Deutsch, Europäisch, International, Mitteleuropäisch
Ernährungsform: Glutenfrei, Laktosefrei, Vegetarisch
Schlagwort: Adventsgebäck, Baiser, einfach, Eischnee, Eiweiß verwerten, glutenfrei, Kokos, Kokos-Baiser, laktosefrei, Meringue, ohne Mehl, Plätzchen, Weihnachtsgebäck

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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Kokos-Baiser sind die richtige Wahl für alle, die übrig gebliebenes Eiweiß verwerten möchten und dafür kein aufwendiges Rezept suchen. Zwei Grundzutaten, eine Waage und ein Handrührgerät genügen. Weil weder Mehl noch Butter im Spiel sind, sind sie von Natur aus glutenfrei und laktosefrei und passen auf fast jeden Allergiker-Teller. Sie eignen sich für die Advents-Tafel ebenso wie für die Kaffeestunde im Sommer, lassen sich gut verschenken und sind eine schöne Beschäftigung mit Kindern – Häufchen setzen und Kokos streuen geht auch mit kleinen Händen.

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Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und Tipps für die private Küche und ersetzt keine medizinische oder Ernährungsberatung. Bei Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten richten Sie sich bitte zwingend nach den Hinweisen auf den Verpackungen Ihrer Zutaten. Die angegebenen Nährwerte sind Orientierungswerte und können schwanken. Achten Sie stets auf die Frische Ihrer Zutaten. Das Nacharbeiten der Rezepte und Anleitungen sowie der Umgang mit Küchengeräten, heißen Zutaten und offenem Feuer erfolgen auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen jedoch ohne Gewähr.

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