Mango Sticky Rice – original thailändisches Khao Niao Mamuang mit Klebreis, Kokosmilch und reifer Mango
Süß-klebriger Glutinous Rice, mit warmer Kokosmilch und Palmzucker durchgezogen, neben süßen Mangowürfeln und einer letzten Kokosmilch-Sauce mit gerösteten Mungbohnen – das ikonischste Dessert Thailands, das schon Anthony Bourdain als „eines der besten Süßspeisen der Welt“ bezeichnete.
Was diesen Mango Sticky Rice so besonders macht
Mango Sticky Rice ist das ikonischste Dessert Thailands – eines der berühmtesten süßen Gerichte Südostasiens und ein kulinarischer Botschafter des Landes. In Bangkok, Chiang Mai, Phuket und allen großen Touristenzentren wird es zwischen März und Juni (Mango-Hauptsaison) auf jedem Straßenmarkt, in jedem Restaurant und an jeder Ecke serviert.
Was es technisch und geschmacklich besonders macht, ist die Dreifach-Komposition aus Sticky Rice, Mango und Kokosmilch:
Sticky Rice (Klebreis, Khao Niao): eine spezielle thailändische Klebreis-Sorte, deren Körner beim Dämpfen so klebrig und durchsichtig werden, dass sie wie Marshmallow zusammenhalten. Nicht zu verwechseln mit Sushi-Reis, der ähnliche, aber doch andere Eigenschaften hat. Im deutschsprachigen Raum erhältlich in Asia-Märkten als „Glutinous Rice“, „Klebreis“ oder „Sweet Rice“.
Reife Mango: idealerweise Nam Dok Mai (gelb, süß, kaum Fasern) oder Alphonso (indisch, intensiv aromatisch) – beides Premium-Sorten. Die Reife der Mango ist entscheidend – grünreife Mangos sind sauer und ungenießbar.
Kokosmilch: Vollfette Kokosmilch aus der Dose (mindestens als „vollfett“ gekennzeichnet, idealerweise eine richtig sahnige Premium-Kokosmilch aus dem Asia-Laden) ist essentiell. Sie wird gesüßt mit Palmzucker (oder braunem Zucker als Ersatz) und mit einer Prise Salz balanciert – die Salz-Süß-Kombination ist charakteristisch für thailändische Süßspeisen.
Das Rezept braucht etwa 1 Stunde aktive Zeit plus 4 Stunden Einweichzeit für den Reis (idealerweise über Nacht). Es ergibt 4 sättigende Dessert-Portionen. Es ist die ideale Wahl für thailändische Menüs, Sommer-Desserts (wenn Mangos in der Saison sind), vegane Dinner-Tische und asiatische Themenabende.

Glutinous Rice – was Klebreis so besonders macht
Glutinous Rice (auch Sticky Rice oder Sweet Rice) ist kein normaler Reis – es ist eine spezielle Sorte, die sich vom gewöhnlichen Langkorn-Reis grundlegend unterscheidet, weil ihre Körner eine andere Art von Stärke enthalten.
Was ist der Unterschied zum normalen Reis? Stell dir den Unterschied so vor: Bei normalen Reissorten wie Basmati oder Jasmin sind die Stärkekörner so beschaffen, dass sie beim Kochen einzeln bleiben – das Ergebnis ist körniger, lockerer Reis, bei dem jedes Korn schön für sich liegt. Beim Klebreis dagegen verbinden sich die Stärkekörner während des Garens miteinander – die Reiskörner werden klebrig und haften aneinander, fast wie kleine warme Marshmallows. Sushi-Reis und Risotto-Reis funktionieren ähnlich, aber bei Glutinous Rice ist dieser Klebeeffekt am stärksten ausgeprägt – so stark, dass man den fertigen Reis in Laos und Nordthailand traditionell mit den Fingern zu kleinen Bällen formt und so isst.
Wichtig zur Bezeichnung: Trotz des Namens enthält Glutinous Rice KEIN Gluten – der Begriff „glutinous“ kommt vom englischen „glue-like“ (klebrig). Das Rezept ist von Natur aus glutenfrei.
Vorbereitung – Einweichen:
Sticky Rice MUSS vor dem Garen eingeweicht werden – das ist der wichtigste Schritt im ganzen Rezept. Ohne Einweichen wird der Reis innen hart und außen matschig.
Mindestzeit: 4 Stunden in kaltem Wasser.
Idealzeit: 8 bis 12 Stunden, idealerweise über Nacht.
Maximalzeit: 24 Stunden im Kühlschrank.
Schritt: 200 g Sticky Rice in eine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken (das Wasser soll den Reis um 3 bis 4 cm (1½ in) überragen), abdecken und im Kühlschrank ruhen lassen. Das Wasser wird leicht milchig – das ist normal.
Vor dem Kochen das Wasser abgießen und den Reis nochmals kurz mit kaltem Wasser abspülen.
Methode 1: Dämpfen (traditionell, beste Textur)
Sticky Rice wird niemals in Wasser gekocht wie normaler Reis – er wird gedämpft. Das ergibt die charakteristische klebrig-saftige Textur ohne dass die Körner zerfallen.
Equipment: idealerweise ein Bambus-Dämpfkorb (thailändisch *huat*) über einem Topf mit kochendem Wasser. Alternativ: normaler Dampfgar-Einsatz oder Sieb über Topf.
Schritt: Den eingeweichten Reis in den Bambuskorb oder Dampfeinsatz geben – die Körner sollen eine 3 bis 4 cm (1½ in) dicke Schicht bilden, nicht zu hoch (sonst gart die Mitte nicht durch). Mit einem feuchten Tuch oder dem Bambuskorb-Deckel abdecken. 25 bis 30 Minuten dämpfen bei sprudelnd kochendem Wasser – nach 15 Minuten den Reis einmal wenden (mit einem Holzlöffel umrühren), sodass die Garung gleichmäßig wird.
Gar-Test: Ein Korn zwischen Daumen und Zeigefinger probieren – soll weich, durchsichtig und leicht klebrig sein, ohne harten Kern.
Methode 2: Im Topf kochen (einfacher, nicht traditionell)
Eingeweichten Reis im Topf mit gerade so viel Wasser bedecken, dass der Reis knapp untergeht. Aufkochen, dann auf niedrige Hitze und 15 Minuten mit Deckel köcheln, bis das Wasser absorbiert ist. 5 Minuten mit Deckel ruhen lassen. Funktioniert, aber Textur weniger ideal.
Kokosmilch – Sorten und die Süßungs-Technik
Kokosmilch ist nach dem Reis die wichtigste Komponente. Sie wird sowohl mit dem heißen Reis vermischt (saugt sie auf und wird durchzogen) als auch separat als Sauce über das Dessert gegossen.
Vollfette Kokosmilch ist Pflicht: Light-Versionen mit reduziertem Fett sind hier ungeeignet – sie sind zu wässrig und nicht aromatisch genug. Mindestens 17 % Fett, idealerweise 21 bis 25 %. Premium-Kokosmilch thailändischer Hersteller (mind. 17% Fett) ist die beste Wahl – im Asia-Markt und im internationalen Sortiment gut sortierter Supermärkte erhältlich.
Beim Öffnen der Dose: Vollfette Kokosmilch hat oft eine dichte cremige Schicht oben (Coconut Cream) und eine flüssigere Schicht unten – beides gut umrühren, sodass eine homogene Milch entsteht.
Süßungs-Technik:
400 ml Kokosmilch in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen (nicht kochen!). 120 g Palmzucker (oder brauner Zucker) und 1/2 TL Salz einrühren. Bei sanfter Hitze 3 bis 5 Minuten unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker komplett auflöst. Vom Herd nehmen.
Palmzucker ist der traditionelle thailändische Zucker – aus dem Saft der Palmyrapalme oder Kokospalme gewonnen, hat karamellige Tiefe und leicht rauchige Noten. Im Asia-Markt als Block oder Würfel erhältlich. Vor dem Verwenden mit dem Messer fein schaben oder mit den Händen zerbröseln. Ersatzmittel: brauner Zucker funktioniert geschmacklich nahe. Weißer Zucker als Notlösung, aber weniger aromatisch.
Die Salz-Süß-Balance ist charakteristisch für thailändische Desserts – Salz verstärkt die Süße und gibt komplexere Tiefe. Niemals weglassen!
Die Dreiteilung der Kokosmilch-Sauce:
Teil 1 (etwa 2/3 der Mischung): über den heißen gedämpften Reis gießen und 10 bis 15 Minuten stehen lassen, sodass der Reis die Milch aufsaugt. Diese Phase macht den Reis saftig, süß und kokosig-aromatisch.
Teil 2 (etwa 1/3 der Mischung): für die finale Sauce, die beim Servieren über das Dessert gegossen wird. Sie soll etwas dicker sein – wenn nötig, mit 1 TL Reismehl oder Maisstärke verdickt (in kaltem Wasser aufgelöst, dann eingerührt).
Optional Teil 3: geröstete gespaltene Mungbohnen (thailändisch *thua thong*) oder Sesamsamen als Garnitur. Mungbohnen in einer trockenen Pfanne 3 Minuten anrösten, bis sie goldbraun sind. Optional. Sesam genauso. Bringt Crunch und nussige Tiefe.

Mango – Sorten, Reife und Schnitt-Technik
Die Mango-Wahl entscheidet über die Endqualität des Desserts – und hier sind die meisten Restaurants im Westen am Limit.
Premium-Sorten (Thailand-Original):
Nam Dok Mai: die thailändische Klassik – gelb, länglich, intensiv süß, kaum Fasern. Etwa 400 bis 600 g pro Frucht. In Thailand allgegenwärtig, in Asia-Märkten manchmal erhältlich, meist nur in der Saison (März bis Juni).
Alphonso (indisch): gelb-orange, kleiner (200 bis 300 g), aber intensiv aromatisch mit pfirsich-blumiger Note. Saison April bis Juni. Oft tiefgefroren in Asia-Märkten verfügbar.
Standard-Sorten im Supermarkt:
Tommy Atkins: die häufigste Sorte, rot-grün gefärbt. Etwas faseriger, weniger süß, aber gut verfügbar.
Kent: ähnlich wie Tommy Atkins, etwas süßer.
Haden: rot-gelb, süß und aromatisch.
Keitt: grünschalig, sehr süß und saftig wenn reif.
Reife-Test:
Druck-Test: Mango leicht in der Hand drücken – soll leicht nachgeben wie eine reife Avocado. Hart = unreif. Sehr matschig = überreif.
Aroma: am Stiel-Ende riechen – reife Mango duftet süß-fruchtig. Geruchlos oder grün-grasig = nicht reif.
Farbe: nicht immer aussagekräftig (variiert je Sorte) – eine grünliche Tommy Atkins kann innen rot-süß sein.
Reifeprozess zu Hause: Unreife Mango bei Zimmertemperatur 3 bis 5 Tage liegen lassen – idealerweise neben einem Apfel oder einer Banane (Ethylen beschleunigt die Reife).
Schnitt-Technik – die „Hedgehog“-Methode:
1. Die Mango aufrecht hinstellen, mit dem Stiel-Ende nach oben.
2. Mit einem scharfen Messer knapp am Kern entlang den Mango-Bauch abschneiden – ergibt zwei „Wangen“.
3. In jede Wange ein Schachbrett-Muster schneiden – nicht durch die Schale hindurch, nur in das Fruchtfleisch.
4. Die Schale von außen nach innen umstülpen – das Fruchtfleisch „blüht“ wie ein Igel auf.
5. Mit einem Messer oder Löffel die Würfel von der Schale lösen.
Pro Portion: 1 mittlere Mango (ergibt etwa 150 bis 200 g Würfel). Für 4 Portionen: 4 mittlere oder 2 große Mangos.
Variationen, Aufbewahrung & Serviervorschläge
Klassische Variationen:
Mit gerösteten Sesamsamen als Topping – schwarzer oder weißer Sesam für Crunch und Optik.
Mit gerösteten Mungbohnen (thua thong) – authentische thailändische Garnitur.
Mit Pandan-Aroma: Pandanblätter (frisch oder getrocknet, in Asia-Markt) in der Kokosmilch mitgekocht – gibt eine leicht vanilleartige, blumige Note, die in Thailand traditionell ist. Die Blätter vor dem Servieren entfernen.
Mit gerösteter Kokoschips als zusätzliche Garnitur.
Mit Edelblüten (essbare Veilchen, tropische Blüten) für patisserie-würdiges Finish.
Mango-Alternativen (außerhalb der Saison):
Mit Banane: in dünnen Scheiben – ungewöhnlich, aber funktioniert.
Mit Ananas: würfeligt – süß-säuerlich.
Mit Papaya: süß-mild.
Mit Drachenfrucht: optisch beeindruckend, milder Geschmack.
Mit gefrorenem Mango-Püree: wenn keine reife Frucht erhältlich.
Sticky-Rice-Variationen:
Schwarzer Sticky Rice (Khao Niao Dam): andere Sorte, dunkelviolett, leicht nussig – gibt eine optisch beeindruckende Variante. Wichtig: Nicht zu verwechseln mit italienischem Riso Venere, der kein Klebreis ist und beim Kochen körnig statt sticky bleibt – für dieses Dessert ungeeignet.
Mit Pandan-grünem Sticky Rice: traditionell mit Pandansaft eingefärbt.
Mit Kürbis statt Mango (Wintervariante in Thailand): gedämpfter Kürbis in Würfeln, sehr süß.
Aufbewahrung: Mango Sticky Rice schmeckt am besten frisch zubereitet. Reste können in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden – aber der Reis wird fest und etwas trocken. Vor dem erneuten Servieren: kurz in der Mikrowelle (30 Sekunden) erwärmen oder bei niedriger Hitze in einer Pfanne mit etwas zusätzlicher Kokosmilch aufwärmen.
Einfrieren wird nicht empfohlen – der Sticky Rice wird beim Auftauen mehlig.
Serviervorschläge:
Klassisch in Thailand: ein kleiner Hügel Sticky Rice auf einem Bananenblatt oder Teller, daneben Mango-Würfel, mit Kokosmilch übergossen, mit Mungbohnen oder Sesam bestreut.
Modern als Verrine in Gläsern: Schichten von unten nach oben: 1) Mango-Würfel, 2) Sticky Rice, 3) Kokosmilch, 4) Mango-Würfel, 5) Edelblüte – wie auf dem Foto. Sehr eindrucksvoll für Dinner-Partys.
Als Brunch-Dessert mit Joghurt und Pistazien.
Als Bowl mit Mango, Sticky Rice, Kokoscreme, Kokoschips und Limettenabrieb.
Getränke-Pairing:
Thai-Eistee (cha yen): klassische Begleitung.
Junges Kokoswasser: erfrischend.
Mango-Smoothie: doppelte Mango-Note.
Riesling Auslese oder Late Harvest (deutscher oder kanadischer Süßwein): elegant.
Sake in der Süßweinvariante.

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Mango Sticky Rice (Khao Niao Mamuang) – thailändisches Dessert mit Klebreis und Kokosmilch
Kochutensilien
- Bambus-Dämpfkorb oder Dampfgarer (traditionell; alternativ Sieb über Topf mit Wasser)
- großer Topf (zum Dämpfen)
- mittelgroßer Topf (für die Kokosmilch-Sauce)
- scharfes Messer (für die Mango)
- Schüssel zum Einweichen des Reises
- Trockene Pfanne (zum Rösten der Mungbohnen oder Sesam)
- 4 Dessertgläser oder Schalen (klar, damit die Schichten sichtbar sind)
Zutaten
Für den Sticky Rice
- 200 g Glutinous Rice (Klebreis) (thailändischer Sweet Rice; in Asia-Markt als ‚Glutinous Rice‘ oder ‚Sticky Rice‘)
- Kaltes Wasser (zum Einweichen, etwa 1 Liter)
Für die Kokosmilch-Sauce
- 400 ml vollfette Kokosmilch (mind. 17 % Fett; Premium-Kokosmilch thailändischer Hersteller)
- 120 g Palmzucker (alternativ brauner Zucker; idealerweise im Asia-Markt)
- 1/2 TL Salz (essentiell für die süß-salzige Balance)
- 1 TL Reismehl oder Maisstärke (optional, für dickere Sauce)
- 1 Stück Pandanblatt (optional, frisch oder getrocknet, für authentische Note)
Für die Mango
- 4 Stück reife Mangos (idealerweise Nam Dok Mai oder Alphonso; alternativ Tommy Atkins, Kent oder Keitt)
Zur Garnitur
- 2 EL gespaltene Mungbohnen (thua thong) (geröstet; alternativ weißer oder schwarzer Sesam)
- essbare Blüten (Veilchen, Borretsch oder tropische Blüten; optional)
- frische Minze oder Pandanblätter (optional)
Anleitungen
REIS EINWEICHEN (UNVERZICHTBAR!)
- Den Glutinous Rice in eine Schüssel geben und mit reichlich kaltem Wasser bedecken (mindestens 3–4 cm (1½ in) über dem Reis). Abdecken und mindestens 4 Stunden ruhen lassen – idealerweise 8 bis 12 Stunden, oder über Nacht im Kühlschrank. Das Wasser wird leicht milchig, das ist normal. Dieser Schritt ist NICHT optional – ohne Einweichen wird der Reis innen hart und außen matschig.
- Nach dem Einweichen das Wasser komplett abgießen und den Reis kurz mit kaltem Wasser abspülen, um überschüssige Stärke zu entfernen. Den Reis in einem Sieb abtropfen lassen.
STICKY RICE DÄMPFEN
- Einen großen Topf mit 5 cm (2 in) Wasser füllen und zum Kochen bringen. Den Bambus-Dämpfkorb (oder ein Sieb mit hitzebeständigem Tuch) darüber stellen, sodass der Boden NICHT das Wasser berührt. Den abgetropften Reis im Korb verteilen – in einer 3 bis 4 cm (1½ in) dicken Schicht, nicht zu hoch (sonst gart die Mitte nicht durch).
- Mit dem Bambuskorb-Deckel oder einem feuchten Tuch abdecken und 25 bis 30 Minuten dämpfen bei sprudelnd kochendem Wasser. Nach 15 Minuten den Reis einmal vorsichtig wenden mit einem Holzlöffel, sodass die Garung gleichmäßig wird. Test: ein Korn zwischen Daumen und Zeigefinger probieren – soll weich, durchsichtig und leicht klebrig sein, ohne harten Kern. Bei Bedarf 5 Min länger dämpfen.
KOKOSMILCH-SAUCE ZUBEREITEN (PARALLEL)
- Die Kokosmilch in einen mittelgroßen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen – nicht kochen, sonst trennt sich die Milch. Den Palmzucker (in Spänen) und das Salz einrühren. Optional ein angeknotetes Pandanblatt zugeben für authentische Note. Bei sanfter Hitze 3 bis 5 Minuten unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Vom Herd nehmen.
- Etwa 2/3 der Sauce in einer Schüssel beiseite stellen – diese wird über den heißen Reis gegossen. Das letzte 1/3 in einem zweiten Topf für die finale Sauce reservieren. Falls eine dickere Sauce gewünscht: das Reismehl oder Maisstärke in 1 EL kaltem Wasser auflösen und in die Reserve-Sauce einrühren, kurz aufkochen lassen, bis sie dicker wird. Pandanblatt entfernen.
REIS MIT KOKOSMILCH MISCHEN
- Den gedämpften, noch heißen Sticky Rice in eine große hitzebeständige Schüssel geben. Die ersten 2/3 der süßen Kokosmilch (etwa 280 ml) darübergießen und vorsichtig mit einem Holzlöffel vermischen. Mit Frischhaltefolie abdecken und 10 bis 15 Minuten ruhen lassen – der Reis saugt die Milch auf und wird saftig, süß und kokosig-aromatisch.
MANGO VORBEREITEN
- Während der Reis zieht: die Mangos schälen und mit der Hedgehog-Methode würfeln. Die Mango aufrecht hinstellen, knapp am Kern entlang beide Wangen abschneiden. In jede Wange ein Schachbrett-Muster schneiden (nicht durch die Schale). Die Schale umstülpen, sodass das Fruchtfleisch wie ein Igel aufblüht. Die Würfel mit einem Messer von der Schale lösen. Pro Portion etwa 150 bis 200 g Mango-Würfel.
MUNGBOHNEN ODER SESAM RÖSTEN
- Die Mungbohnen oder den Sesam in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten unter Schwenken anrösten, bis sie goldbraun sind und nussig duften. Sofort aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
ANRICHTEN UND SERVIEREN
- Variante 1 – Klassisch auf Tellern: Einen Hügel Sticky Rice auf jeden Teller geben (etwa 150 g pro Portion). Daneben die Mango-Würfel anordnen. Mit der dickeren Kokosmilch-Sauce großzügig übergießen. Mit gerösteten Mungbohnen oder Sesam bestreuen.
- Variante 2 – Modern in Gläsern (wie auf dem Foto): In klare Dessertgläser von unten nach oben schichten – 1) eine Schicht Mango-Würfel, 2) eine Schicht Sticky Rice (etwa 80 g), 3) etwas Kokosmilch-Sauce, 4) eine zweite Schicht Mango-Würfel obenauf, 5) eine Edelblüte und einige Mungbohnen als Krönung. Sehr eindrucksvoll für Dinner-Partys.
- Sofort lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren – Mango Sticky Rice ist in Thailand traditionell nicht eiskalt, sondern leicht warm. Mit einem Glas Thai-Eistee, Mango-Smoothie oder einem deutschen Riesling Auslese begleitet.

Notizen
- Glutinous Rice MUSS eingeweicht werden – mindestens 4 h, idealerweise über Nacht.
- ‚Glutinous‘ = klebrig, NICHT Gluten – das Rezept ist glutenfrei.
- Sticky Rice DÄMPFEN, nicht im Wasser kochen.
- Bambus-Dämpfkorb ist traditionell – alternativ Sieb mit Tuch über Topf.
- Reis-Schicht nicht zu hoch (3–4 cm (1½ in)) – sonst gart die Mitte nicht durch.
- Nach 15 Min einmal wenden für gleichmäßige Garung.
- Vollfette Kokosmilch aus der Dose verwenden – Light-Versionen sind ungeeignet.
- Salz NICHT weglassen – verstärkt die Süße charakteristisch thailändisch.
- Palmzucker ist authentisch – brauner Zucker als Ersatz.
- Mango muss reif sein – Druck-Test wie bei Avocado.
- Reis nach Mischung mit Milch 10–15 Min ruhen lassen – saugt Milch auf.
- Sticky Rice mit Mango bei Zimmertemperatur oder lauwarm servieren – nicht eiskalt.
- Nam Dok Mai (Thailand): süß, fast faserlos, Premium.
- Alphonso (Indien): intensiv aromatisch, klein.
- Tommy Atkins, Kent, Haden, Keitt: Standard im Supermarkt.
- Tipo Test: leicht eindrückbar, süßer Duft am Stiel-Ende.
- Weißer Glutinous Rice (Khao Niao): Standard.
- Schwarzer Klebreis (Khao Niao Dam): dunkelviolett, nussig, optisch eindrucksvoll.
- Pandan-grüner Klebreis: traditionell.
- Premium-Kokosmilch thailändischer Hersteller: besonders sahnig, intensiv.
- Mittelklasse-Kokosmilch aus Thailand: gute Qualität für den Alltag.
- Solide Vollfett-Kokosmilch aus dem Asia-Markt.
- NICHT geeignet: Light-Versionen oder Kokosdrinks aus dem Kühlregal.
- Mit Pandan: Pandanblätter mit Kokosmilch kochen, vor Servieren entfernen.
- Mit gerösteten Sesamsamen: weiß oder schwarz.
- Mit gerösteten Kokoschips: zusätzlicher Crunch.
- Mit Edelblüten: patisserie-würdiges Finish.
- Schwarzer Klebreis: optisch beeindruckend.
- Mit Kürbis statt Mango (Winter): gedämpfter Kürbis süß.
- Mit Banane in Scheiben: ungewöhnlich.
- Mit Ananas: süß-säuerlich.
- Mit Papaya: süß-mild.
- Mit Drachenfrucht: optisch.
- Mit gefrorenem Mango-Püree: backup.
- Frisch ist optimal.
- Im Kühlschrank: bis zu 24 h, Reis wird fester.
- Aufwärmen: 30 Sek in der Mikrowelle oder in Pfanne mit extra Kokosmilch.
- NICHT einfrieren – Reis wird mehlig.
- Thai-Eistee (cha yen): klassisch.
- Junges Kokoswasser: erfrischend.
- Mango-Smoothie: doppelte Mango.
- Riesling Auslese / Late Harvest: deutsch-elegant.
- Süßer Sake: japanisch.
Nährwerte
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Mango Sticky Rice ist die perfekte Wahl für alle, die authentische thailändische Küche zu Hause umsetzen möchten und Lust auf ein eindrucksvolles, aber technisch nicht komplexes Dessert haben. Ideal für Hobbyköchinnen und Hobbyköche, die vegan, glutenfrei und laktosefrei essen müssen oder möchten – das Rezept ist natürlich für alle drei Ernährungsweisen geeignet. Mit 1 Stunde aktiver Zeit + 4 Stunden Einweichzeit (idealerweise über Nacht) passt es zu Vorab-Plänen für Wochenend-Dinners oder Sommerpartys. Durch die Saisonalität der Mango (April bis Juni für Premium-Sorten) ist es ein typisches Sommer-Dessert. Mit der modernen Verrine-Präsentation in Gläsern wird es zur eindrucksvollen Dinner-Party-Vorspeise; mit der klassischen Servierart auf Tellern ein authentisches Stück Thailand zu Hause.
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