Friselle Pugliesi Rezept – original apulisches zweimal gebackenes Brot

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Original apulische Friselle Pugliesi – zweimal gebackene Brotringe aus Hartweizen, kurz in Wasser benetzt und mit reifen Kirschtomaten, schwarzen Oliven, Oregano und gutem Olivenöl getoppt. Cucina Povera in ihrer schönsten Form.

18. Juni 2026
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Friselle Pugliesi Rezept – original apulisches zweimal gebackenes Brot

Trockene, knusprige Brotringe aus Hartweizen, in Sekunden mit kaltem Wasser benetzt und getoppt mit vollreifen Kirschtomaten, schwarzen Oliven, Oregano und einem großzügigen Schuss Olivenöl extra vergine – Cucina Povera aus dem süditalienischen Apulien in ihrer schönsten, klassischen Form.


Friselle – im salentinischen Dialekt auch Frise oder Frisedde genannt – sind ein uraltes apulisches Bauernbrot: ringförmige Brote aus Hartweizen, die nach dem ersten Backen horizontal geteilt und ein zweites Mal getrocknet werden. Das Ergebnis ist ein knochentrockenes, knuspriges Brot, das monatelang ohne Kühlung haltbar bleibt. Genau das machte es zur idealen Vorratsküche der süditalienischen Bauern, die im Hochsommer den ganzen Tag auf den Oliven- und Tomatenfeldern arbeiteten: ein paar Friselle, eine reife Tomate, ein Fläschchen Olivenöl – mehr brauchte es nicht für ein sättigendes Essen direkt auf dem Feld. Diese schlichte Genialität ist bis heute der Kern eines der beliebtesten Sommergerichte Apuliens.

Stapel trockener, zweimal gebackener Friselle-Brotringe aus Hartweizen mit poröser Schnittfläche
Die fertig getrockneten Friselle – knochentrocken, knusprig und monatelang haltbar.

Hartweizen: warum Semola rimacinata den Unterschied macht

Wie Orecchiette, Cavatelli und das berühmte Pane di Altamura leben auch Friselle vom Hartweizen (Grano Duro). Während der Norden Italiens meist Weichweizen verwendet, dominiert im heißen Süden der Hartweizen mit seinem hohen Eiweißgehalt und der charakteristisch goldgelben Farbe.

Im Rezept steht Semola rimacinata di grano duro – fein gemahlener Hartweizengrieß, der ein zweites Mal vermahlen wurde, bis er fast so fein wie Mehl ist. In italienischen Feinkostläden und online ist er leicht zu bekommen; ersatzweise funktioniert fein gemahlener Hartweizengrieß, dann werden die Friselle etwas rustikaler. Ganz ohne Hartweizen gelingt das Rezept nicht authentisch – mit normalem Weizenmehl werden die Ringe weicher und verlieren ihr typisches Knuspern. Wer es besonders ursprünglich mag, ersetzt 10 bis 20 Prozent des Mehls durch Gerstenmehl (farina d’orzo), wie es im Salento traditionell üblich ist – das gibt eine nussige, leicht erdige Note.


Zweimal gebacken – warum das Brot monatelang hält

Der Name biscotto bedeutet wörtlich „zweimal gebacken“, und genau darin liegt das ganze Prinzip. Beim ersten Backen bei 220 °C (428 °F) entsteht in etwa 20 Minuten ein normales Brot: Die Ringe bekommen Form, Farbe und eine erste Kruste, sind innen aber noch weich und feucht.

Nach dem Abkühlen folgt der typisch apulische Schritt: Die Ringe werden horizontal geteilt. Traditionell zieht man dafür einen gespannten Küchenfaden durch die noch warme Frisella, der sie sauber halbiert, ohne die Krume zu zerdrücken; ein scharfes Sägemesser tut es genauso.

Beim zweiten Backen bei nur 150 °C (302 °F) für 25 bis 30 Minuten passiert keine weitere Bräunung mehr, sondern eine langsame, vollständige Trocknung. Die Restfeuchte wandert nach außen und verdunstet, bis das Brot so trocken ist wie ein Zwieback. Und genau diese Trockenheit ist das Geheimnis der Haltbarkeit: Wo keine Feuchtigkeit mehr ist, können sich weder Schimmel noch Bakterien bilden. In einer luftdichten Dose halten Friselle so 6 bis 12 Monate. Wichtig ist nur, dass sie gleichmäßig hellgolden bleiben und nie an den Rändern verbrennen – das würde bitter schmecken.

Rustikale getrocknete Friselle-Brotringe aus Hartweizen auf einem Holzbrett mit Weizenähren
Gleichmäßig hellgolden, nie verbrannt – so nehmen die porösen Ringe später das Wasser perfekt auf.

Die Bagnatura – der entscheidende Moment vor dem Essen

Was die harte Frisella zum Leben erweckt, ist die Bagnatura: die kurze Wasserbenetzung kurz vor dem Servieren. So simpel sie klingt, sie entscheidet zwischen einer ungenießbar harten und einer perfekten Frisella. Tauchen Sie den trockenen Ring nur 5 bis 15 Sekunden in kaltes Wasser, niemals länger. Zu kurz, und das Brot bricht an den Zähnen; zu lang, und es wird matschig. Richtig ist der Zustand „weich am Rand, leicht knackig in der Mitte“ – die Frisella biegt sich beim Hochheben minimal, bricht aber nicht.

In etwa 30 Sekunden verwandeln Sie so einen trockenen Brotring in eine essbare, weiche und doch stabile Basis für Ihr Antipasto – das ist die ganze Cucina-Povera-Genialität. Wer es intensiver mag, lässt das Wasser weg und reibt stattdessen eine halbierte reife Tomate kräftig über die Frisella, sodass der Fruchtsaft direkt einzieht. Diese „Pomodoro-Bagnatura“ erinnert an das katalanische Pa amb tomàquet und ist besonders aromatisch.


Das Topping: Tomaten, Oliven, Oregano, Öl

Das klassische Topping ist denkbar einfach – aber weil alles roh und ohne Versteck auf dem Brot liegt, muss jede Zutat von bester Qualität sein. Hauptdarsteller sind vollreife Kirschtomaten: Datterino, San Marzano oder eine Mischung aus roten und gelben Tomaten. Würfeln Sie sie, salzen Sie sie und lassen Sie sie fünf Minuten ziehen – das austretende Tomatenwasser ist intensiv aromatisch und kommt mit auf die Frisella.

Dazu schwarze Oliven für salzige Tiefe (entsteint und halbiert), frischer Oregano als das definierende Kraut Apuliens und zum Schluss reichlich Olivenöl extra vergine – hier lohnt sich ein gutes, kräftiges Öl, denn es trägt den ganzen Teller. Wer mag, ergänzt Burrata oder Stracciatella für eine cremige Variante, frisches Basilikum, eingelegte Sardellen oder ein paar Späne Ricotta Salata. Servieren Sie die belegten Friselle sofort, bevor das Brot zu weich wird.

Friselle-Brotringe mit frischen Kirschtomaten, Olivenöl und Kräutern auf heller Arbeitsfläche
Bestes Olivenöl, reife Tomaten, Oregano – mehr braucht das klassische Antipasto nicht.

Häufige Fragen zu Friselle Pugliesi

Was sind Friselle eigentlich?

Friselle sind zweimal gebackene, ringförmige Brote aus Hartweizen aus Apulien. Nach dem ersten Backen werden sie horizontal geteilt und ein zweites Mal getrocknet, bis sie knusprig und monatelang haltbar sind. Vor dem Essen werden sie kurz mit Wasser benetzt und belegt.

Wie funktioniert die Bagnatura richtig?

Tauchen Sie die trockene Frisella nur 5 bis 15 Sekunden in kaltes Wasser. Sie soll außen weich, in der Mitte aber noch leicht knackig sein. Tauchen Sie sie zu lange, wird sie matschig; zu kurz, bleibt sie hart. Direkt danach belegen und servieren.

Womit kann ich Semola rimacinata ersetzen?

Am nächsten kommt fein gemahlener Hartweizengrieß. Normales Weizenmehl funktioniert nicht authentisch, weil den Friselle dann das typische Knuspern und die goldgelbe Farbe fehlen. Ein kleiner Anteil Gerstenmehl ist eine traditionelle Aroma-Option.

Wie lange sind selbstgebackene Friselle haltbar?

In einer luftdichten Dose halten sich ungetoppte Friselle 6 bis 12 Monate. Voraussetzung ist, dass sie beim zweiten Backen vollständig durchgetrocknet und vor dem Einlagern komplett ausgekühlt sind – sonst bildet sich Kondenswasser.

Sind Friselle vegan?

Ja, das Grundbrot besteht nur aus Hartweizen, Wasser, Hefe und Salz und ist damit vegan und laktosefrei. Auch das klassische Topping aus Tomaten, Oliven, Oregano und Olivenöl ist rein pflanzlich – nur Varianten mit Burrata, Sardellen oder Käse sind es nicht.

Kann ich Friselle für ein Picknick vorbereiten?

Sehr gut sogar. Nehmen Sie die trockenen Friselle und das Topping getrennt mit und machen Sie die Bagnatura erst vor Ort. Belegte Friselle weichen nach 15 bis 20 Minuten durch und sollten frisch gegessen werden.


Aufbewahrung

Ungetoppte Friselle sind das haltbarste Brot in Ihrer Vorratskammer: In einer luftdichten Dose an einem trockenen, kühlen Ort bleiben sie 6 bis 12 Monate knusprig. Sie können also problemlos eine große Charge backen und über Monate vorrätig halten – wichtig ist nur, dass die Ringe vor dem Einlagern vollständig ausgekühlt sind. Belegte Friselle dagegen gehören sofort auf den Tisch, denn sie saugen das Tomatenwasser auf und werden nach 15 bis 20 Minuten zu weich für einen sauberen Biss.

Friselle Pugliesi Rezept – original apulisches zweimal gebackenes Brot
Friselle Pugliesi Rezept – original apulisches zweimal gebackenes Brot

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Apulische Frisella mit roten und gelben Kirschtomaten, schwarzen Oliven und Oregano auf hellem Holzbrett

Friselle Pugliesi – original apulisches zweimal gebackenes Brot mit Tomaten-Topping

Authentische apulische Friselle aus Hartweizenmehl (Semola rimacinata) – Brotringe nach traditioneller doppia cottura (zweimal gebackene Methode), kurz in Wasser benetzt (Bagnatura) und getoppt mit reifen Kirschtomaten, schwarzen Oliven, Oregano und Olivenöl extra vergine. Cucina Povera aus Puglia für 6 Portionen.
Servings 6 Friselle
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Gehzeit 3 Stunden
Gesamtzeit 4 Stunden 20 Minuten

Kochutensilien

  • große Rührschüssel (für den Hefeteig)
  • Küchenmaschine mit Knethaken (optional, alternativ Handkneten)
  • sauberes Geschirrtuch (zum Abdecken des Teigs)
  • Backblech (2 Stück oder eines mit zwei Backphasen)
  • Backpapier
  • Scharfes gezacktes Messer (zum horizontalen Teilen der Friselle; traditionell wird ein Bäckerfaden verwendet)
  • Stabiler Backofen (mit zuverlässiger Temperaturregelung)
  • Schale mit kaltem Wasser (für die Bagnatura beim Servieren)

Zutaten
  

Für den Hefeteig (6 Friselle)

  • 500 g Semola rimacinata di grano duro (alternativ Hartweizengrieß fein gemahlen; nicht Tipo 00)
  • 300 ml lauwarmes Wasser (ca. 30–35 °C / 86–95 °F)
  • 7 g Trockenhefe (1 Päckchen; alternativ 21 g frische Hefe)
  • 10 g Meersalz (2 TL)
  • 2 EL Olivenöl extra vergine (optional, für eine reichere Krume)

Für das klassische Topping (pro Frisella)

  • 100 g vollreife Kirschtomaten (rote + gelbe Datterino oder San Marzano)
  • 5 Stück schwarze Oliven (idealerweise apulische Cellina di Nardò oder Coratina; entsteint, halbiert)
  • 1 TL frischer Oregano (alternativ getrocknet, dann nur 1/2 TL)
  • 1 EL Olivenöl extra vergine (bestes apulisches Öl)
  • 1 Prise Meersalz (grob, z. B. Flockensalz)
  • 1 Prise Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen, optional)

Anleitungen
 

TEIG ANSETZEN

  • Das lauwarme Wasser in eine große Rührschüssel geben. Die Trockenhefe darüber streuen und einige Minuten warten, bis sich die Hefe auflöst (bei frischer Hefe diese in das Wasser bröckeln). Die Semola rimacinata in zwei oder drei Portionen zugeben und mit einem Holzlöffel oder mit den Händen verrühren. Erst danach das Salz zugeben und das optionale Olivenöl einarbeiten – Salz direkt auf die Hefe könnte deren Aktivität dämpfen.
  • Den Teig mit der Küchenmaschine 8 bis 10 Minuten kneten (oder von Hand 15 Minuten) – bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist. Bei Bedarf 1 bis 2 EL extra Wasser oder Mehl anpassen. Der Teig sollte sich gut vom Schüsselrand lösen und beim Ziehen leicht elastisch zurückspringen.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort etwa 2 Stunden gehen lassen – bis er das doppelte Volumen erreicht hat.

FRISELLE FORMEN

  • Den gegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen und kurz mit den Händen zusammenfalten (entgasen). In 6 gleich große Stücke teilen – jedes etwa 130 bis 140 g. Jedes Stück zu einer Kugel formen, dann zu einer 25 cm (10 in) langen Wurst rollen und die beiden Enden vorsichtig zusammenfügen, sodass ein Ring von etwa 10 bis 12 cm (4¾ in) Durchmesser entsteht. Die Verbindungsstelle gut zusammendrücken, sonst löst sie sich beim Backen.
  • Die geformten Ringe auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen – mit etwa 3 cm (1¼ in) Abstand zwischen den Friselle. Mit dem Geschirrtuch abdecken und nochmals 45 bis 60 Minuten gehen lassen – die Friselle sollen sichtbar aufgegangen sein, ohne dass die Mitte des Rings geschlossen wirkt.

ERSTE BACKUNG

  • Den Backofen auf 220 °C (428 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen – mindestens 15 Minuten, sodass der Ofen richtig heiß ist. Die Friselle in den vorgeheizten Ofen schieben (mittlere Schiene) und 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und beim Anklopfen auf der Unterseite hohl klingen.
  • Die Friselle aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter 10 bis 15 Minuten abkühlen lassen – nicht komplett, sondern handwarm. In diesem Zustand lassen sie sich am besten horizontal teilen.

HORIZONTAL TEILEN

  • Jede handwarme Frisella mit einem scharfen gezackten Messer horizontal halbieren – sodass aus jedem Ring zwei flache Halbringe entstehen. Traditionell wird dafür ein dünner Bäckerfaden (filo da cucina) verwendet, der durch die Frisella gezogen wird, ohne die Krume zu zerdrücken; ein scharfes Sägemesser funktioniert ebenfalls. Die geteilten Hälften mit der Schnittfläche nach oben auf das Backblech zurücklegen.

ZWEITE BACKUNG (TROCKNUNG)

  • Den Backofen auf 150 °C (302 °F) Ober-/Unterhitze reduzieren. Die geteilten Friselle nochmals 25 bis 30 Minuten in den Ofen geben – sie sollen komplett austrocknen und beim Brechen wie Cracker knacken, ohne dabei dunkler zu werden. Falls die Ränder zu schnell bräunen, die Temperatur auf 140 °C (284 °F) reduzieren. Das Innere muss komplett trocken sein – das ist die Voraussetzung für die monatelange Haltbarkeit.
  • Die fertigen Friselle aus dem Ofen nehmen und auf dem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen – mindestens 1 Stunde. In dieser Zeit verfestigt sich die Struktur. Die abgekühlten Friselle in eine luftdichte Dose oder einen verschließbaren Beutel füllen und an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren – sie halten so 6 bis 12 Monate.

BAGNATURA UND TOPPING (KURZ VOR DEM SERVIEREN)

  • Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln, mit einer kleinen Prise Salz bestreuen und 5 Minuten ziehen lassen, sodass das Tomatenwasser austritt. Die schwarzen Oliven entsteinen (falls noch nicht entsteint) und halbieren. Den frischen Oregano grob hacken oder die kleinen Blätter abzupfen.
  • Eine flache Schale mit kaltem Wasser bereitstellen. Jede Frisella einzeln 5 bis 15 Sekunden in das Wasser tauchen (Bagnatura/Spunzata) – nur so lange, bis die Ränder weich werden, die Mitte aber noch leicht knackig bleibt. Die Frisella sollte sich beim Hochheben minimal biegen, aber nicht brechen. Sofort aus dem Wasser nehmen und kurz abtropfen lassen. Alternativ: eine halbierte Tomate kräftig über die Frisella streichen (Pomodoro-Bagnatura) statt der Wasserbenetzung – intensiveres Aroma.
  • Sofort nach der Bagnatura die Frisella auf einen Teller oder ein Holzbrett legen. Die gewürzten Tomatenwürfel mit dem ausgetretenen Tomatenwasser darüber verteilen, schwarze Oliven dazwischen platzieren, den frischen Oregano darüber streuen. Mit einem großzügigen Schuss bestes Olivenöl extra vergine beträufeln und mit Flockensalz und optional frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen. Sofort servieren – die Frisella zieht das Tomatenwasser an und wird mit der Zeit zu weich.
    Friselle-Brotringe mit frischen Kirschtomaten, Olivenöl und Kräutern auf heller Arbeitsfläche
  • Friselle Pugliesi Rezept – original apulisches zweimal gebackenes Brot

Notizen

Tipps:
  • Semola rimacinata di grano duro ist nicht durch normales Mehl ersetzbar – das macht den Charakter der Friselle aus. Im italienischen Feinkostladen oder online (italienisches Premium-Hartweizen-Mehl) suchen.
  • Den Teig nicht zu schnell aufgehen lassen – langsame Gehzeit (idealerweise im Kühlschrank über Nacht) gibt mehr Aroma.
  • Die Verbindungsstelle des Rings sehr gut zusammendrücken – sonst löst sich der Ring beim Backen auf.
  • Friselle vor dem horizontalen Teilen handwarm abkühlen lassen – heiß zerdrücken sie, kalt brechen sie.
  • Die zweite Backung (Trocknung) ist entscheidend: das Innere muss komplett trocken sein, sonst keine lange Haltbarkeit.
  • Die Bagnatura ist die Magie: nur 5–15 Sekunden, sonst werden die Friselle matschig.
  • Die Qualität der Tomaten und des Olivenöls entscheidet das Ergebnis – bei einem so reduzierten Rezept gibt es keine Tarnung.
Mehl-Varianten:
  • 100 % Semola rimacinata: traditionell apulisch, kräftig im Aroma.
  • 80 % Semola + 20 % Tipo 00: etwas weichere Krume, leichter zu kneten.
  • 80 % Semola + 20 % Gerstenmehl: regional salentinisch, nussig und etwas dunkler.
  • 70 % Semola + 30 % Vollkornweizen: kräftiger, ballaststoffreicher.
Hefe-Alternativen:
  • Hefe (klassisch): schnell und sicher.
  • Lievito Madre (italienischer Sauerteig-Starter): authentischer, komplexere Aromen, längere Gehzeit (5–6 h).
  • Sauerteig (Roggen- oder Weizensauerteig): kräftiger, leicht säuerlich.
Bagnatura-Varianten:
  • Klassisch kaltes Wasser: 5–15 Sekunden, abhängig von Trocknungsgrad.
  • Wasser mit etwas Essig (1 TL Weißweinessig auf 200 ml Wasser): leicht säuerlich, klassisch in einigen apulischen Familien.
  • Tomatenwasser: das ausgetretene Wasser der Tomaten direkt einreiben – intensiv aromatisch.
  • Pomodoro-Bagnatura: halbierte Tomate kräftig über die Frisella streichen – wie pa amb tomàquet.
Topping-Variationen:
  • Mit Burrata oder Stracciatella: typisch apulisch, dann nicht mehr vegan.
  • Mit eingelegten Sardellen (Acciughe): salzige Tradition.
  • Mit Mortadella oder Salami: deftiger.
  • Mit gegrillter Aubergine oder Zucchini: sommerlich.
  • Mit Ricotta Salata in Spänen: salziger Käse-Kontrast.
  • Süße Variante mit Ricotta + Honig + Feigen: ungewöhnlich, aber lecker als Frühstück.
  • Mit frischem Basilikum zusätzlich zu Oregano: doppelt aromatisch.
Aufbewahrung:
  • Ohne Topping in luftdichter Dose an trockenem, kühlem Ort: 6–12 Monate.
  • Mit Topping: sofort essen, sonst wird die Frisella nach 15–20 Min zu weich.
  • Für Picknick: Friselle und Topping getrennt mitnehmen, vor Ort zusammenbauen.
  • Komplett ausgekühlt einpacken – Restwärme erzeugt Kondensation und Schimmel.
Wein-Pairing:
  • Negroamaro oder Primitivo di Manduria: regional apulisch, kräftig.
  • Rosato di Negroamaro: sommerlich erfrischend.
  • Greco di Tufo oder Falanghina: weißer Allrounder aus Kampanien.
  • Spumante trocken: festlicher Aperitif-Begleiter.
Hinweis zu Allergenen: Enthält Gluten (Hartweizen). Vegan, vegetarisch, laktosefrei – bei rein veganem Topping. Mit Burrata/Stracciatella oder Käse-Variation: enthält Milch. Bei Verwendung von Sardellen: enthält Fisch. Sulfite können in einigen Trockenhefe-Varianten enthalten sein.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 320kcalCarbohydrates: 48gProtein: 9gFat: 11gSodium: 520mgFiber: 3gSugar: 3g
Calories: 320kcal
Gericht: Antipasto, Brot, Vorspeise
Küche: Apulisch, Italienisch, Mediterran
Ernährungsform: Laktosefrei, Vegan, Vegetarisch
Schlagwort: Antipasto, Apulien, Cucina Povera, Frise, Frisedde, Friselle, Hartweizen, Italienisches Brot, Oliven, Oregano, Puglia, Semola Rimacinata, Sommer, Tomaten, Zweimal Gebacken

📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die authentische süditalienische Küche zu Hause umsetzen möchten und ein Brot lieben, das sich von allen anderen unterscheidet. Wer lange haltbare Vorratsbrote schätzt, ist hier richtig – Friselle bleiben monatelang knusprig in der Dose. Sie sind die ideale Vorspeise für Sommerabende, Picknicks, Tapas-Buffets und Grillabende und durch das vegane, laktosefreie Grundrezept für viele Ernährungsweisen geeignet. Einfach eintauchen, belegen, genießen.

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