Zitronen-Curd (Lemon Curd) – Zitronencreme Rezept

DESSERT

Ein cremiger, zitroniger Genuss, der perfekt für Torten, Toast oder Desserts ist.

13. April 2025
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Zitronen-Curd: die perfekte Creme für Kuchen und Torten

Zitronen-Curd ist eine klassische Spezialität der britischen Küche, die im Laufe der Jahre die Herzen vieler Liebhaber von Zitrus-Desserts erobert hat. Der intensive, erfrischende Geschmack mit seiner klaren Säure passt zu Kuchen, Torten und Gebäck ebenso wie zu einer Scheibe Toast. Und anders als bei einer Buttercreme entsteht diese Frische ohne jeden Zusatz – sie kommt allein aus Zitronen, Eiern, Zucker und Butter.

Die Zubereitung ist nicht schwierig, verlangt aber Aufmerksamkeit an genau drei Stellen: bei der Temperatur, beim Passieren durch ein Sieb und beim Abfüllen. Wer diese drei Punkte kennt, bekommt einen glatten, glänzenden Curd, der sich wochenlang hält.

Die Temperatur entscheidet: 80 bis 83 °C (176 bis 181 °F)

Zitronen-Curd ist im Kern eine Eiercreme, und Eier gerinnen. Genau deshalb darf die Masse niemals kochen: Sobald es sprudelt, stocken die Eiweiße zu kleinen Flocken, und aus der samtigen Creme wird eine körnige Masse, die sich nicht mehr retten lässt. Der Curd gart deshalb bei niedriger Hitze und unter ständigem Rühren.

Die Angabe „etwa 10 Minuten“ ist dabei nur ein Anhaltspunkt – auf einem starken Gasherd kann es schneller gehen, auf einer trägen Platte deutlich länger. Verlässlich ist die Temperatur: Bei 80 bis 83 °C (176 bis 181 °F) ist der Curd fertig. Wer kein Thermometer hat, nutzt die Löffelprobe: Der Curd überzieht den Rücken eines Löffels, und ein mit dem Finger durch diesen Belag gezogener Strich bleibt stehen, statt sofort wieder zuzulaufen. Direkt aus dem Topf wirkt die Creme noch erstaunlich dünn – das ist richtig so, denn sie zieht beim Abkühlen kräftig nach.

Warum der Curd unbedingt durch ein Sieb muss

Dieses Rezept arbeitet mit ganzen Eiern, nicht nur mit Eigelb – das macht den Curd standfester und ergiebiger. Der Preis dafür: Ein paar Eiweißfäden gerinnen praktisch immer, ganz gleich, wie sorgfältig gerührt wurde. Dazu kommen die Hagelschnüre, jene festen weißen Stränge am Eigelb, die sich beim Verrühren nie vollständig auflösen.

Deshalb wird der heiße Curd zum Schluss durch ein feines Sieb gestrichen. Dieser eine Handgriff dauert eine Minute und ist der Unterschied zwischen einem Curd, der wie gekauft aussieht, und einem, der leicht körnig wirkt. Er gehört zum Rezept und ist keine Kür – kein Konditor lässt ihn weg.

Heiß abfüllen – und wie lange sich der Curd hält

Ein weit verbreiteter Fehler ist es, den Curd erst vollständig abkühlen zu lassen und ihn dann in sterilisierte Gläser zu füllen. Das Sterilisieren bringt in diesem Fall nämlich gar nichts: Sobald die kalte Creme in das Glas kommt, gelangen mit ihr auch wieder Keime hinein. Sinnvoll ist das Gegenteil – den Curd noch heiß in die vorbereiteten Gläser füllen, sofort verschließen und darin abkühlen lassen.

Die Menge ist dabei wichtig: Aus den angegebenen Zutaten entstehen etwa 750 g Curd. Ein einzelnes Glas von 500 ml reicht dafür nicht – besser sind zwei Gläser à 400 ml. Heiß abgefüllt und verschlossen hält sich der Curd im Kühlschrank etwa drei bis vier Wochen, nach dem Öffnen rund eine Woche. Einfrieren funktioniert ebenfalls, bis zu drei Monate und am besten in kleinen Portionen.

Die Süße lässt sich anpassen

Mit 300 g Zucker auf 120 ml Zitronensaft ist dieser Curd bewusst süß. Das ist ein gängiges Verhältnis, denn der Zucker gleicht die kräftige Säure aus und macht die Creme streichfähig. Wer es säuerlicher mag, reduziert den Zucker auf 250 g oder 200 g – der Curd wird dann frischer im Geschmack und eine Spur weniger fest. Eine zweite Möglichkeit, ohne an der Zuckermenge zu drehen: die abgeriebene Schale einer zusätzlichen Zitrone. Sie bringt Aroma und Bitterstoffe, die die Süße wirksam brechen, ohne die Konsistenz zu verändern.

Ein weiterer Punkt betrifft die Zutaten selbst: Eier und Butter sollten Zimmertemperatur haben. Kalte Butter verbindet sich nur widerwillig mit dem Zucker, und kalte Eier lassen die Masse gerinnen wirken, bevor sie überhaupt auf dem Herd war. Dass die Mischung vor dem Erhitzen klumpig aussieht, ist übrigens normal – beim Garen wird sie glatt.

Welche Zitronen sich eignen

Weil die abgeriebene Schale mitverarbeitet wird, sollten die Zitronen unbehandelt sein – konventionelle Ware ist häufig gewachst und mit Konservierungsstoffen behandelt, die sich beim Abreiben nicht abwaschen lassen. Vor dem Abreiben werden die Früchte heiß abgespült und trocken gerieben.

Beim Abreiben zählt nur die gelbe Schicht. Die weiße Haut darunter, das sogenannte Albedo, schmeckt bitter und gehört nicht in den Curd – lieber flach über die Frucht raspeln und die Zitrone dabei drehen, als an einer Stelle tief zu gehen. Drei Zitronen ergeben etwa zwei Esslöffel Schale, also 8 bis 10 g.

Praktisch ist, dass dieselben Früchte beide Aufgaben übernehmen: erst abreiben, dann auspressen. Für die benötigten 120 ml Saft reichen je nach Größe drei bis vier Zitronen. Zimmerwarme Früchte geben deutlich mehr Saft ab als kalte, und kurzes Rollen unter der Handfläche auf der Arbeitsfläche hilft zusätzlich.

Wenn etwas schiefgeht

Der Curd ist körnig geworden. Dann war die Hitze zu hoch und ein Teil des Eiweißes ist geronnen. Solange es nur wenige Flöckchen sind, rettet das Sieb die Creme vollständig. Bei stärkerer Gerinnung hilft es, den noch warmen Curd mit dem Stabmixer kurz durchzumixen und anschließend zu passieren.

Der Curd bleibt zu dünn. Meist wurde zu früh vom Herd genommen. Er darf zurück in den Topf und bei niedriger Hitze unter Rühren weitergaren, bis die Löffelprobe steht. Zu bedenken ist dabei immer, dass die Creme erst im Kühlschrank ihre endgültige Festigkeit erreicht – eine Beurteilung direkt aus dem Topf führt fast immer zu der Fehleinschätzung, sie sei zu flüssig.

Der Curd schmeckt bitter. Dann ist beim Abreiben zu viel von der weißen Schicht mitgegangen. Rückgängig machen lässt sich das nicht; beim nächsten Mal hilft eine feine Reibe und ein leichterer Druck.

Wofür sich Zitronen-Curd verwenden lässt

Als Tortenfüllung zwischen luftigen Biskuitböden, als Füllung für Muffins, Windbeutel oder Törtchen, als Basis unter einer Baiserhaube in der klassischen Tarte au Citron – oder ganz schlicht auf einer Scheibe Toast oder einem Scone. Auch in Joghurt oder über Vanilleeis gerührt macht der Curd eine gute Figur. Wichtig ist bei allen Backwerken nur eines: Auf einen Mürbeteigboden gehört der Curd erst, wenn dieser vorgebacken und mit Eigelb versiegelt wurde, sonst weicht der Boden von unten durch.

Zitronen-Curd (Lemon Curd) - Zitronencreme Reezept

Zitronen-Curd (Lemon Curd, Crème au Citron) - Zitronencreme Rezept

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Ein cremiger, zitroniger Genuss, der perfekt für Torten, Toast oder Desserts ist.
Portionen 15 EL
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 12 Minuten
Gesamtzeit 27 Minuten

Zutaten
  

  • 3-4 Zitronen unbehandelt; zuerst die Schale abreiben, dann auspressen - dieselben Früchte liefern Schale und Saft
  • 300 g Zucker
  • 120 g Butter ungesalzen, Zimmerwarm
  • 4 Eier groß
  • 120 ml Zitronensaft frisch gepresst, von denselben Zitronen
  • 1 Prise Salz

Anleitungen
 

  • VORBEREITUNG DER ZITRONEN: Waschen Sie die Zitronen gründlich und reiben Sie die Schale von 3 Zitronen ab, wobei Sie die weiße Schicht vermeiden, da sie bitter ist. Sie erhalten etwa 2 Esslöffel Schale (8 bis 10 g). Pressen Sie anschließend dieselben Zitronen aus, bis Sie 120 ml Saft haben - je nach Größe brauchen Sie dafür eine vierte Zitrone.
  • ZUCKER UND SCHALE MISCHEN: Geben Sie die Zitronenschale und den Zucker in einen Mixer oder eine Küchenmaschine und pulsieren Sie, bis der Zucker das Aroma der Zitronenschale aufgenommen hat.
  • BUTTER HINZUFÜGEN: Geben Sie die weiche Butter in die Mischung aus Zucker und Schale und vermischen Sie alles, bis die Butter gleichmäßig verteilt ist.
  • EIER HINZUFÜGEN: Geben Sie nach und nach die Eier in die Mischung und rühren Sie nach jedem Ei gründlich um, bis die Mischung glatt ist.
  • ZITRONENSAFT UND SALZ HINZUFÜGEN: Gießen Sie den Zitronensaft dazu und fügen Sie das Salz hinzu. Rühren Sie weiter, bis alles gut vermischt ist. Die Mischung wird zunächst klumpig aussehen, das ist normal.
  • CURD GAREN: Gießen Sie die Mischung in einen Topf und stellen Sie ihn auf niedrige Hitze. Rühren Sie ständig etwa 10 Minuten lang, bis die Masse eindickt. Der Curd darf nicht kochen - bei sprudelnder Hitze gerinnen die Eier. Fertig ist er bei 80 bis 83 °C (176 bis 181 °F). Ohne Thermometer hilft die Löffelprobe: Der Curd überzieht den Rücken eines Löffels, und ein mit dem Finger durch diesen Belag gezogener Strich bleibt stehen, ohne wieder zuzulaufen.
  • DURCH EIN SIEB PASSIEREN: Streichen Sie den heißen Curd durch ein feines Sieb. Bei ganzen Eiern bleiben immer ein paar geronnene Eiweißfäden und die festen Hagelschnüre zurück - dieser Schritt dauert eine Minute und ist der Unterschied zwischen einer glatten und einer leicht körnigen Creme. Er ist nicht optional.
  • HEISS ABFÜLLEN: Füllen Sie den Curd noch heiß in zwei sterilisierte Gläser à 400 ml und verschließen Sie diese sofort. Das Rezept ergibt etwa 750 g - ein einzelnes 500-ml-Glas reicht nicht aus. Heiß abgefüllt hält sich der Curd deutlich länger; bei kaltem Abfüllen bringt das Sterilisieren der Gläser nichts.
  • ABKÜHLEN UND KÜHL STELLEN: Die verschlossenen Gläser auf Raumtemperatur abkühlen lassen und anschließend in den Kühlschrank stellen. Der Curd wird beim Abkühlen deutlich fester - direkt nach dem Garen wirkt er noch dünn, das ist richtig so.

Notizen

Das Rezept ergibt etwa 750 g Zitronen-Curd - das sind zwei Gläser à 400 ml. Ein einzelnes 500-ml-Glas reicht dafür nicht aus.
Haltbarkeit: Heiß abgefüllt und verschlossen hält sich der Curd im Kühlschrank etwa drei bis vier Wochen, nach dem Öffnen rund eine Woche. Er lässt sich außerdem bis zu drei Monate einfrieren; am besten portionsweise, weil er nach dem Auftauen zügig verbraucht werden sollte.
Dieser Zitronen-Curd ist nach dem Rezept bewusst süß, da 300 g Zucker auf 120 ml Zitronensaft kommen. Der Zucker gleicht die Säure aus und macht den Curd streichfähig. Die Süße lässt sich anpassen:
• Weniger süß: Zuckermenge auf 250 g oder 200 g reduzieren. Der Curd wird dann säuerlicher und eine Spur weniger fest.
• Säuerlicher, ohne den Zucker zu ändern: die Schale einer zusätzlichen Zitrone zugeben.

Nährwerte

Kalorien: 164kcalKohlenhydrate: 21gEiweiß: 2gFett: 8g
Gericht: Creme, Dessert, Süßigkeit, Tortenfüllung
Küche: Europäisch, Französisch
Ernährungsform: Glutenfrei, Vegetarisch
Schlagwort: cremig, Dessert, einfach, fruchtig, Frühlingsrezepte, Gästeessen, klassisch, Ohne Backen, schnell

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📌 Für wen ist das Rezept ideal? Für alle, die eine frische, selbst gemachte Zitronencreme für Kuchen und Torten suchen und dabei genau wissen wollen, an welcher Stelle es schiefgehen kann. Wer die Temperatur im Blick behält, den Curd durch ein Sieb streicht und ihn heiß abfüllt, bekommt eine glatte, haltbare Creme, die jeder gekauften überlegen ist.

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