Griechisches Gyros im Pita-Brot mit Tzatziki, Pommes und Salat

Griechischer Imbiss-Klassiker

In Griechenland wandern die Pommes mit ins Brot, und das ist kein Zufall, sondern Teil des Klassikers.

7. August 2026
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Griechisches Gyros im Pita-Brot mit Tzatziki, Pommes und Salat

Zu Hause wird das Fleisch in der Pfanne meist grau statt braun, und die Pommes landen brav daneben auf dem Teller. Beides sind Fehler, und beide haben mit einer einzigen Sache zu tun: der Reihenfolge.


Gyros im Pita ist in Griechenland kein Gericht, sondern eine Institution. Ein warmes Fladenbrot, das an der Imbissbude in Papier gewickelt über die Theke geht, dick gefüllt mit gebratenem Fleisch, Tzatziki, Tomate, Zwiebel — und Pommes. Genau daran scheitern die meisten Versuche in der eigenen Küche: nicht am Rezept, sondern an zwei Stellen, an denen es kippt. Das Fleisch kocht in der Pfanne im eigenen Saft, statt zu bräunen. Und das fertige Brot ist nach fünf Minuten durchgeweicht. Beides lässt sich beheben, ganz ohne senkrechten Drehspieß in der Küche.

Griechisches Gyros im Pita-Brot mit Tzatziki, Pommes und Salat
Griechisches Gyros im Pita-Brot mit Tzatziki, Pommes und Salat

Warum Schweinenacken und warum hauchdünn

Am Spieß hängen in Griechenland dünne Scheiben vom Schweinenacken, dazwischen immer wieder eine feine Fettader. Genau die hält das Fleisch saftig, während es sich stundenlang langsam dreht. In der Pfanne ist derselbe Zuschnitt aus einem anderen Grund richtig: Nacken verzeiht hohe Hitze. Schweinefilet oder Schnitzelfleisch aus der Oberschale sind zu mager, sie geben in Sekunden Wasser ab und werden trocken und faserig, bevor überhaupt Farbe entsteht.

Wichtiger als das Teilstück ist aber die Dicke. Die Streifen müssen so dünn sein, dass sie in der heißen Pfanne nach zwei bis drei Minuten durch sind — höchstens 5 mm (0,2 in), lieber noch dünner. Am leichtesten gelingt das, wenn das Fleisch vorher 30 bis 40 Minuten ins Gefrierfach wandert. Angefroren gleitet das Messer sauber durch, statt das weiche Fleisch vor sich herzuschieben. Wer dickere Stücke schneidet, bekommt am Ende kein Gyros, sondern Geschnetzeltes im Brot.

Wer kein Schwein essen möchte, greift zu Hähnchenschenkelfilet. Es hat genug Eigenfett, um dieselbe Behandlung auszuhalten, und braucht in der Pfanne nur eine Spur länger. Hähnchenbrust dagegen wird bei dieser Hitze in Minuten trocken.


Die Marinade braucht Zeit, nicht mehr Zutaten

Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch, getrockneter Oregano, edelsüßes Paprikapulver, gemahlener Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer — das ist die ganze Liste. Die Versuchung, noch Zimt, Koriander, Currypulver und Chili dazuzugeben, ist groß und führt zuverlässig weg vom Original. Griechisches Gyros schmeckt nach Oregano und Knoblauch, alles andere spielt die zweite Geige. Das Paprikapulver ist ohnehin mehr für die warme Farbe zuständig als für den Geschmack.

Der Essig ist der Teil, den die meisten Rezepte unterschätzen. Er macht die Fasern weicher und trägt die Würze nach innen, statt sie nur außen auf dem Fleisch sitzen zu lassen. Wird er weggelassen, schmeckt die erste Sekunde kräftig und der Rest nach nichts.

Und dann braucht die Sache schlicht Geduld. Zwei Stunden sind das absolute Minimum, über Nacht ist deutlich besser. Bei dünnen Streifen mit viel Oberfläche macht die lange Zeit einen hörbaren Unterschied — nach acht Stunden im Kühlschrank ist das Fleisch bis in die Mitte gewürzt. Wichtig ist nur, es rechtzeitig aus der Kälte zu holen: eiskaltes Fleisch kühlt die Pfanne sofort herunter, und dann beginnt genau das Problem, um das es im nächsten Abschnitt geht.


Der häufigste Fehler: zu viel Fleisch auf einmal

Fast jeder legt beim ersten Versuch die komplette Menge in die Pfanne. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Die Temperatur bricht ein, aus dem Fleisch tritt Flüssigkeit aus, und statt zu braten kocht alles vor sich hin. Nach zehn Minuten liegt eine graue, weiche Masse in einer trüben Pfütze — technisch gar, aber vom Original weit entfernt.

Der Weg dahin ist unspektakulär und funktioniert immer: eine große, schwere Pfanne von mindestens 28 cm (11 in), richtig heiß vorgeheizt, dazu das Fleisch in zwei bis drei Portionen. Die Pfanne ist bereit, wenn ein Wassertropfen sofort zischt und verschwindet. Jede Portion wird locker verteilt, sodass die Streifen nebeneinanderliegen und sich nicht stapeln.

Und dann kommt der schwerste Teil: nichts tun. Ein bis zwei Minuten nicht rühren, nicht schieben, nicht nachsehen. Erst wenn die Unterseite kräftig gebräunt ist, wird gewendet. Zwischen den Portionen die Pfanne kurz mit Küchenpapier auswischen, weil ausgetretener Saft sonst zu einer dunklen, bitteren Schicht einbrennt. Am Ende wandern alle Portionen zurück in die Pfanne, kurz durchschwenken — fertig.


Ein in weißes Papier gewickeltes griechisches Pita-Brot auf einem rustikalen Holzbrett vor grünem Untergrund; aus der offenen Seite schauen rote Tomatenspalten, grüne Gurkenscheiben, dicke hellgoldene Pommes frites, weiße Joghurtsauce, dunkel gebratene Fleischstreifen, rote Zwiebeln und glatte Petersilie heraus
Eingewickelt bleibt die Füllung an ihrem Platz, statt beim ersten Biss hinten herauszurutschen.

Tzatziki entscheidet sich an der Gurke

Beim Tzatziki liegt die ganze Sache an einer einzigen Stelle: am Wassergehalt der Gurke. Wird sie einfach geraspelt und untergerührt, steht die Sauce nach zwanzig Minuten in einer eigenen Lache und läuft im Brot in alle Richtungen. Also: grob raspeln, salzen, zehn Minuten stehen lassen und dann mit beiden Händen kräftig ausdrücken. Aus einer halben Salatgurke kommt dabei erstaunlich viel Flüssigkeit — und genau die gehört ins Spülbecken, nicht in den Joghurt.

Der Joghurt selbst muss echter griechischer Joghurt mit 10 Prozent Fett sein. Abgetropfter Naturjoghurt aus dem Becher ist dünner und säuerlicher, magere Varianten werden im Brot sofort wässrig. Das Fett ist hier kein Luxus, sondern die Versicherung dafür, dass die Sauce dick bleibt.

Beim Knoblauch entscheidet der eigene Geschmack, aber eines gilt: Tzatziki wird über Nacht deutlich schärfer. Wer es am Vortag vorbereitet, nimmt lieber eine Zehe weniger. Ein Esslöffel Olivenöl und ein Teelöffel Weißweinessig runden ab, dann mindestens 30 Minuten kalt stellen. Frisch angerührt schmeckt Tzatziki noch nach einzelnen Zutaten, nach einer halben Stunde nach sich selbst.


Warum die Pommes mit ins Brot gehören

Für viele Gäste ist es der Moment, in dem sie stutzen: Pommes frites, mitten in die Pita gelegt. Das ist keine Verlegenheitslösung und auch kein Sättigungstrick, sondern gehört in Griechenland fest zum Klassiker. Wer dort ein Pita-Gyros bestellt, bekommt sie ungefragt mit hineingeschoben, und Weglassen gilt als seltsam.

Kulinarisch ergibt das mehr Sinn, als es zunächst klingt. Das Fleisch ist würzig und fett, das Tzatziki kühl und säuerlich, Tomate und Zwiebel bringen Frische — und dazwischen fehlt etwas Mildes, Sättigendes, das die Aromen auffängt. Genau diese Rolle übernehmen die Kartoffeln. Zusätzlich saugen sie den Fleischsaft auf, der sonst direkt ins Brot laufen würde.

Wichtig ist der Zuschnitt: dicke Stangen, keine dünnen Streichhölzer. Feine Pommes verschwinden in der Füllung und weichen in Sekunden durch. Dicke bleiben spürbar und behalten ihren festen Rand. Aus dem Ofen brauchen sie bei 220 °C (428 °F) etwa 25 bis 30 Minuten, bis sie hellgolden und an den Kanten fest sind; frittiert geht es schneller. Gesalzen wird direkt danach und keine Minute später.


Das Pita-Brot: biegsam statt brüchig

Griechische Pita ist nicht dasselbe wie das dünne Fladenbrot mit Tasche aus dem Nahen Osten. Sie ist etwas dicker, weicher und hat innen keinen Hohlraum — sie wird nicht aufgeschnitten und gefüllt, sondern belegt und zusammengerollt. Wer versehentlich Taschenbrot kauft, kann es trotzdem verwenden, sollte es dann aber wirklich als Tasche befüllen, weil es beim Rollen an der Falzkante aufreißt.

Kalt aus der Packung bricht jedes Fladenbrot. Es muss vorher warm werden, und zwar trocken: 30 bis 45 Sekunden pro Seite in einer heißen Pfanne ohne Fett, bis es weich und biegsam ist und hier und da ein paar dunkle Flecken bekommt. Für vier Brote gleichzeitig geht auch der Ofen — in Alufolie gewickelt bei 180 °C (356 °F) drei bis vier Minuten.

Ein Handgriff lohnt sich zusätzlich: Die Oberseite vor dem Aufwärmen dünn mit Olivenöl bestreichen, in dem noch etwas Oregano ist. Das ist die Kleinigkeit, die den Unterschied zwischen aufgewärmtem Brot und dem Duft an der griechischen Theke ausmacht. Aufgewärmt wird immer erst zum Schluss, denn abgekühlte Pita wird zäh.


Drei in weißes Papier gewickelte griechische Pita-Brote von oben auf einem hellen, gesprenkelten Teller auf runder Korbmatte; sichtbar sind rote Tomatenspalten, Gurkenscheiben, hellgoldene Pommes frites, rote Zwiebelringe, weiße Joghurtsauce und glatte Petersilie; daneben ein Schälchen mit dunklen Kalamata-Oliven, Zitronenspalten, ein Holzbrett mit halbierten Tomaten und ein rot-weiß gestreiftes Tuch
Alles wird kurz vor dem Essen zusammengesetzt und sofort eingewickelt — vorbereitete Brote weichen durch.

Die Reihenfolge beim Füllen und das Einwickeln

Hier liegt der eigentliche Trick des ganzen Rezepts, und er kostet nichts: Tzatziki zuerst auf das Brot, dann das heiße Fleisch, dann Tomate, Gurke und Zwiebel, und ganz zum Schluss obenauf die Pommes.

Der Grund ist einfach. Die Sauce lässt sich nur auf dem flachen Brot gleichmäßig verstreichen und hält die Füllung anschließend zusammen wie ein Klebstoff. Kommt sie dagegen zum Schluss darüber, läuft sie durch die Pommes hindurch nach unten und weicht sie in kürzester Zeit auf. Liegen die Kartoffelstangen dagegen ganz oben, haben sie nur von einer Seite Kontakt mit der Feuchtigkeit und bleiben bis zum letzten Bissen fest.

Die Petersilie kommt zuletzt dazu, in ganzen Blättern statt gehackt. Sie schmeckt so kräftiger und sieht in der offenen Pita besser aus. Dann wird gewickelt: das Brot mit der Füllung leicht zusammendrücken, ein Blatt Butterbrot- oder Backpapier darunterlegen, die untere Hälfte fest um das Brot schlagen und das Papier unten zusammendrehen. So bleibt die Füllung, wo sie hingehört, und die Hände bleiben sauber. Serviert wird sofort — jede Minute Wartezeit geht auf Kosten des Brotes.


Vorbereiten, aufbewahren und was dazu passt

Für Gäste lässt sich fast alles vorziehen. Das Fleisch liegt am besten schon am Vorabend in der Marinade, das Tzatziki hält abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank, und das Gemüse kann eine Stunde vorher geschnitten werden. Was sich nicht vorbereiten lässt, sind die beiden heißen Komponenten: Pommes und Fleisch werden gebraten, während das Brot warm wird, und alles wandert direkt danach zusammen.

Gebratenes Gyros hält sich abgedeckt zwei Tage. Aufgewärmt wird es kurz in der heißen Pfanne, nicht in der Mikrowelle — dort wird es in Sekunden zäh. Fertig gefüllte Pita-Brote lassen sich dagegen nicht aufbewahren; nach einer halben Stunde ist das Brot weich und die Füllung kalt.

Auf den Tisch kommen dazu ein Schälchen dunkle Kalamata-Oliven, Zitronenspalten zum Darüberdrücken und eine kleine Schale mit zusätzlichem Joghurt für alle, die noch mehr Sauce möchten. Mehr braucht es nicht — dieses Brot ist eine vollständige Mahlzeit und entsprechend sättigend. Wer trotzdem etwas dazu servieren will, bleibt bei einem frischen Tomatensalat mit Olivenöl und Oregano.


Häufige Fragen zu Gyros im Pita

Welches Fleisch eignet sich am besten für Gyros im Pita?

Schweinenacken ist die klassische Wahl, weil er genug Eigenfett hat, um hohe Hitze auszuhalten, ohne trocken zu werden. Mageres Filet oder Schnitzelfleisch eignet sich nicht. Als Alternative funktioniert Hähnchenschenkelfilet sehr gut, Hähnchenbrust dagegen wird bei dieser Hitze zäh.

Kann man Gyros im Pita ohne Drehspieß in der Pfanne zubereiten?

Ja, und zwar sehr nah am Original. Entscheidend sind hauchdünne Streifen von höchstens 5 mm (0,2 in), eine wirklich heiße Pfanne und das Braten in zwei bis drei Portionen. Ein senkrechter Spieß ist für die häusliche Küche nicht nötig.

Warum wird das Gyros in der Pfanne grau statt braun?

Weil zu viel Fleisch gleichzeitig in der Pfanne liegt. Die Temperatur bricht ein, das Fleisch gibt Flüssigkeit ab und kocht darin, statt zu bräunen. Die Lösung ist immer dieselbe: kleinere Portionen, heiß vorheizen und die erste Minute nicht rühren.

Wie lange muss das Fleisch für Gyros im Pita marinieren?

Zwei Stunden sind das Minimum, über Nacht im Kühlschrank ist deutlich besser. Vor dem Braten sollte das Fleisch 20 bis 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, damit es die Pfanne nicht herunterkühlt.

Warum wird das Tzatziki für Gyros wässrig?

Weil die geraspelte Gurke nicht kräftig genug ausgedrückt wurde. Sie wird gesalzen, zehn Minuten stehen gelassen und dann mit beiden Händen fest ausgepresst. Auch der Joghurt spielt eine Rolle: griechischer Joghurt mit 10 Prozent Fett bleibt dick, magere Varianten nicht.

Gehören Pommes wirklich mit ins Gyros-Pita?

Ja, in Griechenland ist das der Standard und kein Zusatz. Sie fangen den Fleischsaft auf und bringen eine milde, sättigende Ebene zwischen würziges Fleisch und kühles Tzatziki. Wichtig sind dicke Stangen, die nicht sofort durchweichen.

Welches Pita-Brot passt zu Gyros?

Griechische Pita ohne Tasche, etwas dicker und weicher als das dünne Fladenbrot mit Hohlraum. Sie wird belegt und gerollt, nicht aufgeschnitten. Taschenbrot lässt sich verwenden, reißt beim Rollen aber an der Kante ein und wird dann besser als Tasche gefüllt.

Kann man Gyros im Pita vorbereiten?

Die Bestandteile ja, das fertige Brot nein. Fleisch marinieren, Tzatziki anrühren und Gemüse schneiden lassen sich problemlos vorziehen. Gefüllt und gewickelt wird erst unmittelbar vor dem Essen, sonst ist das Brot nach einer halben Stunde weich.

Was passt als Beilage zu Gyros im Pita?

Sehr wenig, denn das gefüllte Brot ist bereits eine komplette Mahlzeit. Auf den Tisch gehören dunkle Kalamata-Oliven, Zitronenspalten und eine kleine Schale mit extra Joghurt. Wer mehr möchte, serviert einen einfachen Tomatensalat mit Olivenöl und Oregano.

Drei gefüllte griechische Pita-Brote von oben, alle in weißes Papier gewickelt: zwei auf einem hellen, gesprenkelten Teller auf runder Korbmatte, das dritte links daneben auf dem Tisch; sichtbar sind gebratene Fleischstreifen, weiße Joghurtsauce, dicke hellgoldene Pommes frites, rote Tomatenspalten, Gurkenscheiben, rote Zwiebelringe und glatte Petersilie; hellgrüner Untergrund mit Holzbrett, Schälchen mit dunklen Kalamata-Oliven, Zitronenspalten und rot-weiß gestreiftem Tuch
Griechisches Gyros im Pita-Brot mit Tzatziki, Pommes und Salat

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Griechisches Gyros im Pita-Brot mit Tzatziki, Pommes und Salat

Griechisches Gyros im Pita-Brot mit Tzatziki, Pommes und Salat

Gyros aus der Pfanne, ganz ohne Drehspieß: hauchdünn geschnittener Schweinenacken, der mindestens zwei Stunden in Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch, Oregano, Paprika und Kreuzkümmel zieht und anschließend in Portionen bei großer Hitze kräftig gebräunt wird. Dazu ein dickes Tzatziki aus griechischem Joghurt mit gut ausgedrückter Gurke, dicke Pommes frites aus dem Ofen, Tomate, Gurke, rote Zwiebel und glatte Petersilie. Alles wandert in ein warm gemachtes griechisches Pita-Brot, und zwar in einer festen Reihenfolge: Tzatziki zuerst auf das Brot, dann das Fleisch, dann das Gemüse, die Pommes ganz zum Schluss obenauf. So bleiben die Kartoffelstangen fest, statt in der Sauce durchzuweichen. Serviert wird in Papier gewickelt, mit dunklen Kalamata-Oliven und Zitronenspalten dazu.
Servings 4 gefüllte Pita-Brote
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Anfrieren zum Schneiden und Marinierzeit, besser über Nacht 2 Stunden 40 Minuten
Gesamtzeit 3 Stunden 40 Minuten

Kochutensilien

  • Große, schwere Pfanne (mindestens 28 cm (11 in) Durchmesser, damit das Fleisch nebeneinander liegt)
  • scharfes Messer (für hauchdünne Fleischstreifen von höchstens 5 mm (0,2 in))
  • Verschließbare Schüssel oder Gefrierbeutel (zum Marinieren im Kühlschrank)
  • Backblech (für die Pommes aus dem Ofen)
  • Grobe Reibe (für die Gurke im Tzatziki)
  • Sauberes Küchentuch oder feines Sieb (zum kräftigen Ausdrücken der geraspelten Gurke)
  • Butterbrotpapier oder Backpapier (zum Einwickeln der fertigen Pita-Brote)

Zutaten
  

Für das Gyros-Fleisch

  • 600 g Schweinenacken (sehr dünn geschnitten, höchstens 5 mm (0,2 in); alternativ Hähnchenschenkelfilet)
  • 3 EL Olivenöl (für die Marinade)
  • 2 EL Rotweinessig (macht die Fasern weicher und trägt die Würze nach innen)
  • 3 Zehen Knoblauch (fein gerieben oder gepresst)
  • 2 TL getrockneter Oregano (die Leitwürze des griechischen Gyros)
  • 2 TL edelsüßes Paprikapulver (vor allem für die warme Farbe)
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 1 EL Olivenöl zum Braten (nur falls die Pfanne zu trocken wird)

Für das Tzatziki

  • 300 g griechischer Joghurt (mit 10 Prozent Fett; magere Sorten werden im Brot wässrig)
  • 0,5 Salatgurke (etwa 150 g, grob geraspelt und kräftig ausgedrückt)
  • 1-2 Zehen Knoblauch (über Nacht wird das Tzatziki deutlich schärfer)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Weißweinessig
  • Salz (zum Abschmecken sowie zum Entwässern der Gurke)

Für die Pommes

  • 400 g dicke Pommes frites (tiefgekühlt oder aus etwa 500 g mehligkochenden oder vorwiegend festkochenden Kartoffeln selbst geschnitten; keine dünnen Streichhölzer)
  • 1 EL Olivenöl (nur bei selbst geschnittenen Kartoffeln nötig)
  • Salz (direkt nach dem Backen darüberstreuen)

Zum Füllen und Servieren

  • 4 griechische Pita-Brote (ohne Tasche, etwa 20 cm (8 in) Durchmesser)
  • 2 Tomaten (in Spalten oder dicke Scheiben geschnitten)
  • 0,5 Salatgurke (in Scheiben)
  • 1 rote Zwiebel (in feine Ringe geschnitten)
  • 0,5 Bund glatte Petersilie (in ganzen Blättern, nicht gehackt)
  • 1 Zitrone (in Spalten, zum Darüberdrücken)
  • 100 g Kalamata-Oliven (zum Dazustellen)
  • 1 EL Olivenöl mit Oregano (zum dünnen Bestreichen der Pita-Brote vor dem Aufwärmen)

Anleitungen
 

  • Fleisch schneiden und marinieren:
    Den Schweinenacken 30 bis 40 Minuten ins Gefrierfach legen, dann mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Streifen von höchstens 5 mm (0,2 in) schneiden.
    Olivenöl, Rotweinessig, geriebenen Knoblauch, Oregano, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer verrühren, das Fleisch darin wenden und abgedeckt mindestens 2 Stunden kalt stellen, besser über Nacht.
    20 bis 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen.
  • Tzatziki anrühren:
    Die halbe Salatgurke grob raspeln, leicht salzen und 10 Minuten stehen lassen.
    Anschließend in einem Küchentuch mit beiden Händen kräftig ausdrücken, bis kaum noch Flüssigkeit kommt.
    Mit dem griechischen Joghurt, dem geriebenen Knoblauch, Olivenöl und Weißweinessig verrühren, salzen und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  • Pommes backen:
    Den Ofen auf 220 °C (428 °F) Ober- und Unterhitze vorheizen.
    Die dicken Pommes auf einem Backblech in einer Lage verteilen, selbst geschnittene Kartoffelstangen vorher mit 1 EL Olivenöl mischen.
    25 bis 30 Minuten backen, nach der Hälfte einmal wenden, bis sie hellgolden und an den Kanten fest sind. Sofort nach dem Backen salzen.
  • Gemüse vorbereiten:
    Die Tomaten in Spalten oder dicke Scheiben schneiden, die halbe Gurke in Scheiben, die rote Zwiebel in feine Ringe.
    Die Petersilie waschen und die Blätter ganz lassen. Zitronenspalten schneiden und die Kalamata-Oliven in ein Schälchen füllen.
  • Fleisch in Portionen braten:
    Die große Pfanne ohne Fett stark erhitzen, bis ein Wassertropfen sofort zischt. Das marinierte Fleisch in 2 bis 3 Portionen locker nebeneinander einlegen, 1 bis 2 Minuten nicht bewegen, dann wenden und weitere 1 bis 2 Minuten braten, bis es kräftig gebräunt ist.
    Zwischen den Portionen die Pfanne kurz mit Küchenpapier auswischen und, falls sie dabei zu trocken wird, vor der nächsten Portion 1 EL Olivenöl zugeben. Am Ende alles zurück in die Pfanne geben und kurz durchschwenken.
  • Pita-Brote aufwärmen:
    Die Pita-Brote dünn mit dem Oregano-Olivenöl bestreichen und trocken in einer heißen Pfanne 30 bis 45 Sekunden pro Seite erwärmen, bis sie weich und biegsam sind.
    Alternativ alle vier zusammen in Alufolie gewickelt bei 180 °C (356 °F) 3 bis 4 Minuten in den Ofen geben. Erst unmittelbar vor dem Füllen aufwärmen, denn abgekühlte Pita wird zäh.
  • In der richtigen Reihenfolge füllen, einwickeln und sofort servieren:
    Zuerst das Tzatziki auf das warme Brot streichen, darauf das heiße Fleisch, dann Tomate, Gurke und rote Zwiebel, ganz zum Schluss die Pommes obenauf und die Petersilienblätter.
    Nur so bleiben die Pommes fest, statt in der Sauce durchzuweichen.
    Das Brot leicht zusammendrücken, in Butterbrotpapier wickeln und unten zusammendrehen. Mit Kalamata-Oliven und Zitronenspalten sofort servieren.
    Nahaufnahme eines gefüllten griechischen Pita-Brots auf einem hellen, gesprenkelten Teller mit rosé Rand: dunkel gebratene Fleischstreifen, rote Zwiebelringe, dicke hellgoldene Pommes frites, rote Tomatenspalten, eine Gurkenscheibe und glatte Petersilie; grüner Holztisch, im Hintergrund unscharf ein Schälchen Joghurt und dunkle Oliven

Notizen

Tipps:
  • Das Fleisch in 2 bis 3 Portionen braten, nie die ganze Menge auf einmal — sonst bricht die Temperatur ein und es kocht im eigenen Saft, statt zu bräunen.
  • Die geraspelte Gurke salzen, 10 Minuten ziehen lassen und dann mit beiden Händen fest auspressen, sonst wird das Tzatziki wässrig.
  • Beim Füllen die Reihenfolge einhalten: Tzatziki, Fleisch, Gemüse, Pommes ganz zum Schluss obenauf.
Aufbewahrung: Gebratenes Gyros hält abgedeckt 2 Tage und wird kurz in der heißen Pfanne aufgewärmt, nicht in der Mikrowelle. Fertig gefüllte Pita-Brote lassen sich nicht aufbewahren.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 940kcalCarbohydrates: 78gProtein: 41gFat: 50gSodium: 1250mgFiber: 6gSugar: 7g
Calories: 940kcal
Gericht: Brotgericht, Fleischgericht, Gemüse, Hauptgerichte, Sandwich
Küche: Europäisch, Griechisch, Mediterran
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die den Geschmack der griechischen Imbisstheke in die eigene Küche holen möchten, ohne dafür einen Drehspieß anzuschaffen. Das Rezept eignet sich besonders für Abende mit Freunden oder Familie, bei denen jeder sein Brot selbst zusammenstellt: Fleisch, Tzatziki, Gemüse und Pommes kommen in Schüsseln auf den Tisch, das warme Pita-Brot daneben. Es ist eine sättigende, unkomplizierte Mahlzeit ohne Besteck, die Kinder genauso überzeugt wie Erwachsene, und der Großteil der Arbeit lässt sich am Vortag erledigen. Wer schon einmal enttäuscht war, weil das selbst gebratene Gyros grau und wässrig geworden ist, findet hier die drei Stellen, an denen es tatsächlich entschieden wird.

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