Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Festlicher Lebkuchenteig

Klassischer Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen, gezielt rot eingefärbt – mit tiefem Weinrot, das bewusst kein Signalrot sein will.

3. August 2026
Rating: 0.00
(0)

Springe zu Rezept

Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Wer ein knallrotes Bild im Kopf hat, stutzt beim ersten Blick in die Rührschüssel: Lebkuchenteig ist von Natur aus tiefbraun, und dieses Braun schluckt jeden Tropfen Farbe ein Stück weit. Am Ende kommt kein Signalrot aus dem Ofen, sondern ein sattes, festliches Weinrot – und genau darin liegt der Reiz dieser Plätzchen.


Wer diesen Teig zum ersten Mal anrührt, beschäftigt sich vor allem mit einer Frage: Welcher Rotton kommt am Ende wirklich aus dem Ofen? Die Basis dafür ist der klassische, würzige Lebkuchen-Ausstechteig aus Mehl, braunem Zucker, Ahornsirup und der vertrauten Lebkuchen-Gewürzmischung – rot getönt und gedacht für festliche Formen, die anschließend verziert werden. Die eigentliche Herausforderung steckt nicht im Teig selbst, der gelingt zuverlässig, sondern in der Farbe. Ein brauner Teig verhält sich beim Einfärben völlig anders als ein heller Plätzchenteig, und wer das versteht, spart sich die Enttäuschung über einen Ton, der einfach nicht leuchten will. Dieser Beitrag zeigt, wie das Rot so tief und gleichmäßig wie möglich wird, warum Gel besser funktioniert als flüssige Farbe und welche natürliche Alternative es gibt. Er ist damit das rote Gegenstück zu grün eingefärbtem Lebkuchen und dreht sich ganz allein um den eingefärbten Teig.

Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren
Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Braun schluckt Rot: was auf dem Blech wirklich herauskommt

Der wichtigste Gedanke zuerst, damit später keine Enttäuschung aufkommt: Ein Lebkuchenteig ist bereits tiefbraun, bevor auch nur ein Hauch Farbe hineinkommt. Die dunklen Gewürze, der braune Zucker und der Ahornsirup geben ihm von Anfang an einen kräftigen, erdigen Ton. Wird nun rote Farbe eingerührt, mischt sie sich nicht auf einem weißen Blatt, sondern auf einem dunklen Untergrund. Das Ergebnis ist so ähnlich, wie wenn ein roter Wasserfarbton in ein bereits braun getöntes Wasserglas gerührt wird: Es entsteht nie ein leuchtendes Feuerwehrrot, sondern ein tiefes Bordeaux, ein sattes Kirschrot oder ein warmes Weinrot.

Das ist kein Fehler und kein Zeichen von zu wenig Farbe, sondern schlicht die Natur eines braunen Teigs. Immer mehr Gel hineinzurĂĽhren, in der Hoffnung auf Signalrot, fĂĽhrt nur dazu, dass der Teig irgendwann bitter schmeckt und klebrig wird, ohne dass das Rot spĂĽrbar heller wĂĽrde. Wer sich von vornherein auf einen dunklen, edlen Rotton einstellt, ist am glĂĽcklichsten. Gerade auf dem Weihnachtsteller wirkt dieses tiefe Weinrot ausgesprochen festlich, besonders neben einer schneeweiĂźen Verzierung.


Gel-Lebensmittelfarbe statt flĂĽssiger Farbe

Für einen kräftigen Ton führt praktisch kein Weg an Gel-Lebensmittelfarbe vorbei. Der Grund ist einfach: Gel ist hochkonzentriertes Farbpigment mit nur einem winzigen Anteil Flüssigkeit. Schon ein bis zwei Teelöffel genügen, um die ganze Portion Teig durchzufärben, ohne dass sich die Konsistenz verändert.

Flüssige Lebensmittelfarbe dagegen bringt vor allem Wasser mit. Um überhaupt einen sichtbaren Ton zu erreichen, müsste man so viel davon einrühren, dass der Teig weich, klebrig und schwer auszurollen würde. Ein Ausstechteig braucht aber eine feste, geschmeidige Konsistenz, die beim Ausstechen saubere Kanten hält, und genau die geht verloren, sobald zu viel Flüssigkeit hineinkommt. Wer nur flüssige Farbe zur Hand hat, gleicht die zusätzliche Feuchtigkeit am besten mit ein bis zwei Esslöffeln Mehl aus. Deutlich einfacher und zuverlässiger bleibt der Griff zum Gel.


Die Farbe gehört in die feuchte Basis – noch vor dem Mehl

Wann die Farbe in den Teig kommt, hat großen Einfluss darauf, wie gleichmäßig sie sich verteilt. Am besten wird die rote Gel-Farbe zusammen mit den feuchten Zutaten eingerührt – also dann, wenn Butter, brauner Zucker, Ei, Ahornsirup und Vanilleextrakt bereits zu einer glatten Masse verrührt sind, das Mehl aber noch nicht dazugekommen ist. In dieser weichen, cremigen Grundlage lässt sich die Farbe mühelos und vollständig verteilen, bis keine einzige helle oder dunkle Schliere mehr zu sehen ist.

Kommt die Farbe erst später dazu, wenn der Teig schon fest ist, beginnt der Ärger. Um sie einzuarbeiten, muss kräftig geknetet werden, und jedes zusätzliche Kneten macht den Lebkuchenteig zäh. Häufig bleiben dann marmorierte Schlieren zurück, die sich auch mit viel Mühe nicht mehr ganz auflösen. Die Regel ist deshalb denkbar einfach: erst färben, dann das Mehl unterrühren. So bekommt der ganze Teig einen einheitlichen Ton, und die ausgestochenen Formen sehen später gleichmäßig aus.

Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren
Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Wer ein helleres Rot möchte – eine ehrliche Abwägung

Manchmal soll es doch etwas klarer und leuchtender rot sein, etwa für Weihnachtssterne oder Herzen, die kräftig strahlen sollen. Das ist möglich, hat aber seinen Preis, und diesen Kompromiss sollte man kennen. Je dunkler die Grundfarbe des Teigs, desto stärker dämpft sie das Rot – also lässt sich am hellsten Ergebnis genau dort schrauben.

Konkret heißt das: Ein Teil der dunklen Gewürze, vor allem die gemahlenen Nelken und die Muskatnuss, kann reduziert werden, und der braune Zucker lässt sich teilweise oder ganz durch hellen Zucker ersetzen. Der Teig wird dadurch von Haus aus heller, und das eingerührte Rot kommt klarer zur Geltung. Der Haken ist ehrlich gesagt geschmacklicher Natur: Mit weniger dunklen Gewürzen und ohne braunen Zucker verliert das Gebäck einen guten Teil seines typischen, würzig-karamelligen Lebkuchen-Charakters. Es wird dann eher ein festlich gewürzter Keks in kräftigem Rot als ein echter Lebkuchen. Wer den Lebkuchengeschmack liebt, bleibt besser beim dunklen Teig und dem satten Weinrot. Wer die Farbe über den Geschmack stellt, hat mit diesem Tausch einen guten Hebel in der Hand.


Rote-Bete-Pulver als natĂĽrliche Alternative

Wer künstliche Farbe ganz vermeiden möchte, kann zu Rote-Bete-Pulver greifen. Es ist getrocknete, fein gemahlene Rote Bete und bringt einen natürlichen, rötlichen Ton mit. Ein bis zwei Esslöffel werden einfach unter die trockenen Zutaten gemischt oder in die feuchte Basis eingerührt.

Auch hier lohnt sich ein ehrliches Wort zur Erwartung: Das Rot aus der Roten Bete ist noch gedämpfter als das aus dem Gel. Auf dem ohnehin braunen Lebkuchenteig entsteht eher ein warmer, erdiger Altrosa- bis Ziegelrotton als ein klares Rot. Dafür ist die Farbe vollständig natürlich, und der leicht erdige Beigeschmack der Roten Bete verträgt sich erstaunlich gut mit den weihnachtlichen Gewürzen – er verschwindet fast vollständig hinter Zimt, Ingwer und Nelke. Für alle, die auf natürliche Zutaten Wert legen und mit einem sanfteren, gedeckten Rot zufrieden sind, ist das eine schöne Lösung.


Ausrollen, Ausstechen und sauber verzieren

Bevor der Teig ausgerollt wird, braucht er unbedingt seine Ruhe im Kühlschrank – mindestens eine Stunde, gut in Folie eingeschlagen. Der kalte Teig lässt sich nicht nur leichter ausrollen, er behält beim Backen auch seine Form, sodass die ausgestochenen Kanten scharf bleiben. Auf einer leicht bemehlten Fläche wird er etwa 0,5 cm (0,2 in) dünn ausgerollt; dünner gerät er leicht zu hart, dicker verliert er die feine Kontur.

Nach dem Ausstechen kommen die Formen auf ein mit Backpapier belegtes Blech und backen bei 175 °C (347 °F) rund 8 bis 10 Minuten. Ein wichtiger Hinweis speziell für roten Teig: Die Farbe darf nicht als Bräunungsanzeiger missverstanden werden. Weil der Teig ohnehin dunkel ist, sieht man das klassische Goldbraun kaum – die Kekse sind fertig, wenn die Ränder gerade fest werden, nicht erst, wenn sie sichtbar dunkler sind. Wer zu lange wartet, bekommt trockene, verbrannte Ränder. Nach dem Backen müssen die Plätzchen vollständig auskühlen, bevor sie verziert werden. Am schönsten wirkt schneeweiße Eiweißglasur auf dem tiefen Weinrot – der Kontrast ist genau das festliche Gegenstück zu weiß verziertem grünem Lebkuchen.


Aufbewahrung

Der ungebackene Rote Lebkuchen-Keksteig hält sich gut in Folie gewickelt zwei bis drei Tage im Kühlschrank und lässt sich sogar einfrieren – dann einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen und vor dem Ausrollen kurz Zimmertemperatur annehmen lassen. Gebackene, noch unverzierte Kekse bleiben in einer gut schließenden Dose ein bis zwei Wochen frisch und behalten ihren Rotton dabei zuverlässig. Sind die Plätzchen mit Glasur verziert, sollte diese zunächst vollständig durchtrocknen, bevor die Kekse vorsichtig in Schichten zwischen Backpapier gestapelt werden. So bleibt die Verzierung heil und das Rot leuchtet bis zum letzten Keks.

Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren
Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Häufige Fragen rund um den Roten Lebkuchen-Keksteig

Warum wird der Rote Lebkuchen-Keksteig nicht knallrot, sondern eher weinrot?

Weil der Teig durch die dunklen Gewürze, den braunen Zucker und den Ahornsirup von Natur aus tiefbraun ist. Dieses Braun dämpft jede rote Farbe, ähnlich wie ein Tropfen Rot in einem braun getönten Glas Wasser. Das Ergebnis ist deshalb immer ein sattes Bordeaux bis Kirschrot und kein Signalrot – das gehört zum Charakter dieses Gebäcks.

Sollte man fĂĽr den Roten Lebkuchen-Keksteig Gel- oder flĂĽssige Lebensmittelfarbe verwenden?

Gel-Lebensmittelfarbe ist die deutlich bessere Wahl. Sie ist hochkonzentriert und färbt schon mit ein bis zwei Teelöffeln, ohne die Konsistenz zu verändern. Flüssige Farbe bringt viel Wasser mit und macht den Teig weich und klebrig, sodass er sich schwer ausrollen lässt.

Wann kommt die Farbe in den Roten Lebkuchen-Keksteig?

Am besten wird die Farbe in die feuchte Basis eingerührt, also zu Butter, Zucker, Ei, Ahornsirup und Vanille – noch bevor das Mehl dazukommt. In der weichen Masse verteilt sie sich mühelos und ohne Schlieren. Kommt sie erst in den festen Teig, muss man kräftig kneten, und das macht den Lebkuchen zäh.

Wie bekommt man den Roten Lebkuchen-Keksteig heller und klarer im Rot?

Indem die dunkle Grundfarbe des Teigs abgeschwächt wird: einen Teil der Nelken und Muskatnuss reduzieren und den braunen Zucker durch hellen Zucker ersetzen. Das Rot leuchtet dann klarer. Der Preis dafür ist ehrlicherweise weniger typischer Lebkuchengeschmack – es wird eher ein würziger roter Keks als ein echter Lebkuchen.

Kann man den Roten Lebkuchen-Keksteig mit Rote-Bete-Pulver natürlich färben?

Ja, ein bis zwei Esslöffel Rote-Bete-Pulver bringen einen natürlichen, rötlichen Ton. Das Ergebnis ist allerdings noch gedämpfter als beim Gel, eher ein warmes Altrosa bis Ziegelrot. Der leicht erdige Beigeschmack verschwindet fast vollständig hinter Zimt, Ingwer und Nelke.

Wie dĂĽnn rollt man den Roten Lebkuchen-Keksteig aus?

Etwa 0,5 cm (0,2 in) dünn auf leicht bemehlter Fläche. Dünner ausgerollt geraten die Kekse leicht zu hart und brechen, dicker verlieren sie die feine Kontur der Ausstechform. Wichtig ist, den Teig vorher gut durchzukühlen, damit er sich sauber ausrollen und ausstechen lässt.

Kann man den Roten Lebkuchen-Keksteig vorbereiten und einfrieren?

Ja, der ungebackene Teig lässt sich problemlos einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und vor dem Ausrollen kurz Zimmertemperatur annehmen lassen. Auch gebackene, unverzierte Kekse bleiben in einer gut schließenden Dose ein bis zwei Wochen frisch.

Womit verziert man die roten Lebkuchen-Kekse am schönsten?

Am wirkungsvollsten ist schneeweiße Eiweißglasur oder ein weißer Zuckerguss. Der Kontrast von reinem Weiß auf tiefem Weinrot wirkt besonders festlich und ist das rote Gegenstück zu weiß verziertem grünem Lebkuchen. Die Glasur immer erst auf vollständig ausgekühlte Kekse auftragen.


Das könnte Sie auch interessieren

Lebkuchen-Kekse mit EiweiĂźglasur – Die klassischen braunen Ausstech-Lebkuchen, aus denen der rote Teig hier weiterentwickelt ist.

Royal Icing – EiweiĂźglasur zum Verzieren – Die schneeweiĂźe Glasur, die auf dem tiefen Weinrot den festlichsten Kontrast macht.

GefĂĽllte Lebkuchen-Männchen mit Buttercreme – Eine verspielte Variante aus demselben wĂĽrzigen Ausstechteig.

Lebkuchen-Cupcakes mit Eierlikör-Frosting – Dieselbe GewĂĽrzwelt, nur als saftiges Törtchen statt als Keks.

Lebkuchen-Gugelhupf mit Karamellkern – Ein groĂźer Kuchen fĂĽr alle, die den Lebkuchengeschmack lieben.

Lebkuchen-Torte mit Orangenmarmelade – Festliche Schichttorte mit dem vertrauten Winteraroma.

Oster-Spiegelei-Cookies mit Zuckerglasur – Noch ein Ausstech- und Verzier-Projekt, wenn Weihnachten vorbei ist.

Vanillekipferl mit Vanille und Mandeln – Der zarte, helle Klassiker als GegenstĂĽck auf dem Plätzchenteller.

Winterlicher Mandarinen-Kastenkuchen mit LebkuchengewĂĽrz – Wenn das LebkuchengewĂĽrz auch nach den Feiertagen bleiben darf.

Blutorangen-Crinkle-Cookies mit Marmor-Effekt – Bunte Kekse fĂĽr alle, die gern mit Farbe im Teig spielen.

Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Ein klassischer, würziger Lebkuchen-Keksteig aus Mehl, braunem Zucker, Ahornsirup und der vertrauten Gewürzmischung aus Zimt, Ingwer, Nelke und Muskat – tief rot eingefärbt und gedacht zum Ausstechen festlicher Formen. Weil der Teig von Natur aus tiefbraun ist, wird aus dem Rot kein Signalrot, sondern ein sattes Weinrot bis Kirschrot. Die Farbe kommt als konzentriertes Gel in die feuchte Basis, noch bevor das Mehl untergerührt wird, damit sie sich gleichmäßig und ohne Schlieren verteilt. Wer künstliche Farbe vermeiden möchte, kann stattdessen Rote-Bete-Pulver verwenden. Nach mindestens einer Stunde im Kühlschrank wird der Teig etwa 0,5 cm (0,2 in) dünn ausgerollt, ausgestochen und bei 175 °C (347 °F) rund 8 bis 10 Minuten gebacken. Ergibt etwa 24 Kekse.
Servings 24 Kekse
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Teig kĂĽhlen 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 35 Minuten

Kochutensilien

  • groĂźe RĂĽhrschĂĽssel
  • HandrĂĽhrgerät oder KĂĽchenmaschine (zum cremigen Aufschlagen von Butter und Zucker)
  • Frischhaltefolie (zum Einschlagen des Teigs beim KĂĽhlen)
  • Nudelholz
  • Ausstechformen (nach Belieben, zum Beispiel Sterne oder Herzen)
  • Backblech mit Backpapier

Zutaten
  

FĂĽr den roten Lebkuchen-Keksteig (ergibt etwa 24 Kekse)

  • 360 g Mehl (Type 405, plus etwas zum Ausrollen)
  • 0.75 TL Natron
  • 0.5 TL Salz
  • 1 TL Zimt (gemahlen)
  • 1 TL Ingwer (gemahlen)
  • 0.75 TL Nelken (gemahlen)
  • 0.5 TL Muskatnuss (gemahlen)
  • 170 g Butter (weich, zimmerwarm)
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 120 ml Ahornsirup
  • 1-2 TL rote Gel-Lebensmittelfarbe (je nach gewĂĽnschter Farbtiefe; oder als natĂĽrliche Alternative 1 bis 2 EL Rote-Bete-Pulver)

Anleitungen
 

  • Trockene Zutaten mischen:
    Mehl, Natron, Salz, Zimt, Ingwer, gemahlene Nelken und Muskatnuss in einer SchĂĽssel vermengen und beiseitestellen.
  • Feuchte Basis cremig rĂĽhren und einfärben:
    Weiche Butter mit dem braunen Zucker hell und cremig aufschlagen. Ei, Vanilleextrakt und Ahornsirup unterrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Jetzt die rote Gel-Lebensmittelfarbe einrühren – noch vor dem Mehl, damit sich die Farbe gleichmäßig und ohne Schlieren verteilt.
  • Teig zusammenfĂĽhren:
    Die Mehlmischung nach und nach unterrühren, nur so lange, bis ein gleichmäßiger, geschmeidiger Teig entsteht. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Lebkuchen zäh.
    Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren
  • KĂĽhlen:
    Den Teig flach drĂĽcken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 60 Minuten kalt stellen.
    Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren
  • Ausrollen und ausstechen:
    Den kalten Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwa 0,5 cm (0,2 in) dünn ausrollen. Nach Belieben Formen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
    Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren
  • Backen:
    Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (347 °F) etwa 8 bis 10 Minuten backen. Da der Teig dunkel ist, dient die Farbe nicht als Bräunungsanzeiger – die Kekse sind fertig, sobald die Ränder gerade fest sind.
    Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren
  • AuskĂĽhlen und verzieren:
    Die Plätzchen vollständig auskühlen lassen. Anschließend nach Wunsch mit schneeweißer Eiweißglasur oder Zuckerguss verzieren; der Kontrast von Weiß auf tiefem Weinrot wirkt besonders festlich.
    Roter Lebkuchen-Keksteig zum Ausstechen und Verzieren

Notizen

Ehrlich zur Farbe: Lebkuchenteig ist von Natur aus tiefbraun, und dieses Braun dämpft jedes Rot. Aus dem Teig wird deshalb ein sattes Weinrot bis Kirschrot, kein Signalrot. Immer mehr Farbe hineinzurühren hilft nicht, sondern macht den Teig nur klebrig und bitter.
Gel statt flüssiger Farbe: Gel-Lebensmittelfarbe ist hochkonzentriert und färbt mit 1 bis 2 TL, ohne die Konsistenz zu verändern. Flüssige Farbe bringt zu viel Wasser mit und macht den Ausstechteig weich und klebrig.
Farbe vor dem Mehl: Die Farbe in die feuchte Basis (Butter, Zucker, Ei, Ahornsirup, Vanille) einrühren, bevor das Mehl dazukommt – so verteilt sie sich gleichmäßig und ohne Schlieren.
Helleres Rot als Abwägung: Wer ein klareres Rot möchte, kann einen Teil der dunklen Gewürze (Nelken, Muskat) reduzieren und braunen Zucker durch hellen Zucker ersetzen. Das leuchtet stärker, kostet aber typischen Lebkuchengeschmack.
Natürliche Alternative: Statt Gel funktioniert Rote-Bete-Pulver (1 bis 2 EL). Der Ton ist noch gedämpfter, eher ein warmes Altrosa bis Ziegelrot, dafür vollständig natürlich.
Backhinweis: Weil der Teig dunkel ist, lässt sich der Gargrad nicht an der Bräunung ablesen. Die Kekse sind fertig, wenn die Ränder gerade fest werden, nicht erst, wenn sie sichtbar dunkler sind.
Allergiehinweis: Enthält Gluten (Mehl), Ei und Milch (Butter).
Aufbewahrung: Ungebackener Teig hält in Folie gewickelt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank und lässt sich einfrieren. Gebackene, unverzierte Kekse bleiben in einer gut schließenden Dose 1 bis 2 Wochen frisch. Verzierte Kekse erst nach dem vollständigen Trocknen der Glasur zwischen Backpapier stapeln.

Nährwerte

Serving: 1gCalories: 142kcalCarbohydrates: 20gProtein: 1gFat: 6gSodium: 90mgSugar: 9g
Calories: 142kcal
Gericht: Backwaren, Kekse, Plätzchen, Weihnachtsgebäck
Küche: Deutsch, Europäisch, Mitteleuropäisch
Ernährungsform: Vegetarisch
Schlagwort: bunter Lebkuchenteig, Lebkuchen mit Lebensmittelfarbe, Lebkuchen verzieren, Lebkuchen-Ausstechteig, Lebkuchen-Kekse zum Ausstechen, Lebkuchenteig einfärben, Rote-Bete-Pulver zum Backen, roter Lebkuchen, Roter Lebkuchen-Keksteig, Weihnachtsplätzchen einfärben

📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die den Weihnachtsteller etwas bunter gestalten und neben dem klassischen braunen Lebkuchen auch eine rote Variante ausstechen möchten. Der Teig eignet sich hervorragend zum gemeinsamen Backen und Verzieren mit Kindern, weil er geduldig ist und sich in beliebige Formen bringen lässt. Wer realistische Erwartungen an die Farbe mitbringt und sich auf ein edles, tiefes Weinrot statt auf Signalrot freut, wird mit festlichen Plätzchen belohnt, die auf jeder Weihnachtstafel ins Auge fallen – besonders in Kombination mit schneeweißer Glasur.

🔎 Suchen Sie nach: Roter Lebkuchen-Keksteig, Lebkuchenteig einfärben, roter Lebkuchen, Lebkuchen-Kekse zum Ausstechen, Lebkuchen mit Lebensmittelfarbe, bunter Lebkuchenteig, Weihnachtsplätzchen einfärben, Lebkuchen verzieren, Rote-Bete-Pulver zum Backen, Lebkuchen-Ausstechteig


Haben Sie diesen Roten Lebkuchen-Keksteig ausprobiert? Bitte teilen Sie Ihre Eindrücke oder Vorschläge durch einen Kommentar unten. Ihr Feedback hilft anderen Lesern, die Kochkünste zu verbessern und etwas Neues zu probieren!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Rezeptbewertung




Like 1.2K
Close
VictoryCooks © 2026.
Alle Rechte vorbehalten.
Kochen. Essen. GenieĂźen.
Close