Kokos-Hefekranz mit Vanillecreme – süßer Zupfkranz mit Cocktailkirschen

Gefüllter Hefekranz

Ein Zupfkranz aus weichem Hefeteig, dessen Vanillecreme mitgebacken wird und in den Fugen sichtbar bleibt.

24. September 2026
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Kokos-Hefekranz mit Vanillecreme – süßer Zupfkranz mit Cocktailkirschen

Der Kokos auf diesem Kranz ist schneeweiß, und genau das verrät den entscheidenden Handgriff: Er hat den Ofen nie von innen gesehen. Wer ihn vorher aufstreut, holt ein braunes, bitter schmeckendes Gebäck heraus.


Ein Kranz aus gefüllten Hefeteilchen wirkt wie ein Gebäck, bei dem wenig schiefgehen kann. Tatsächlich entscheiden drei Zeitpunkte über das Ergebnis: wann die Vanillecreme an den Teig kommt, wann der Kokos aufgestreut wird und wann die Schokolade an die Reihe ist. Stimmt einer davon nicht, läuft die Creme auf das Backpapier, verfärbt sich der Kokos dunkel oder verschwinden die Schokoladenfäden matt zwischen den Raspeln. Die Reihenfolge ist bei diesem Kranz wichtiger als jede einzelne Zutat.

Seitenansicht des Kokos-Hefekranzes mit gefüllten Teigrollen und Schokoladenfäden
Acht Teigrollen backen als Kranz zusammen, in den Fugen bleibt die Vanillecreme sichtbar

Warum die Vanillecreme erst nach dem Gehen in die Fugen kommt

Die hellgelben Bänder zwischen den goldbraunen Rollen sind kein Zufall und auch keine Glasur, sondern mitgebackene Vanillecreme. Damit sie dort liegen bleibt, muss sie zwei Bedingungen erfüllen. Erstens die Konsistenz: 30 g Speisestärke auf 350 ml Milch ergeben eine Creme, die vom Löffel in einem Stück abrutscht statt zu fließen. Wer die Stärke reduziert, bekommt eine feine Dessertcreme, die im Ofen dünn wird und an den Nähten ausläuft. Zweitens die Temperatur: Die Creme gehört vollständig kalt und mit dem Schneebesen glatt gerührt in den Spritzbeutel, nicht lauwarm.

Der zweite Punkt ist der Zeitpunkt. In jede Teigrolle kommen etwa 35 g Creme, dann werden Naht und beide Enden fest zusammengedrückt. Die restliche Creme wird aber erst nach der zweiten Gehzeit in die Fugen und auf den inneren Rand gespritzt, direkt vor dem Backen. Während des Gehens legt der Teig noch einmal um die Hälfte zu, und alles, was in den Fugen liegt, wird dabei nach außen auf das Blech geschoben, wo es in Minuten dunkel wird. Ein weiterer Grund für die eher milden 175 °C: Bei größerer Hitze kocht die freiliegende Creme auf und bekommt eine trockene Haut.


Schneeweißer Kokos ist ein Zeitpunkt, keine Zutat

Kokosraspeln sind dünn, trocken und fettreich, sie nehmen Farbe deutlich schneller an als eine Hefeteigkruste. Auf dem rohen Teig verteilt sind sie nach zehn Minuten hellbraun und nach der vollen Backzeit dunkel und bitter. Auf dem fertigen Kranz sieht man dagegen reines Weiß, sogar auf den am tiefsten gebräunten Stellen. Das ist nur möglich, wenn die Raspeln nach dem Backen aufgetragen werden.

Als Kleber dient dabei Aprikosenkonfitüre: fünf Esslöffel mit einem Esslöffel Wasser kurz aufgekocht und durch ein Sieb gestrichen, damit keine Fruchtstücke stören. Diese Glasur wird auf den noch warmen Kranz gepinselt, und zwar wirklich rundum – Oberseite, Innenrand, Außenseite und auch die Cremestellen. Anschließend werden die Raspeln großzügig darübergestreut und die Seiten mit der hohlen Hand angedrückt, am besten über einer großen Schüssel, damit das Herabfallende wieder verwendet werden kann. Wichtig ist die Sorte: Gefragt sind die groben, langfädigen Kokosraspeln. Kokoschips sind zu schwer und rutschen an den Seiten ab, Kokosmehl saugt die Glasur auf und wird pastös.


Acht Speichen um eine Schale – so bleibt das Loch in der Mitte klein

Der Kranz besteht nicht aus einem geformten Ring, sondern aus acht einzelnen Rollen, die wie Speichen eines Rades liegen. Daraus folgt eine Regel, die man schon beim Ausrollen im Kopf haben sollte: Die Länge einer Rolle ist später die Breite des Kranzes. Eine Rolle von 10 cm ergibt einen Kranz von etwa Ø 27 cm mit einem Loch von rund 5 cm – also genau diese Proportion aus breitem Ring und auffallend kleiner Öffnung. Wer die Teigstücke länger ausrollt, landet schnell bei über 30 cm Durchmesser, und der Kranz passt weder aufs Blech noch auf einen Servierteller.

Zwei Handgriffe halten die Form. Erstens steht eine gefettete ofenfeste Schale von Ø 8 cm als Platzhalter in der Mitte; ohne sie wandert der Teig beim Gehen nach innen und schließt den Ring, außerdem zieht ein frei geformter Kranz beim Backen leicht ins Ovale. Zweitens wird das zur Mitte zeigende Ende jeder Rolle auf etwa 3 cm schmaler gedrückt. Erst dadurch berühren sich innen alle acht Rollen, während außen zunächst Lücken von 4 bis 5 cm offen bleiben – die schließen sich beim Gehen und Backen von selbst. Weil die Rollen innen aneinanderstoßen, können sie nur nach oben ausweichen, und daraus entsteht die Höhe von gut 7 cm. Nach dem Backen wird die Schale mit einer leichten Drehbewegung herausgeholt, nicht senkrecht herausgezogen – der Rand hängt noch weich am Gebäck.

Kokos-Hefekranz mit Vanillecreme, Schokoladenfäden und Cocktailkirschen auf einem hellen Teller
Kokos-Hefekranz mit Vanillecreme, Schokoladenfäden und Cocktailkirschen auf einem hellen Teller

Kirschen trocken tupfen, Schokolade zuletzt

Cocktailkirschen kommen nass aus dem Glas, und ihr Sirup färbt hervorragend. Wird eine tropfende Kirsche direkt auf den frisch bestreuten Kranz gesetzt, entstehen innerhalb einer halben Stunde blassrosa Höfe im weißen Kokos. Deshalb werden die Kirschen abgetropft und mit Küchenpapier trocken getupft, bevor sie mit den Stielen nach oben in gleichmäßigen Abständen aufgesetzt werden.

Die Schokolade kommt danach, und zwar über alles – auch über die Kirschen, weshalb die Fäden auf dem fertigen Kranz quer über die roten Kuppeln laufen. Zwei Details entscheiden hier über die Optik: Die Schokolade wird bei höchstens 45 °C geschmolzen und danach kurz stehen gelassen, bis sie leicht andickt. Zu heiße Schokolade sinkt sofort zwischen die Raspeln und hinterlässt statt klarer Linien nur matte Flecken. Und die Öffnung des Spritzbeutels bleibt mit rund 2 mm sehr klein, denn die dünne Linie ist es, die den Kontrast zum weißen Kokos ausmacht. Nach 15 Minuten ist alles fest, dann lässt sich der Kranz Stück für Stück abzupfen.


Was diesen Kranz von Skoleboller und Rosca de Reyes unterscheidet

Vanillecreme und Kokosraspeln sind ein bekanntes Paar, die Bauweise macht den Unterschied. Bei den norwegischen Skoleboller sitzt die Creme offen in einer Mulde auf einzelnen runden Brötchen, der Kokos bildet nur einen Kranz rundherum. Hier dagegen ist die Creme in der Rolle eingeschlossen und zusätzlich in den Fugen sichtbar, und der Kokos bedeckt das gesamte Gebäck bis zur Unterkante. Die festliche Rosca de Reyes wiederum ist ein einziger geformter Ring mit kandierten Früchten und ganz ohne Füllung. In brasilianischen Bäckereien liegen Kränze nach diesem Prinzip – Creme, Kokos, Cocktailkirschen – übrigens ganz selbstverständlich in der Auslage. Wer die Füllung öfter braucht, findet sie als eigenes Grundrezept unter Hausgemachte Vanillecreme.


Häufige Fragen

Kann man den Kokos-Hefekranz am Vortag vorbereiten?

Die Vanillecreme lässt sich bis zu drei Tage vorher kochen und abgedeckt kühl stellen. Der Teig kann nach dem Kneten über Nacht in den Kühlschrank und braucht am nächsten Morgen etwa 90 Minuten bei Zimmertemperatur, bevor er geformt wird. Gebacken, glasiert und dekoriert wird am Serviertag.

Warum läuft die Vanillecreme aus dem Kokos-Hefekranz heraus?

Meist steckt eine zu weiche Creme dahinter: zu wenig Speisestärke oder Creme, die noch lauwarm in den Teig kam. Der zweite häufige Grund ist eine offene Naht. Beide Enden und die Längsnaht müssen fest zusammengedrückt sein, und die Rolle liegt mit der Naht nach unten auf dem Blech.

Kann man den Kokos-Hefekranz auch mit Kokoschips oder Kokosmehl bestreuen?

Kokoschips sehen im Glas hübsch aus, sind aber zu schwer und fallen an den Seiten wieder ab, sodass der Kranz fleckig bleibt. Kokosmehl saugt die Glasur sofort auf und wird pastös. Für die geschlossene weiße Hülle eignen sich nur grobe, langfädige Kokosraspeln.

Muss der Kokos-Hefekranz mit Aprikosenkonfitüre bestrichen werden?

Nein, ein Sirup aus je zwei Esslöffeln Zucker und Wasser, kurz aufgekocht und heiß aufgepinselt, hält die Raspeln ebenfalls. Die Konfitüre hat zwei Vorteile: Sie bleibt beim Abkühlen leicht klebrig, hält den Kokos also länger fest, und sie gibt der Oberfläche unter den Raspeln etwas Glanz.

Wie wird der Kokos-Hefekranz am nächsten Tag wieder weich?

Direkt aus dem Kühlschrank schmeckt er fest und wenig aromatisch. 30 bis 45 Minuten bei Zimmertemperatur genügen, damit Butter und Creme wieder weich werden. Einzelne Stücke können außerdem 8 bis 10 Sekunden in der Mikrowelle bei halber Leistung erwärmt werden, länger nicht, sonst wird der Teig zäh.


Aufbewahrung

Der Kranz enthält eine Creme aus Eigelb und Milch und gehört deshalb nach dem vollständigen Auskühlen abgedeckt in den Kühlschrank, nicht unter eine Kuchenhaube auf die Arbeitsfläche. Dort hält er sich zwei Tage, danach verliert der Teig deutlich an Frische. Zum Servieren wird er rechtzeitig herausgenommen, damit er nicht kalt auf den Tisch kommt. Einfrieren ist bei diesem Gebäck keine gute Idee: Die Stärke in der Vanillecreme überlebt das Auftauen nicht, die Füllung wird wässrig und körnig. Wer auf Vorrat backen möchte, friert besser den ungefüllten, gebackenen Hefeteig ein und bereitet Creme und Kokoshülle frisch zu.


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Weitere Hefeteig-Klassiker aus dem Ofen:

Skoleboller – Norwegische Hefebrötchen mit Vanillecreme und Kokosraspeln – Dieselbe Kombination, aber mit offener Cremefüllung in der Mulde statt eingerollt.

Rosca de Reyes – Saftiger Dreikönigskranz aus Hefeteig – Der festliche Gegenentwurf: ein geformter Ring mit kandierten Früchten und ohne Füllung.

Kartoffelbrötchen aus dem Ofen (Pull-Apart-Rolls) – Zeigt herzhaft, wie eng aneinanderliegende Teigstücke sich gegenseitig nach oben drücken.

Blaubeer-Hefeknoten mit Zitronen-Buttercreme – Süßer Hefeteig mit fruchtiger Füllung, wenn es einzelne Portionen sein sollen.

Semla (Semlor) – Kardamom-Hefebrioche mit Mandelfüllung – Noch ein gefülltes Hefegebäck aus dem Norden, würzig statt tropisch.

Vanillecreme und Kokos in anderen Formen:

Hausgemachte Vanillecreme – Das Grundrezept für die Füllung, ausführlich erklärt und vielseitig einsetzbar.

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Kokos-Hefekranz mit Vanillecreme, Schokoladenfäden und Cocktailkirschen auf einem hellen Teller

Kokos-Hefekranz mit Vanillecreme – süßer Zupfkranz mit Cocktailkirschen

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Acht mit Vanillecreme gefüllte Hefeteigrollen backen als Kranz zusammen, kommen warm unter eine Aprikosenglasur und werden rundum in Kokosraspeln gewendet. Schokoladenfäden und Cocktailkirschen kommen zum Schluss auf den ausgekühlten Kranz.
Portionen 8 Stück
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Geh- und Kühlzeit 2 Stunden 35 Minuten
Gesamtzeit 3 Stunden 50 Minuten

Kochutensilien

  • Backblech (mit Backpapier belegt)
  • Ofenfeste Schale (Ø 8 cm; gefettet, hält das Loch in der Mitte frei)
  • Spritzbeutel (mit Lochtülle Ø 8 mm)
  • Topf (klein, mit dickem Boden)
  • Schneebesen
  • Backpinsel

Zutaten
  

Für den Hefeteig

  • 400 g Weizenmehl (Type 550; plus etwas zum Arbeiten)
  • 190 ml Milch (lauwarm; höchstens 37 °C)
  • 7 g Trockenhefe (1 Päckchen; alternativ 21 g frische Hefe)
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter (weich; in Stücken)
  • 1 Ei (Größe M; zimmerwarm)
  • 6 g Salz

Für die Vanillecreme

  • 350 ml Milch (3,5 Prozent Fett)
  • 3 Eigelb (Größe M)
  • 70 g Zucker
  • 30 g Speisestärke (nicht reduzieren; sie hält die Creme in den Fugen)
  • 1 Vanilleschote (Mark ausgekratzt; alternativ 2 TL Vanilleextrakt)
  • 20 g Butter (kalt; in Würfeln)
  • 1 Prise Salz

Zum Bestreichen und Wenden

  • 1 Eigelb (zum Bestreichen des Teigs)
  • 1 EL Milch (zum Bestreichen des Teigs)
  • 5 EL Aprikosenkonfitüre (durch ein Sieb gestrichen)
  • 1 EL Wasser (für die Glasur)
  • 100 g Kokosraspeln (grob und langfädig; keine Kokoschips; Herabgefallenes wird wiederverwendet)

Für die Dekoration

  • 40 g Zartbitterschokolade (mindestens 55 Prozent Kakaoanteil; fein gehackt)
  • 6 Cocktailkirschen (mit Stiel; abgetropft und trocken getupft)

Anleitungen
 

VANILLECREME KOCHEN

  • Die Milch mit dem Vanillemark und der ausgekratzten Schote in einen kleinen Topf geben und bis kurz vor den Siedepunkt erhitzen. Währenddessen Eigelb, Zucker, Speisestärke und Salz in einer Schüssel glatt rühren.
  • Die Vanilleschote entfernen und die heiße Milch unter ständigem Rühren dünn in die Eigelbmasse gießen. Alles zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen. Eine Minute weiterkochen, bis die Creme so dick ist, dass die Spuren des Schneebesens kurz stehen bleiben.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die kalte Butter einrühren. Die Creme in eine flache Schale streichen, Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen und mindestens eine Stunde vollständig kalt stellen. Vor dem Verwenden mit dem Schneebesen glatt rühren und in den Spritzbeutel füllen.

HEFETEIG ANSETZEN

  • Die lauwarme Milch mit der Trockenhefe und einem Teelöffel des Zuckers verrühren und fünf Minuten stehen lassen, bis die Oberfläche fein schäumt.
  • Mehl, restlichen Zucker, Salz und das Ei zugeben und fünf Minuten kneten. Dann die weiche Butter stückweise einarbeiten und weitere 8 bis 10 Minuten kneten, bis der Teig glatt und glänzend ist, weich bleibt und nur noch leicht an den Fingern haftet.
  • Zugedeckt bei etwa 24 °C eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

KRANZ FORMEN

  • Das Backblech mit Backpapier belegen und die gefettete ofenfeste Schale von Ø 8 cm mit der Öffnung nach unten in die Mitte stellen. Den Teig kurz durchkneten und in 8 gleich schwere Stücke von je etwa 95 g teilen.
  • Jedes Stück auf wenig Mehl zu einem Rechteck von etwa 13 × 10 cm ausrollen und so hinlegen, dass die 10 cm lange Kante zum Körper zeigt. Etwa 35 g Vanillecreme als Streifen quer über die Mitte spritzen und ringsum einen Rand von 2 cm frei lassen.
  • Die untere Teighälfte über die Creme klappen, die obere darüberlegen und die Naht sowie beide Enden fest zusammendrücken. Es entsteht eine Rolle von etwa 10 cm Länge und 4 cm Breite. Die Rollenlänge entspricht der späteren Breite des Kranzes, deshalb nicht länger ausrollen.
  • Die Rollen mit der Naht nach unten wie Speichen eines Rades an die Schale legen. Das zur Mitte zeigende Ende dabei auf etwa 3 cm schmaler drücken, damit sich alle 8 Rollen innen berühren. Außen bleiben Lücken von 4 bis 5 cm, die sich beim Gehen und Backen von selbst schließen. Der Kranz misst am Ende etwa Ø 27 cm.
  • Den Kranz zugedeckt 40 bis 50 Minuten gehen lassen. Er ist so weit, wenn eine bemehlte Fingerkuppe eine Delle hinterlässt, die langsam und nicht ganz zurückgeht.

FUGEN FÜLLEN UND BACKEN

  • Den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Eigelb mit einem Esslöffel Milch verquirlen und ausschließlich die Teigoberfläche damit bestreichen.
  • Erst jetzt etwa 150 g der restlichen Vanillecreme in die Fugen zwischen den Rollen und als schmales Band auf den inneren Rand spritzen. Vor dem Gehen aufgetragen würde der aufgehende Teig sie herausdrücken. In den Fugen liegt sie geschützt zwischen den Rollen und bleibt dort hell.
  • 28 bis 32 Minuten backen, bis der Teig tief goldbraun ist und die Kerntemperatur einer Rolle 92 °C erreicht hat. Wird die Oberfläche vorher zu dunkel, ab Minute 20 locker mit Alufolie abdecken. Den Kranz 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, die heiße Schale vorsichtig herausdrehen und den Kranz auf ein Gitter ziehen.

MIT KOKOS UMHÜLLEN

  • Die Aprikosenkonfitüre mit dem Wasser kurz aufkochen und durch ein Sieb streichen. Den noch warmen Kranz rundum damit bestreichen: Oberseite, Innenrand, Außenseite und die Cremestellen.
  • Sofort die Kokosraspeln dick über den Kranz streuen und die Seiten mit der hohlen Hand andrücken, bis er ringsum weiß bedeckt ist. Herabgefallene Raspeln auffangen und erneut verwenden. Anschließend mindestens 45 Minuten vollständig auskühlen lassen.

DEKORIEREN UND SERVIEREN

  • Die Cocktailkirschen gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen, damit der Sirup keine rosa Schlieren in den Kokos zieht. Die Kirschen mit den Stielen nach oben in gleichmäßigen Abständen auf den ausgekühlten Kranz setzen.
  • Die Schokolade über dem Wasserbad bei höchstens 45 °C schmelzen, kurz abkühlen lassen und in einen kleinen Spritzbeutel mit einer Öffnung von 2 mm füllen. In dünnen Fäden quer über Kranz und Kirschen ziehen, 15 Minuten fest werden lassen und den Kranz in Stücken zum Abzupfen servieren.
    Kokos-Hefekranz mit Vanillecreme von oben, mit Kokosraspeln, Schokoladenfäden und Cocktailkirschen

Notizen

Tipps:
  • Die Creme muss vollständig kalt und steif sein, bevor sie in den Teig kommt. Lauwarme Creme wird beim Backen dünn und läuft an den Nähten heraus.
  • Die Kokosraspeln erst nach dem Backen aufstreuen. Vor dem Backen aufgetragen werden sie im Ofen dunkel und schmecken bitter.
  • Für einen tief goldbraunen Teig ohne trockene Krume lieber 175 °C und die vollen 30 Minuten als eine kürzere Zeit bei höherer Temperatur.
  • Von der Creme bleiben etwa 70 g übrig. Sie hält sich abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank und passt zu Obst oder Pfannkuchen.
  • Vorbereitung: Die Vanillecreme hält sich abgedeckt bis zu drei Tage im Kühlschrank. Der Teig kann nach dem Kneten über Nacht kalt gestellt werden und braucht am nächsten Morgen etwa 90 Minuten bei Zimmertemperatur, bevor er geformt wird.
Aufbewahrung: Wegen der Eigelb-Creme gehört der Kranz nach dem Auskühlen abgedeckt in den Kühlschrank und wird innerhalb von zwei Tagen gegessen. 30 bis 45 Minuten vor dem Servieren herausnehmen, dann ist die Krume wieder weich. Einfrieren lohnt nicht, die Creme wird beim Auftauen wässrig und körnig.
Variationen: Statt Aprikosenkonfitüre funktioniert ein Sirup aus je 2 EL Zucker und Wasser, aufgekocht und heiß aufgepinselt. Wer es weniger süß mag, ersetzt die Cocktailkirschen durch halbierte frische Kirschen oder Himbeeren, die allerdings erst kurz vor dem Servieren aufgelegt werden.

Nährwerte

Kalorien: 520kcalKohlenhydrate: 68gEiweiß: 11gFett: 22gNatrium: 320mgBallaststoffe: 4gZucker: 27g
Gericht: Backware, Gebäck, süße Backware
Küche: International
Ernährungsform: Vegetarisch
Schlagwort: Aus dem Ofen, cremig, festlich, gefüllt, Hefeteig Gebäck, selbstgemacht

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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die zu einem größeren Kaffeetisch etwas Selbstgebackenes beitragen möchten, das ohne Tortenheber und ohne Kuchengabel auskommt. Der Kranz wird in die Mitte gestellt, jeder zupft sich seine Rolle ab, und weil die Füllung bereits im Teig steckt, braucht es weder Sahne noch Beilage. Wer mit Hefeteig noch wenig Übung hat, findet hier ein dankbares Übungsstück: Der Teig ist weich und nachgiebig, kleine Unregelmäßigkeiten verschwinden ohnehin unter Kokos und Schokolade. Und für Haushalte mit Kindern ist der Kranz ein Rezept mit klarer Arbeitsteilung – Ausrollen, Füllen und Einrollen lässt sich gut zu zweit erledigen, das Aufstreuen der Raspeln sowieso.

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Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise und Tipps für die private Küche und ersetzt keine medizinische oder Ernährungsberatung. Bei Lebensmittelallergien oder Unverträglichkeiten richten Sie sich bitte zwingend nach den Hinweisen auf den Verpackungen Ihrer Zutaten. Die angegebenen Nährwerte sind Orientierungswerte und können schwanken. Achten Sie stets auf die Frische Ihrer Zutaten. Das Nacharbeiten der Rezepte und Anleitungen sowie der Umgang mit Küchengeräten, heißen Zutaten und offenem Feuer erfolgen auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert, erfolgen jedoch ohne Gewähr.

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