Bananenbrot mit Walnüssen und Schokolade – amerikanisches Banana Bread mit dunklen Schokoladenadern in der Krume
Im Anschnitt sind keine Schokoladenstücke zu sehen, sondern dunkle, glänzende Adern, die sich zwischen den Walnüssen durch die Krume ziehen. Das ist kein Missgeschick – es ist der Unterschied zwischen gehackter Tafelschokolade und backfesten Tropfen.
Es gibt zwei Wege, Schokolade in ein Bananenbrot zu bringen, und sie führen zu zwei völlig verschiedenen Kuchen. Der eine läuft über backfeste Schokotropfen: Sie sind so zusammengesetzt, dass sie bei Backhitze ihre Form behalten, und ergeben ein Gebäck mit klar abgegrenzten dunklen Punkten. Der andere läuft über grob gehackte Tafelschokolade, und genau der ist hier gegangen worden. Diese Schokolade schmilzt vollständig. Sie fließt in die Hohlräume, die der aufgehende Teig um sie herum öffnet, und erstarrt beim Abkühlen als flaches, glänzendes Band.
Wer die Fotos vom Anschnitt betrachtet, sieht das Ergebnis: unregelmäßige, teils fingerlange dunkle Linien, dazwischen helle Walnussstücke und weiche Bananenadern. Kein Bild aus einem Werbeprospekt für Schokoladenkekse, sondern das, was passiert, wenn 80 g einer 60-prozentigen Tafel mit dem Messer zerlegt und in einen weichen Bananenteig gehoben werden.

Warum die Schokolade zu Adern schmilzt
Schokoladentropfen aus dem Backregal und ein Stück von der Tafel sind nicht dasselbe Produkt, auch wenn beide Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker enthalten. Der Unterschied liegt im Fettanteil und in der Form. Backfeste Tropfen enthalten weniger Kakaobutter und sind so gestaltet, dass sie bei 175 °C zwar innen weich werden, ihre Kontur aber halten. Eine Tafel Zartbitterschokolade ist auf das Gegenteil hin gemacht: Sie soll im Mund schmelzen, und dafür braucht sie viel Kakaobutter mit einem engen Schmelzbereich um 31 bis 34 °C.
Im Ofen ist damit nach wenigen Minuten alles vorbei. Sobald der Teig um 40 °C erreicht, ist jedes Stück flüssig. Was danach passiert, hängt allein davon ab, wie der Teig sich bewegt: Er geht auf, dehnt sich nach oben, und die flüssige Schokolade wird in diese Bewegung mitgenommen. Aus einem Würfel von 8 mm wird so ein Streifen von mehreren Zentimetern Länge.
Zwei Größen steuern das Ergebnis:
- Zu fein gehackt – unter 4 mm – verteilt sich die Schokolade so weit, dass sie im Anschnitt nur noch als bräunliche Marmorierung erscheint. Der Kuchen schmeckt schokoladig, aber man beißt auf nichts.
- Zu grob gehackt – über 15 mm – liefert Stücke, die schwer genug sind, um in diesem weichen Teig abzusinken, bevor er stockt. Sie landen dann als dunkle Schicht knapp über dem Boden.
Die Stücke auf dem Schneidebrett liegen bei 6 bis 10 mm, und dieses Maß trifft die Mitte: schwer genug für sichtbare Adern, leicht genug, um in der Schwebe zu bleiben.

Ein weicherer Teig – und was das für Nüsse und Schokolade bedeutet
Dieser Teig ist bewusst flüssiger angelegt als der eines gewöhnlichen Bananenbrots. Auf 250 g Mehl kommen drei sehr reife Bananen, zwei Eier, 100 g Öl und 160 g Zucker – und keinerlei Joghurt oder Buttermilch, die sonst Wasser binden würden. Das Ergebnis ist eine Masse, die sich in der Form von selbst glatt zieht und an deren Oberfläche kleine Bläschen stehen bleiben. Auf dem Foto der gefüllten Form ist das gut zu erkennen.
Der Vorteil liegt in der Krume: Sie wird zart, gleichmäßig und deutlich weniger brotartig als bei einem dicken Teig. Der Nachteil ist ebenso eindeutig – ein weicher Teig trägt schwere Einlagen schlecht. Walnussstücke und Schokoladenwürfel beginnen darin sofort zu sinken. Wer eine solche Masse noch 20 Minuten stehen lässt, während der Ofen warm wird, findet später beides am Boden wieder.
Daraus ergibt sich die einzige wirklich strenge Regel dieses Rezepts: Der Ofen ist vorgeheizt, bevor das Mehl in die Schüssel kommt. Nüsse und Schokolade werden ganz zum Schluss mit fünf bis sechs Hebebewegungen verteilt, der Teig wandert sofort in die Form und die Form sofort in den Ofen. Wer sich absichern will, wendet beides vorher in 1 EL des abgewogenen Mehls – das verzögert das Absinken um einige Minuten. Innerhalb der ersten Minuten beginnt die Stärke zu quellen, der Teig wird zäher, und ab diesem Punkt bewegt sich nichts mehr nach unten.
Ein zweites Detail: Die Form wird nur gebuttert, nicht bemehlt. Auf dem Foto ist eine dunkle Kastenform mit Antihaftbeschichtung zu sehen, und die weiche Butter steht als deutlich sichtbarer weißer Film mit Pinselspuren darin – genau so dick soll sie aufgetragen sein. Beschichtung und eine großzügige Fettschicht reichen zusammen völlig aus; zusätzliches Mehl würde sich nur als heller, mehliger Belag auf die Seiten des fertigen Brotes legen. Bei einer hellen, unbeschichteten Blechform sieht die Rechnung anders aus – dort gehört nach der Butter noch ein Esslöffel Mehl in die Form, der ringsum verteilt und wieder ausgeklopft wird.
Walnüsse: Größe, Haut und die Frage nach dem Rösten
Walnüsse sind in diesem Kuchen kein Streugut, sondern eine tragende Komponente. 80 g auf 250 g Mehl ist eine deutliche Menge; im Anschnitt trifft man in jeder Scheibe mehrere Stücke.
Die Stückgröße liegt bei 6 bis 10 mm, also in derselben Größenordnung wie die Schokolade. Das ist kein Zufall: Sind die Nüsse deutlich größer, dominieren sie den Biss und drücken die Krume auseinander; sind sie zu fein gehackt, verschwindet ihr Knacken vollständig, und übrig bleibt nur der leicht bittere Nachgeschmack. Wichtig ist, mit dem Messer zu hacken und nicht mit dem Blitzhacker. Ein Messer erzeugt kantige Stücke, ein Blitzhacker erzeugt aus derselben Nuss ein Gemisch aus Mehl und wenigen groben Brocken.
Die Haut um den Kern ist der Grund, warum Walnüsse polarisieren. In ihr sitzen die Gerbstoffe, die für den pelzigen, leicht bitteren Eindruck sorgen. In einem süßen Bananenteig ist das ein willkommener Gegenpol – die Bitterkeit hält die 160 g Zucker im Zaum. Wer sie trotzdem nicht mag, röstet die Kerne 6 bis 8 Minuten bei 160 °C, reibt sie danach warm in einem Küchentuch ab und lässt sie vollständig abkühlen, bevor sie in den Teig kommen. Warme Nüsse würden die Schokolade bereits in der Schüssel anschmelzen.
Ungeröstet werden die Nüsse in diesem Rezept trotzdem nicht fad: Sie liegen eine gute Stunde bei 175 °C im Ofen und rösten dort im Teig nach.
Drei Bananenhälften obenauf
Auf dem Teig liegen drei längs halbierte Bananen, mit der Schnittfläche nach oben und in ineinander geschobenen Bögen angeordnet. Zwei Hälften stammen von der einen, eine von der zweiten Banane – die vierte bleibt übrig und wird für den Teig nicht gebraucht.
Die Bogenform ist die praktische Antwort auf ein Platzproblem. Eine Banane ist mit 16 bis 18 cm deutlich kürzer als die Form, aber sie ist gekrümmt. Legt man drei Hälften einfach längs nebeneinander, bleiben an beiden Enden kahle Flächen. Schiebt man sie dagegen versetzt und dem Bogen folgend ineinander, decken sie die Fläche fast vollständig ab, und beim Aufgehen entstehen zwischen ihnen die geschwungenen Risse, die auf dem Foto der fertigen Oberfläche zu sehen sind.
Die Schnittfläche zeigt nach oben, weil dort das freiliegende Fruchtfleisch antrocknen und karamellisieren soll. Wer die Hälften mit der Rundung nach oben legt, bekommt eine glatte, blasse Oberfläche ohne Röstaromen.
Und sie werden nicht eingedrückt. Der Teig steht in dieser Form fast randvoll, er hebt die Hälften beim Aufgehen von selbst mit an und schiebt sie leicht nach außen. Genau dadurch entsteht der Kontrast zwischen dem stark aufgegangenen, dunkel gebackenen Mittelfeld und den helleren Bananenbögen ringsum. Weil die Form so voll ist, gehört auf die Schiene darunter ein Backblech – falls doch etwas überläuft.

Die dunkle Mitte ist kein Backfehler
Auffällig an diesem Bananenbrot ist die tief kastanienbraune, glänzende Fläche in der Mitte der Oberfläche, während der Rand deutlich heller bleibt. Das sieht nach Oberhitze-Problem aus, ist aber die logische Folge davon, wie ein Kastenkuchen aufgeht.
Der Teig steigt in der Mitte am stärksten, weil er dort am spätesten stockt. Diese Zone wölbt sich nach oben, kommt der Oberhitze am nächsten und liegt außerdem genau dort, wo die Bananenhälften beim Auseinanderweichen Fruchtsaft freigegeben haben. Bananensaft ist reich an Fruchtzucker, und Fruchtzucker bräunt bei niedrigeren Temperaturen als Haushaltszucker. Das Ergebnis ist eine dünne, klebrig glänzende Karamellschicht, die auf den Fotos fast lackiert wirkt.
Wichtig ist nur, dass sie nicht weiterläuft. Ab etwa 35 Minuten hat die Oberfläche ihre endgültige Farbe erreicht, während der Kern noch mindestens eine halbe Stunde braucht. Ab diesem Punkt kommt locker aufgelegte Alufolie darüber – nicht festdrücken, sonst staut sich Dampf und die Kruste wird weich.
Wann ist das Brot fertig?
Die Stäbchenprobe ist hier mit Vorsicht zu genießen. Trifft das Holz eine der Schokoladenadern, kommt es dunkel und klebrig heraus, und das sieht aus wie roher Teig. Wer sich davon leiten lässt, backt ein fertiges Brot trocken. Die Probe gehört deshalb an eine Stelle ohne sichtbare Schokolade, etwa zwei Finger breit vom Rand entfernt.
Verlässlich ist die Kerntemperatur von 96 bis 98 °C. Die Backzeit liegt bei 60 bis 70 Minuten, also etwas länger als bei einem schlankeren Bananenbrot, weil hier mehr Teig und mehr Feuchtigkeit in der Form stehen.
Das anschließende Auskühlen von mindestens 1½ Stunden ist bei dieser Variante wichtiger als bei jedem anderen Bananenbrot, und der Grund ist die Schokolade. Solange sie flüssig ist, schiebt das Messer sie beim Schneiden vor sich her und zieht sie als Schlieren über die ganze Schnittfläche. Aus sauberen Adern wird dann ein verwischtes Braun. Erst wenn die Kakaobutter wieder fest geworden ist, schneidet das Messer sauber durch – und der Anschnitt sieht so aus wie auf den Fotos.
Aufbewahrung
In einer gut schließenden Dose bei Zimmertemperatur hält sich das Brot 3 Tage. Wie bei jedem Bananengebäck ist der zweite Tag der beste: Nussaroma und Bananenaroma haben sich verbunden, und die Krume ist gleichmäßig durchgefeuchtet.
Der Kühlschrank ist für diese Variante besonders ungeeignet. Neben der Krume, die dort schnell fest wird, verhärten auch die Schokoladenadern – aus weichen, biegsamen Bändern werden spröde Bruchstellen, an denen die Scheibe beim Anfassen auseinanderbricht. Wenn das Brot doch einmal kalt gestanden hat, hilft eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur, bevor es auf den Tisch kommt.
Einfrieren funktioniert gut, bis zu 3 Monate. Am praktischsten in Scheiben, einzeln in Folie gewickelt. Aufgetaut wird bei Zimmertemperatur; kurz im Toaster oder für 5 Minuten bei 150 °C in den Ofen, dann wird die Schokolade noch einmal weich.

Häufige Fragen
Warum ist die Schokolade in meinem Bananenbrot geschmolzen statt in Stücken zu bleiben?
Weil es Tafelschokolade war, und das ist bei diesem Rezept beabsichtigt. Tafelschokolade enthält viel Kakaobutter und wird im Ofen vollständig flüssig, der aufgehende Teig zieht sie zu Adern in die Länge. Wer klar abgegrenzte Stücke möchte, braucht backfeste Schokotropfen – sie behalten ihre Form, ergeben aber ein völlig anderes Anschnittbild.
Wie verhindert man, dass Nüsse und Schokolade im Bananenbrot nach unten sinken?
Entscheidend ist die Zeit zwischen Unterheben und Ofen. Dieser Teig ist bewusst weich, deshalb muss der Ofen vorgeheizt sein, bevor das Mehl in die Schüssel kommt. Nüsse und Schokolade kommen ganz zum Schluss dazu, der Teig wandert sofort in die Form und die Form sofort in den Ofen. Hilfreich ist außerdem, die Stücke nicht größer als 10 mm zu hacken.
Muss man die Walnüsse für das Bananenbrot vorher rösten?
Nötig ist es nicht – die Kerne rösten während der gut einstündigen Backzeit im Teig nach. Wer die leicht bittere Walnusshaut nicht mag, röstet sie 6 bis 8 Minuten bei 160 °C, reibt sie in einem Tuch ab und lässt sie vollständig abkühlen. Warme Nüsse würden die Schokolade schon in der Schüssel anschmelzen.
Welche Schokolade eignet sich am besten für Bananenbrot?
Zartbitterschokolade mit etwa 60 Prozent Kakao. Sie bringt genug Bitterkeit mit, um gegen 160 g Zucker und drei Bananen anzukommen. Vollmilchschokolade funktioniert ebenfalls, macht das Brot aber deutlich süßer – dann den Zucker auf 130 g reduzieren. Von weißer Schokolade ist abzuraten, sie verschwindet geschmacklich vollständig.
Warum wird die Mitte meines Bananenbrots so dunkel?
Weil dort der Teig am höchsten aufgeht und weil die Bananenhälften beim Auseinanderweichen fruchtzuckerreichen Saft freigeben, der früher bräunt als Haushaltszucker. Das ist erwünscht und liefert die glänzende Karamellschicht. Damit sie nicht weiterläuft, wird der Kuchen nach etwa 35 Minuten locker mit Alufolie abgedeckt.
Kann man das Bananenbrot mit Walnüssen und Schokolade auch ohne Eier backen?
Zwei Eier lassen sich durch 100 g Apfelmus plus 1 TL zusätzliches Backpulver ersetzen. Die Krume wird dann etwas dichter und feuchter, und das Brot braucht 5 bis 10 Minuten länger im Ofen. Am Verhalten der Schokolade ändert sich nichts.
Wie viele Bananen braucht man insgesamt?
Vier bis fünf Stück. Drei sehr reife, stark gefleckte Bananen mit rund 350 g Fruchtfleisch kommen in den Teig, dazu zwei noch feste zum Belegen, von denen drei Hälften obenauf liegen. Die vierte Hälfte bleibt übrig; sie sollte nicht zusätzlich in den Teig, weil er sonst noch weicher wird und die Schokolade absinkt.
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Bananenbrot mit Walnüssen und Schokolade
Kochutensilien
- Kastenform (ca. 25 × 11 cm, beschichtet)
- große Rührschüssel
- Gabel (zum Zerdrücken der Bananen)
- Großes Messer und Schneidebrett (für Nüsse und Schokolade)
- Teigschaber
- Kuchengitter
- Küchenthermometer (optional, für die Kerntemperatur)
Zutaten
Für den Teig
- 3 Bananen (sehr reif, stark gefleckt; ca. 350 g geschält)
- 2 Eier (Größe M, zimmerwarm)
- 160 g Zucker (weiß, fein)
- 100 g Rapsöl (neutral; alternativ Sonnenblumenöl)
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 10 g Backpulver (2 gehäufte TL)
- 3 g Salz (½ TL)
Zum Unterheben
- 80 g Walnusskerne (grob gehackt, Stücke von 6 bis 10 mm)
- 80 g Zartbitterschokolade (ca. 60 % Kakao, von der Tafel grob gehackt)
Zum Belegen und für die Form
- 2 Bananen (noch fest, längs halbiert; drei Hälften kommen obenauf, die vierte bleibt übrig)
- 15 g Butter (weich, für die Form)
Anleitungen
FORM UND ZUTATEN VORBEREITEN
- Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kastenform mit der weichen Butter dick ausstreichen – Boden, Seiten und besonders die Ecken. Die Butter darf als sichtbarer weißer Film stehen bleiben, sie zieht in der Hitze ein. Eine beschichtete Form wird nicht zusätzlich bemehlt; nur bei einer hellen, unbeschichteten Blechform kommt danach noch 1 EL Mehl hinein, der ringsum verteilt und wieder ausgeklopft wird.

- Walnusskerne und Schokolade auf einem Brett grob hacken, in Stücke von 6 bis 10 mm. Beides getrennt beiseitestellen. Feiner gehackt verschwindet die Schokolade im Teig, gröber sinkt sie zu Boden.

TEIG RÜHREN
- Die 3 sehr reifen Bananen schälen und in der großen Schüssel mit der Gabel grob zerdrücken. Deutliche Stücke dürfen bleiben – sie werden im Anschnitt zu weichen, hellen Bananenadern.

- Eier, Zucker und Öl zugeben und etwa 1 Minute kräftig verrühren, bis die Masse hell und schaumig ist und an der Oberfläche feine Bläschen stehen. Der Zucker muss sich dabei vollständig auflösen.

- Mehl, Backpulver und Salz mischen, über die feuchte Masse sieben und mit dem Teigschaber unterheben. Nur so lange arbeiten, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist – der Teig bleibt weich und fließfähig, das ist bei diesem Rezept richtig.
- Walnüsse und Schokolade zugeben und mit fünf bis sechs Hebebewegungen verteilen. Ab jetzt zügig weiterarbeiten: In einem weichen Teig sinken die Stücke innerhalb weniger Minuten ab, deshalb muss der Kuchen gleich in den vorgeheizten Ofen.
BELEGEN UND BACKEN
- Den Teig sofort in die gebutterte Form füllen und glatt streichen. Die beiden festen Bananen schälen und längs halbieren. Drei Hälften mit der Schnittfläche nach oben in leicht versetzten Bögen auflegen, sodass sie sich nicht berühren. Nicht eindrücken. Die Form ist gut gefüllt – zur Sicherheit ein Backblech auf die Schiene darunter schieben.

- Auf der mittleren Schiene 60 bis 70 Minuten backen. Nach etwa 35 Minuten locker mit Alufolie abdecken, sobald die Oberfläche kräftig gebräunt ist. Fertig ist das Brot bei einer Kerntemperatur von 96 bis 98 °C. Die Stäbchenprobe nur an einer Stelle ohne Schokolade machen – geschmolzene Schokolade bleibt am Holz kleben und sieht aus wie roher Teig.
AUSKÜHLEN UND SERVIEREN
- Das Bananenbrot 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann am Rand mit einem Messer lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Sofort wieder aufrecht drehen und mindestens 1½ Stunden vollständig auskühlen lassen. Solange die Schokolade noch flüssig ist, zieht das Messer sie beim Schneiden als Schlieren durch die Krume.
- Mit einem Brotmesser in etwa 12 Scheiben von 2 cm schneiden. Quer zu den Bananenlinien schneiden, dann liegt auf jeder Scheibe ein Stück karamellisierte Banane.

Notizen
- Als Absicherung gegen absinkende Stücke lassen sich Walnüsse und Schokolade in 1 EL des abgewogenen Mehls wenden, bevor sie untergehoben werden. Das ersetzt den vorgeheizten Ofen nicht, verschafft aber ein paar Minuten mehr Spielraum.
- Von der Tafel gehackte Schokolade schmilzt im Ofen vollständig und bildet die dunklen Adern im Anschnitt. Wer stattdessen stückige Schokolade im Gebäck möchte, nimmt backfeste Schokotropfen – die behalten ihre Form, ergeben aber ein völlig anderes Bild.
- Der Teig ist deutlich weicher als bei einem Bananenbrot mit Joghurt. Deshalb erst kurz vor dem Einfüllen die Nüsse und die Schokolade unterheben und den Ofen wirklich vorgeheizt haben.
- Walnusshaut bringt Bitterstoffe mit. Wer sie nicht mag, röstet die Kerne 6 bis 8 Minuten bei 160 °C, reibt sie danach in einem Tuch ab und lässt sie vollständig abkühlen, bevor sie in den Teig kommen.
- Die Form fasst diesen Teig fast randvoll. Ein untergeschobenes Backblech fängt ab, was beim Aufgehen doch überläuft.
Nährwerte
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die Bananenbrot bisher für ein etwas braves Frühstücksgebäck gehalten haben. Mit 80 g Walnüssen und 80 g Zartbitterschokolade auf 250 g Mehl liegt dieses Brot näher an einem Kuchen als an einem Brot, und die geschmolzenen Schokoladenadern machen aus jeder Scheibe ein anderes Bild. Praktisch ist es trotzdem geblieben: eine Schüssel, eine Gabel, kein Handrührgerät, und die einzige Stelle, an der es auf Tempo ankommt, ist der Weg von der Schüssel in den vorgeheizten Ofen. Wer Gäste zum Kaffee erwartet, hat damit ein Gebäck, das sich am Vortag backen lässt und am zweiten Tag sogar besser schmeckt – und das sich in Scheiben portionsweise einfrieren lässt.
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