Zimtsterne mit Mandeln und schneeweißer Eiweißglasur

Königsklasse der Weihnachtsbäckerei

Außen schneeweiße Glasur, innen saftig-mandelig — Zimtsterne sind anspruchsvoll, aber jeder einzelne ist es wert.

9. November 2025
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Zimtsterne mit Mandeln und schneeweißer Eiweißglasur

Es gibt Plätzchen, die einen sicher gelingen — und es gibt Zimtsterne. Sie sind die Königsklasse der Weihnachtsbäckerei: ohne Mehl, nur Mandeln, Zimt und Eiweiß. Außen makellos schneeweiße Glasur, innen saftig-mandelig, ohne Risse, ohne braune Stellen. Wer sie einmal perfekt hinbekommt, hat in Sachen Weihnachtsbäckerei nichts mehr zu beweisen — und dieses Rezept zeigt, wie man dorthin kommt.


In den Plätzchen-Repertoires deutscher Familien gibt es eine klare Hierarchie. Vanillekipferl gelingen jedem, Spritzgebäck ist eine Frage des Spritzbeutels, Kokosmakronen verzeihen jeden Fehler. Und dann gibt es Zimtsterne — die anspruchsvolle Verwandte unter all den Adventsplätzchen. Drei Hauptzutaten, keine Mehl-Krücke, eine kapriziöse Eiweißglasur, die bei einem Grad zu viel im Ofen sofort vergilbt. Wer Zimtsterne meistert, hat etwas gemeistert, das die Großmutter mit gerechtem Stolz weitergibt.

Was sie so besonders macht, ist die paradoxe Komposition: extrem wenige Zutaten — gemahlene Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, hochwertiger Zimt — und ein Ergebnis, das jede dieser Zutaten in den Vordergrund rückt. Es gibt keinen Teig, in dem sich Fehler verstecken könnten, kein Mehl, das Feuchtigkeit aufsaugt und Wackel-Konsistenz rettet. Jeder Bissen ist eine direkte Begegnung mit der Mandel — und mit der Sorgfalt, mit der das Plätzchen gebacken wurde. Genau diese Ehrlichkeit ist der Grund, warum Zimtsterne in der Adventszeit auf den Familien-Telleren stehen: Sie sind ein kleines Versprechen, dass die Person, die sie gebacken hat, sich Zeit genommen hat.

Zimtsterne Vorbereitung

Frisch gemahlene Mandeln — der erste Unterschied, den man sofort schmeckt

Industriell gemahlene Mandeln aus dem Supermarkt-Beutel sind die häufigste Stelle, an der ein gutes Zimtstern-Rezept seinen Glanz verliert. Mandeln, die schon Wochen oder Monate fertig gemahlen im Beutel liegen, geben einen großen Teil ihres natürlichen Öls an die Beutelwand ab — was zurückbleibt, ist trockenes, mehlartiges Pulver mit deutlich weniger Aroma. Wer mit so vorgemahlenen Mandeln backt, bekommt trockene, brüchige Sterne mit dumpfem Mandelgeschmack.

Frisch gemahlene Mandeln verändern die Sache komplett. Ganze blanchierte Mandeln (ohne Haut, damit die Sterne im Inneren rein weiß bleiben) in der Küchenmaschine mit S-Klinge mahlen — aber nicht zu lange. Zu fein gemahlen geben die Mandeln ihr ganzes Öl ab, der Teig wird klebrig und schwer zu verarbeiten. Der richtige Mahlgrad liegt zwischen «mittelfein» und «fein»: ein leicht körniges Pulver, in dem man noch winzige Mandel-Stückchen erkennt. Diese leichte Körnung ist genau das, was später für die typische saftige Krume der Zimtsterne sorgt — gemahlene Mandeln mit etwas Struktur, nicht steriles Mandelmehl.

Pro 40 Sterne sind 300 g blanchierte Mandeln die richtige Menge. Frisch gemahlen ergeben sie einen Teig, der sich gut verarbeiten lässt, einen tiefen Mandelduft entwickelt und nach dem Backen die unverwechselbar saftig-bissige Textur hat, die Zimtsterne so unwiderstehlich macht.


Die Glasur — wenn die Konsistenz alles entscheidet

Hier liegt die zweite Stelle, an der die meisten Hobbyköche straucheln. Die Glasur (auf Englisch royal icing) muss in einer ganz bestimmten Konsistenz auf die Sterne kommen — zu flüssig läuft sie über den Rand und hinterlässt eine dünne, fleckige Schicht; zu dick legt sie sich klumpig auf und reißt beim Trocknen.

Die richtige Konsistenz ist die «dickflüssige Honig»-Konsistenz. Wer einen Esslöffel Glasur aus der Schüssel hebt und langsam zurückgießt, sollte einen breiten, schwerfälligen Faden sehen, der nach etwa 5 bis 7 Sekunden in die Masse zurückfließt und seine Form noch kurz hält. Wenn der Faden sofort verschwindet, ist die Glasur zu dünn — einen Esslöffel gesiebten Puderzucker einrühren. Wenn der Faden gar nicht fließt, sondern abreißt, ist sie zu dick — einen halben Teelöffel kaltes Wasser tropfenweise einrühren.

So entsteht die Glasur: zwei große Eiweiße in einer absolut fettfreien Schüssel mit einer Spur Salz zu steifem Eischnee schlagen. Wenn der Schnee weiße Spitzen bildet, die nicht mehr umfallen, 250 g gesiebten Puderzucker in einem dünnen Strahl einrieseln lassen, dabei kontinuierlich weiterschlagen. Die Mischung wird glänzend, fest und cremig-weiß. Davon werden etwa 4 bis 5 Esslöffel für die Glasur abgenommen und in einem separaten Schälchen mit Folie abgedeckt zur Seite gestellt. Der Rest der Eiweiß-Zucker-Masse bleibt in der Schüssel und wird gleich der Teig.

Ein Stabilisator-Tipp aus der Profi-Bäckerei: ein paar Tropfen Zitronensaft (etwa ein halber Teelöffel) in die Glasur einrühren. Die Säure des Zitronensafts hat zwei Wirkungen — sie stabilisiert das Eiweiß, sodass die Glasur länger ihre Konsistenz behält, und sie macht die Glasur beim Trocknen optisch deutlich weißer. Eine Glasur mit Zitronensaft trocknet zu jenem leuchtenden, fast porzellanartigen Weiß; eine Glasur ohne ihn hat oft einen leicht gelblichen Stich.


Der Teig — und warum Geduld die wichtigste Zutat ist

Zur Hauptmasse aus geschlagenem Eiweiß-Zucker werden 300 g frisch gemahlene Mandeln, 2 Teelöffel hochwertiger Ceylon-Zimt und 1 Teelöffel Vanille-Zucker oder ½ Teelöffel reinen Vanille-Extrakt sanft hineingehoben. Nicht rühren oder schlagen — sondern mit einem Teigspatel falten, bis alles gerade vermengt ist. Der Teig ist nun feucht, leicht klebrig und dunkel-honigfarben.

Und jetzt kommt der Schritt, den die meisten Anleitungen unterschätzen: mindestens 1, besser 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Der gekühlte Teig ist drastisch leichter zu verarbeiten als der frische — die Mandeln nehmen die Feuchtigkeit gleichmäßig auf, das Eiweiß stabilisiert sich, die ganze Masse wird kompakter und weniger klebrig. Wer hier ungeduldig wird und sofort ausrollt, kämpft mit einem Teig, der an den Händen klebt, an der Arbeitsfläche festklebt und sich nicht in saubere Stern-Formen ausstechen lässt.

Wer Zeit hat, lässt den Teig sogar über Nacht ruhen — am nächsten Morgen ist er perfekt zu verarbeiten, und der Zimt hat sich tiefer im Mandel-Geschmack verteilt.


Pergament-Ausrollen — der Profi-Trick gegen Kleben

Selbst nach der Kühlung ist der Zimtstern-Teig zarter als jeder normale Plätzchen-Teig. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt verliert er sein zartes Aroma (das Mehl staubt sich ein), reißt leicht und hinterlässt klebrige Reste am Nudelholz.

Die Lösung ist die Pergament-Sandwich-Methode: Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier oder Klarsichtfolie legen und damit ausrollen. Das obere Papier verhindert, dass das Nudelholz klebt; das untere Papier sorgt dafür, dass sich der ausgerollte Teig später leicht von der Arbeitsfläche löst. Die Dicke ist entscheidend: etwa 8 mm (0,3 in) sind die richtige Stärke. Dünner gerollt werden die Sterne im Ofen trocken und brechen leicht, dicker gerollt brauchen sie zu lange im Ofen und die Glasur vergilbt.

Den Sternchen-Ausstecher (ein klassischer Fünfzacken-Stern, etwa 5 cm / 2 in Durchmesser) immer wieder in kaltes Wasser oder in Puderzucker tauchen, bevor jeder neue Stern ausgestochen wird. Das hindert den Teig daran, am Metall zu kleben, und die Schnittkanten bleiben sauber. Die ausgestochenen Sterne mit einer flachen Palette vorsichtig auf das vorbereitete Backblech heben.

Zimtsterne mit Glasur

Glasur auftragen — Schritt für Schritt zur schneeweißen Krone

Die zur Seite gestellte Eiweißglasur wird vor dem Backen auf die ausgestochenen Sterne aufgetragen. So entsteht der typische, fest geschlossene weiße Überzug, der beim Backen mitstockt und nach dem Auskühlen wie eine kleine Porzellan-Krone glänzt.

Pro Stern etwa einen halben Teelöffel Glasur auf die Mitte geben und mit einem kleinen Spatel oder dem Rücken eines Teelöffels vorsichtig bis zu allen fünf Spitzen verstreichen. Die Glasur soll die ganze Oberseite bedecken, aber nicht über die Schnittkante herunterlaufen. Mit etwas Übung gelingt jede Krone gleichmäßig — am Anfang dürfen die ersten zwei oder drei etwas wackeliger sein, das gibt sich schnell.

Ein wichtiger Hinweis: Die Glasur trocknet schnell an der Luft. Es lohnt sich, die Glasur-Schüssel zwischendurch mit einem feuchten Geschirrtuch abzudecken, wenn man zwischen den Sternen wartet. Wer alle Sterne fertig glasiert hat, lässt das Blech mindestens 4 Stunden, besser über Nacht an einem trockenen, kühlen Ort stehen — bei Zimmertemperatur, nicht im Kühlschrank. In dieser Vortrocknungszeit wird die Glasur fest, behält ihre Form und ihren Glanz, und bricht beim späteren Backen nicht.

Die Vortrocknung ist der Punkt, an dem die meisten frustrierten Hobbybäcker scheitern: Wer die Sterne sofort nach dem Glasieren in den Ofen schiebt, bekommt eine matte, oft gerissene Glasur. Wer geduldig wartet, hat am Ende den schneeweißen Porzellan-Glanz, der Zimtsterne unverwechselbar macht.


Backen — niedrige Hitze, kurze Zeit, weiße Glasur

Hier kommt die nervenaufreibendste Phase und gleichzeitig die wichtigste Regel: Wenn die Glasur beim Backen reißt oder gelb wird, ist der Ofen zu heiß. Notieren Sie sich diesen Satz — er entscheidet über Erfolg oder Enttäuschung der ganzen Stunde Arbeit.

Den Ofen auf 150 °C (302 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen — nicht höher, auch nicht 160 °C. Die Sterne auf der mittleren bis unteren Schiene für 10 bis 12 Minuten backen. Mehr nicht. Das Ziel ist ein bestimmter Endzustand: Die Glasur soll fest, matt-glänzend und makellos weiß bleiben — kein bisschen Bräunung. Die Unterseite der Sterne darf leicht hellgolden sein, das ist sogar erwünscht. Das Innere muss weich und saftig bleiben — wer zu lange bäckt, hat trockene Mandel-Bretter mit weißer Hülle.

Der ehrlichste Test ist die Druckprobe. Nach 10 Minuten einen Stern leicht mit dem Finger drücken: Wenn er fest auf der Glasur ist, aber das Innere noch ganz leicht nachgibt, sind die Sterne fertig. Wenn die Glasur noch klebrig ist, weitere 2 Minuten. Wenn sich die ersten gelben Stellen zeigen, sofort raus.

Auf dem Backblech komplett auskühlen lassen — mindestens 30 Minuten. Frisch aus dem Ofen sind die Sterne weich und zerbrechlich, beim Auskühlen festigen sie sich. Erst dann vorsichtig mit der Palette ablösen.

Wenn die Glasur trotz aller Vorsicht reißt: Der Ofen war zu heiß. Beim nächsten Mal die Temperatur auf 140 °C (284 °F) senken und die Backzeit um 2 bis 3 Minuten verlängern.

Zimtsterne gebacken

Ceylon-Zimt — warum die Wahl der Stange den Unterschied macht

Beim Zimt teilen sich die deutschen Supermarktregale in zwei Welten, und der Unterschied zwischen ihnen ist drastisch. Der gewöhnliche, günstigere Zimt ist meist Cassia-Zimt — kräftig, dunkel, fast scharf im Geschmack, mit deutlichen bitteren Untertönen. Er funktioniert in Cappuccino oder Apfelkuchen, aber in Zimtsternen drückt seine Schärfe die feine Mandel-Note in den Hintergrund.

Der edlere Verwandte ist der Ceylon-Zimt — der echte Zimt aus Sri Lanka. Sein Aroma ist deutlich milder, runder, fast süßlich-blumig, mit einem subtilen Holz-Ton, der das Mandelaroma der Sterne nicht überdeckt, sondern unterstreicht. Wer einmal mit Ceylon-Zimt gebacken hat, schmeckt den Unterschied beim ersten Bissen.

Ceylon-Zimt erkennen Sie auf zwei Wegen: an der dünneren, gerollten Stangenstruktur (mehrere hauchdünne Schichten, die sich wie Pergament zusammenrollen) und am deutlich höheren Preis. Die gemahlene Variante steht oft in kleinen Glasflaschen statt großen Plastikbeuteln. Wer für die Adventszeit eine Charge guter Zimtsterne backen will, lohnt sich die Investition: 100 g Ceylon-Zimt reichen für mehrere Backaktionen und schmecken in jedem anderen Weihnachts-Rezept (Lebkuchen, Spekulatius, Apfelkuchen) ebenso überzeugend.


Reifezeit in der Blechdose — und warum Zeit der wichtigste Zutat ist

Frisch aus dem Ofen sind Zimtsterne knusprig — und etwas eindimensional. Ihr Geheimnis ist die Reifezeit. Nach 3 bis 5 Tagen in einer geschlossenen Blechdose verändert sich die Textur: Die Sterne werden außen samtiger, innen saftiger, und der Zimt hat sich mit der Mandelnote zu jenem unverwechselbaren Aroma verbunden, das Adventsstube und Großmutter-Küche meint.

Die richtige Aufbewahrung entscheidet, wie gut die Reifezeit funktioniert. Eine geschlossene Blechdose mit Backpapier zwischen den Lagen ist die klassische Lösung. Eine kleine Apfelscheibe in der Dose (alle 2 bis 3 Tage erneuert) gibt langsam Feuchtigkeit ab und hält die Sterne saftig — ohne sie matschig zu machen. Ein klassischer Trick deutscher Großmütter: zur Apfelscheibe eine kleine Zimtstange in die Dose legen — die Sterne nehmen den Zimtduft auf und schmecken nach einer Woche noch intensiver.

In einer gut verschlossenen Dose halten Zimtsterne 4 bis 6 Wochen. Das ganze Adventsbacken kann also schon am ersten Dezember-Wochenende stattfinden — bis Heiligabend bleiben die Sterne in Bestform, und die Backaktion stresst nicht in der letzten Adventswoche. Eingefroren halten sie sogar bis zu 3 Monate; vor dem Servieren einfach bei Zimmertemperatur 30 Minuten auftauen lassen.

Zimtsterne serviert

Verpacken und Verschenken — die kleine Geste mit großer Wirkung

Zimtsterne sind eines der schönsten essbaren Geschenke der Adventszeit. Wer eine Dose Zimtsterne mitbringt, erntet auf jeder Weihnachtsfeier die größte Freude — oft mehr als bei jedem teuren Präsent. Die Verpackung darf dabei genauso liebevoll sein wie der Inhalt.

Eine schlichte Methode ist eine kleine Blech- oder Pappdose, mit Backpapier ausgekleidet, gefüllt mit 12 bis 16 Sternen. Mit einem dünnen Stoffband (rot, naturweiß oder grün) umwickelt, eine kleine Zimtstange unter das Band geklemmt, ein handgeschriebenes Etikett mit dem Backdatum dazu — fertig ist ein Geschenk, das jede gekaufte Schokoladenbox in den Schatten stellt. Wer noch eleganter werden will: ein Stück Vanilleschote oder ein paar getrocknete Apfelschnitze dazu, alles in dünnes Pergament gewickelt.

Für Versand-Geschenke ist die Blechdose Pflicht — Zimtsterne sind zerbrechlich, und eine weiche Pappschachtel hält keinen Posttransport aus. Zwischen den Lagen Sterne immer eine Schicht Pergament oder Seidenpapier legen, damit sie sich nicht aneinander reiben und die Glasur Macken bekommt.


Häufige Fragen

Warum reißt meine Glasur beim Backen?

Der Ofen ist zu heiß. Maximal 150 °C (302 °F) bei Ober-/Unterhitze, und die mittlere bis untere Schiene wählen. Wer trotzdem Risse bekommt: beim nächsten Mal auf 140 °C (284 °F) reduzieren und die Backzeit um 2 bis 3 Minuten verlängern. Auch: Glasur dick genug auftragen, dünne Glasur trocknet leichter durch und reißt.

Warum sind meine Zimtsterne hart und trocken?

Drei Hauptursachen: zu lange gebacken (max. 12 Min bei 150 °C / 302 °F), zu fein gemahlene Mandeln (sollten leichte Körnung haben), oder Aufbewahrung in offener Dose ohne Apfelscheibe. Hart gewordene Sterne lassen sich mit einem Apfelschnitz in der Dose über 2 bis 3 Tage retten.

Wie verhindere ich, dass der Teig an den Händen klebt?

Zwei Tricks: Den Teig mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen (besser über Nacht), und beim Ausstechen den Ausstecher immer wieder in kaltes Wasser oder in Puderzucker tauchen. Die Hände leicht mit Puderzucker bestäuben — kein Mehl, das stiehlt das Aroma.

Kann ich Zimtsterne vegan backen?

Ja, mit Aquafaba — der Flüssigkeit aus dem Kichererbsen-Glas. Sie lässt sich genauso steif aufschlagen wie Eiweiß. Pro Eiweiß rechnet man mit 3 Esslöffeln Aquafaba. Die Glasur funktioniert ebenfalls; sie braucht oft eine Spur mehr Puderzucker für die gleiche Festigkeit.

Welche Variationen sind klassisch?

Mit 50 g geschmolzener Zartbitterschokolade im Teig (Schoko-Zimtsterne). Mit 30 g Kakao im Teig (Kakao-Zimtsterne). Mit 100 g Marzipanrohmasse geknetet (Marzipan-Zimtsterne). Mit Bio-Orangenabrieb im Teig (Orangen-Zimtsterne). Mit einem zusätzlichen Teelöffel Lebkuchengewürz (Lebkuchen-Zimtsterne).

Wann ist die beste Zeit zu backen?

Anfang Dezember ist ideal. So haben die Sterne die nötigen 3 bis 5 Tage Reifezeit, bevor sie das erste Mal serviert werden. Wer eine große Charge bäckt, hat den ganzen Advent über versorgt — ohne Last-Minute-Stress vor Heiligabend.


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Zimtsterne mit Eiweißglasur

Zimtsterne – Deutsche Weihnachtsplätzchen mit Mandeln und Eiweißglasur

Traditionelle deutsche Zimtsterne mit gemahlenen Mandeln, viel Zimt und glänzender Eiweißspritzglasur. Glutenfreies Weihnachtsgebäck mit saftig-zartem Kern, knuspriger Glasur und intensiven Adventsaromen – der Klassiker auf jedem Plätzchen-Teller im deutschsprachigen Raum.
Servings 40 Stück
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
1 Stunde Ruhezeit 1 Stunde
Gesamtzeit 1 Stunde 55 Minuten

Kochutensilien

  • große Rührschüssel
  • Handmixer oder Küchenmaschine für die Eiweißglasur
  • Nudelholz
  • Backpapier
  • Stern-Ausstecher Ø 4–5 cm (1½–2 in)
  • Backblech
  • Kleiner Spatel oder Pinsel zum Auftragen der Glasur

Zutaten
  

Für den Mandel-Teig

  • 250 g Mandeln (gemahlen, ungeschält für mehr Aroma)
  • 200 g Puderzucker (zusätzlich zum Ausrollen)
  • 2 TL Zimt (Ceylon-Zimt empfohlen)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eiweiß (zimmerwarm, für den Teig)
  • 1 TL Zitronensaft (frisch gepresst)

Für die Eiweißspritzglasur

  • 1 Eiweiß (zimmerwarm)
  • 175 g Puderzucker (gesiebt)
  • 1 TL Zitronensaft (frisch gepresst)

Anleitungen
 

EIWEISSGLASUR VORBEREITEN

  • Das erste Eiweiß in eine Schüssel geben und mit einem Handmixer kurz schaumig schlagen – nicht steif schlagen, nur leicht schaumig.
  • Den gesiebten Puderzucker (175 g) portionsweise unter Rühren zugeben, bis eine dickflüssige, glänzende Masse entsteht. Den Zitronensaft (1 TL) hinzufügen. Die Glasur sollte vom Löffel wie zähflüssiger Honig laufen – nicht zu flüssig, nicht zu fest. Etwa 2 EL der Glasur beiseite stellen (für den Teig), den Rest mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abdecken, damit sie nicht austrocknet.

MANDEL-TEIG ZUBEREITEN

  • In einer großen Rührschüssel die gemahlenen Mandeln, 200 g Puderzucker, Zimt und eine Prise Salz vermischen.
  • Die beiseite gestellten 2 EL Eiweißglasur, das zweite Eiweiß und 1 TL Zitronensaft zum Mandelgemisch geben. Mit den Händen oder einem Knethaken zu einem festen, leicht klebrigen Teig verkneten. Der Teig soll formbar sein – wenn zu trocken, etwas mehr Eiweiß zugeben; wenn zu klebrig, etwas mehr gemahlene Mandeln einarbeiten.
  • Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde (idealerweise über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen. So nehmen die Mandeln das Eiweiß komplett auf und der Teig wird besser ausrollbar.

STERNE AUSSTECHEN

  • Den Backofen auf 140 °C (285 °F) Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Die Arbeitsfläche mit Puderzucker bestreuen (kein Mehl – der Teig ist glutenfrei). Den Teig portionsweise auf etwa 1 cm Dicke ausrollen. Tipp: Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen, dann klebt nichts und Sie sparen den Puderzucker.
  • Mit einem Stern-Ausstecher (Ø 4–5 cm / 1½–2 in) Sterne ausstechen und auf das vorbereitete Backblech setzen. Die Teigreste zusammenkneten, erneut ausrollen und ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist.

GLASIEREN UND BACKEN

  • Die zurückbehaltene Eiweißglasur kurz aufrühren – falls zu fest, einige Tropfen Wasser unterrühren. Mit einem kleinen Spatel oder Pinsel die Oberseite jedes Sterns dünn und gleichmäßig mit Glasur bestreichen. Wichtig: Nicht über die Ränder laufen lassen, sonst tropft die Glasur beim Backen ab.
  • Im vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten backen, bis die Glasur fest und matt-glänzend, aber nicht gebräunt ist. Der Mandelkern sollte noch leicht weich sein – beim Auskühlen festigt sich alles. Vorsicht: Zimtsterne dürfen nicht zu lange im Ofen bleiben, sonst werden sie hart und trocken.

AUSKÜHLEN UND AUFBEWAHREN

  • Die fertig gebackenen Zimtsterne vorsichtig vom Backblech nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  • Die Zimtsterne entwickeln ihren vollen Geschmack erst nach 2–3 Tagen Reifezeit. In einer luftdichten Blechdose bei Zimmertemperatur halten sie sich 3–4 Wochen. Ein Apfelstückchen in der Dose hält sie saftig – nach 2–3 Tagen austauschen.
    Zimtsterne mit Glasur

Notizen

Zimt-Auswahl: Ceylon-Zimt ist mild, blumig und gesundheitlich unbedenklich (geringer Cumarin-Gehalt). Cassia-Zimt ist intensiver und billiger, sollte aber in größeren Mengen sparsamer verwendet werden. Beide funktionieren – für klassisches Aroma empfehlen wir Ceylon-Zimt.
Mandeln ungeschält: Mandeln mit brauner Schale geben mehr Aroma und die typische leicht raue Textur. Wenn nur geschälte vorhanden sind, klappt das Rezept auch – die Sterne werden nur etwas heller und milder.
Glasur-Konsistenz: Die Glasur ist das Geheimnis. Zu dünn → läuft beim Backen ab. Zu dick → lässt sich schwer auftragen. Ideal: dickflüssiger Honig. Bei Bedarf mit Tropfen Wasser oder Puderzucker anpassen.
Vegane Variante: Aquafaba (Kichererbsenwasser) ersetzt das Eiweiß sowohl im Teig als auch in der Glasur. 3 EL Aquafaba pro Eiweiß. Geschmacklich identisch, etwas weniger stabil.
Saftig halten: Ein Apfelstück oder eine Brotscheibe in der Plätzchen-Dose hält die Sterne saftig. Wichtig: Apfelstück alle 2–3 Tage austauschen, sonst Schimmelgefahr.
Einfrieren: Die ungebackenen, ausgestochenen Sterne können auf einem Blech vorgefroren und dann in einem Gefrierbeutel 3 Monate aufbewahrt werden. Direkt aus dem Tiefkühler 2–3 Minuten länger backen.
Variationen:
  • Mit Schokolade: 100 g zerlassene dunkle Schokolade in den Teig (Basler Brunsli-Style)
  • Mit Kardamom: 1 Prise gemahlener Kardamom für orientalisches Aroma
  • Mit Orangenabrieb: 1 TL Bio-Orangenabrieb im Teig

Nährwerte

Calories: 80kcalCarbohydrates: 11gProtein: 2gFat: 4g
Calories: 80kcal
Gericht: Dessert, Gebäck, Kekse, Plätzchen, süße Backware
Küche: Deutsch, Europäisch, Mitteleuropäisch, Österreichisch, Schweizerisch
Ernährungsform: Glutenfrei, Vegetarisch
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Für alle, die in der Adventszeit das Beste aus der Plätzchen-Dose machen wollen — und keine Angst vor einer kleinen Herausforderung haben. Für Familien, die seit Generationen Zimtsterne als Standard-Adventsplätzchen kennen und es jetzt einmal selbst probieren möchten. Für Gluten-Allergiker, weil Zimtsterne komplett ohne Mehl gelingen. Als selbstgemachtes Geschenk in der Blechdose, das jedes gekaufte Präsent in den Schatten stellt. Glutenfrei, vorbereit-bar (4-6 Wochen Reifezeit), und einer jener Klassiker, deren erste perfekte Charge ein kleines persönliches Backjahr-Highlight ist.

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