Kakao-Mandel-Sterne mit weißer Glasur und Puderzucker – Weihnachtsplätzchen
Dick ausgerollte Sterne aus körniger Kakao-Mandel-Masse, jeder mit einer satt-weißen Eiweißglasur bedeckt, die über die fünf Zacken läuft und am Rand einen schmalen dunklen Saum stehen lässt, darüber eine üppige Schneedecke aus feinem Puderzucker – wie eine winterliche Sternenparade auf einem rustikalen Töpferteller.
Diese Kakao-Mandel-Sterne sind das schokoladige Schwesterchen der klassischen Zimtsterne – und wie diese entstehen sie nicht aus Mürbeteig, sondern aus einer reinen Mandelmasse ohne Butter und ohne Mehl. Gemahlene Mandeln, Puderzucker, Kakao und Eiweiß, mehr braucht es nicht. Genau daran liegt die Textur, die diese Plätzchen so besonders macht: Bricht man einen Stern auf, zeigt sich eine einzige dichte Schicht, körnig wie Marzipanrohmasse, in der die Mandelstücke und die Zuckerkristalle noch zu erkennen sind – innen saftig-zäh, am Rand fest, darüber die harte weiße Glasur als Kontrast. Drei Texturen, drei Süße-Stufen, und ein Plätzchen, das auf dem Weihnachtsteller sofort auffällt, ohne dass dafür Konditor-Handwerk nötig wäre.
Der Reiz liegt in der Kombination: Schokolade und Mandel gehören zusammen wie kaum etwas anderes, und die dicke weiße Decke macht aus einem schlichten braunen Plätzchen ein kleines Schmuckstück. Weil kein Mehl in die Masse kommt, sind die Sterne zugleich von Natur aus glutenfrei – ein Nebeneffekt, der auf dem gemischten Plätzchenteller oft mehr wert ist als jede Deko. Die folgenden Abschnitte erklären in Ruhe, worauf es bei der Masse, beim Ausrollen, beim Backen und beim Glasieren ankommt, damit die Sterne genau so aussehen und schmecken wie auf den Bildern.

Die Idee – Zimtsterne, nur mit Kakao statt Zimt
Auf victorycooks.de finden Sie bereits die klassischen Zimtsterne mit Eiweißglasur – das Plätzchen, das in jeder deutschen Weihnachtsdose seinen festen Platz hat. Diese Variante übernimmt das Bauprinzip vollständig, tauscht aber den Zimt gegen Kakao. Heraus kommt ein deutlich schokoladigeres Plätzchen, das im Biss zwischen Makrone und Marzipan liegt: körnig, feucht, mit ausgeprägtem Mandelaroma und einer dunklen Schokonote im Nachgeschmack.
Zwei Dinge unterscheiden diese Sterne trotzdem sichtbar vom Original. Erstens die Farbe: 20 Gramm ungesüßter, stark entölter Kakao auf 250 Gramm Mandeln färben die Masse zu einem warmen Mittelbraun ein – dunkel genug, dass der Kontrast zur weißen Glasur trägt, hell genug, dass die Mandelstücke im Anschnitt noch als helle Sprenkel sichtbar bleiben. Mehr Kakao würde die Masse schwarz und im Geschmack bitter machen und obendrein Feuchtigkeit binden, die dann in der Krume fehlt. Zweitens die Glasur: Sie wird hier nicht dünn vor dem Backen aufgestrichen, sondern nach dem Auskühlen richtig dick auf die kalten Sterne aufgetragen. Deshalb bleibt sie schneeweiß, ohne Backrisse, und trägt anschließend den Puderzucker.
Beim Aroma der Glasur lohnt eine kleine Abweichung von der Tradition: Statt Zitronensaft kommt Vanille hinein, weil sie sich viel besser mit Schokolade und Mandel verträgt. Zitrone würde gegen die Schokonote arbeiten, Vanille trägt sie. Ein halber Teelöffel Zimt in der Masse ist übrigens kein Widerspruch: Er ist nicht als Zimt herauszuschmecken, macht das Kakao-Mandel-Aroma aber runder und weihnachtlicher. Wer es ganz pur mag, lässt ihn einfach weg.
Die Kakao-Mandel-Masse – ohne Butter, ohne Mehl
Hier liegt der entscheidende Unterschied zu einem gewöhnlichen Plätzchenteig, und wer ihn übersieht, bekommt ein völlig anderes Gebäck. In diese Masse kommt keine Butter, kein Mehl und kein Backpulver. Gebunden wird sie allein von Eiweiß, das den Puderzucker löst und die Mandelkörner zusammenklebt – genau wie bei einer Makronenmasse. Das Fett stammt ausschließlich aus den Mandeln selbst, und weil kein Gluten und kein Trieb im Spiel sind, gehen die Sterne im Ofen praktisch nicht auf und laufen auch nicht breit: Sie behalten ihre Kontur samt spitzer Zacken und bleiben innen weich.
Das Mengenverhältnis ist dabei wichtiger als die Technik. Auf 250 Gramm sehr fein gemahlene, blanchierte Mandeln kommen 200 Gramm gesiebter Puderzucker und 20 Gramm Kakao; gebunden wird mit einem Eiweiß, vom zweiten dann so viel, bis sich die Masse zu einer Kugel formen lässt. Sie soll fest, gleichmäßig feucht und leicht klebrig sein – nicht glatt und geschmeidig wie ein Butterteig, sondern körnig wie Marzipanrohmasse. Bröselt sie noch auseinander, fehlt Eiweiß. Klebt sie stark an den Händen, helfen ein bis zwei Esslöffel gemahlene Mandeln. Und verwenden Sie tatsächlich fein gemahlene Mandeln, fast so fein wie Mehl: Grobe Mandelstücke wirken wie Sollbruchstellen und lassen die feinen Sternzacken beim Ausstechen und beim Abheben einreißen.
Ein Schritt entscheidet über Frust oder Freude: die Ruhezeit von mindestens einer Stunde im Kühlschrank, gern über Nacht. In dieser Zeit ziehen die Mandeln die Feuchtigkeit aus dem Eiweiß auf, die Masse wird spürbar fester und lässt sich erst dann sauber ausrollen. Frisch angerührt ist sie dagegen weich und klebrig und schmiert am Nudelholz fest. Diese Stunde Geduld ist der wichtigste Schritt im ganzen Rezept – und sie kostet keine Arbeit, nur Wartezeit.

Die weiße Eiweißglasur – dick, deckend, nach dem Backen
Die weiße Decke auf den Fotos ist eine klassische Eiweißglasur, wie sie auch auf Zimtsternen und Lebkuchen sitzt: ein Eiweiß kurz schaumig geschlagen, dann portionsweise 175 Gramm gesiebter Puderzucker eingerührt und zum Schluss ein halber Teelöffel Vanilleextrakt. Die richtige Konsistenz ist der ganze Trick. Die Glasur muss dick und deckend sein und schwer vom Löffel fallen; verläuft sie von allein, ist sie zu dünn und lässt später die dunkle Masse durchscheinen. Zu dick geraten hilft ein halber Teelöffel Wasser, zu dünn geraten löffelweise Puderzucker. Wer die Handgriffe im Detail nachlesen möchte, findet sie in der Anleitung zur Royal-Icing-Eiweißglasur Schritt für Schritt erklärt.
Anders als bei den traditionellen Zimtsternen wird die Glasur hier erst nach dem Backen auf die vollständig kalten Sterne aufgetragen, und zwar richtig dick: etwa ein gestrichener Teelöffel pro Stern, mit einer kleinen Winkelpalette oder dem Rücken eines Teelöffels bis knapp an den Rand ausgestrichen, die Zacken großzügig mitgenommen. So entsteht die rund zwei Millimeter starke Schicht, die auf den Bildern über die Kanten hängt und am Rand nur einen schmalen dunklen Saum frei lässt. Mitgebacken würde die Glasur dünner ausfallen, feine Risse bekommen und leicht ins Elfenbein kippen – auch schön, aber ein anderes Bild. Wer es unkomplizierter mag, kann statt der Eiweißglasur einen einfachen Zuckerguss aus 200 Gramm Puderzucker und zwei bis drei Esslöffeln warmem Wasser anrühren; er deckt allerdings weniger und bleibt weicher.
Wichtig ist bei allen Varianten die Reihenfolge – dazu weiter unten mehr. Und ein Hinweis zum Eiweiß: Die Glasur wird nicht erhitzt. Für Kinder, Schwangere und empfindliche Personen greifen Sie deshalb zu pasteurisiertem Eiweiß oder streichen die Glasur klassisch schon vor dem Backen auf und backen sie mit.
Form und Dicke – warum acht Millimeter entscheidend sind
Sternförmige Plätzchen gehören seit Generationen zur deutschen Weihnachtsbäckerei, und das hat nicht nur ästhetische Gründe. Der Stern erinnert an den Stern von Bethlehem und ist damit ein durch und durch weihnachtliches Motiv. Es gibt aber auch einen ganz praktischen Vorteil: Die fünf Zacken bieten mehr Oberfläche für die weiße Glasur und den Puderzucker als ein schlichter Kreis. Dadurch sehen Sterne nicht nur eindrucksvoller aus, sie schmecken bei gleicher Größe auch ein wenig süßer, weil einfach mehr Decke draufpasst.
Für die Form sorgt ein mittelgroßer Stern-Ausstecher mit etwa sechs Zentimetern Durchmesser, wie er auf den Fotos in leuchtendem Grün zu sehen ist. Diese Größe hat sich bewährt: Kleinere Sterne werden so fein, dass die Zacken abbrechen, größere wirken auf der Adventsdose schnell klobig. Aus den letzten Teigresten lassen sich ruhig noch ein paar Mini-Sterne ausstechen – sie füllen die Lücken auf dem Teller und bekommen dieselbe Glasur.
Entscheidend ist die Dicke: etwa acht Millimeter, nicht die drei oder vier Millimeter eines Mürbeteig-Plätzchens. Eine Mandelmasse trocknet ohne diese Höhe im Ofen völlig durch und wird hart wie ein Kräcker; erst bei acht Millimetern bleibt die Mitte saftig, während die Ränder festwerden. Am gleichmäßigsten gelingt das, wenn die Masse zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder Backpapier ausgerollt wird – dort klebt sie nicht an und die Höhe bleibt konstant. Die Arbeitsfläche wird ausschließlich mit Puderzucker bestäubt, niemals mit Mehl: Mehl bliebe als weißer Belag sichtbar und würde die glutenfreie Masse zunichtemachen. Auch der Ausstecher wird zwischendurch in Puderzucker getaucht, dann lösen sich die Sterne sauber. Reste einfach wieder zusammendrücken, zehn Minuten kühlen und erneut ausrollen, bis die Masse aufgebraucht ist.

Backen und Verzieren – niedrig, kurz, in der richtigen Reihenfolge
Beim Backen gilt für diese Sterne: kühler und kürzer als bei jedem Butterplätzchen. 150 °C Ober-/Unterhitze und 13 bis 15 Minuten genügen. Das hat zwei Gründe: Kakao wird bei hoher Hitze bitter, und eine Mandelmasse gibt ihre Feuchtigkeit sehr schnell ab und wird dann trocken und hart. Aus dem Ofen kommen die Sterne oben matt, am Rand fest und in der Mitte noch deutlich weich – sie ziehen beim Abkühlen nach. Bräunen sollen sie nicht. Im Zweifel nehmen Sie einen Stern heraus und brechen ihn durch: Die Bruchfläche darf nicht mehr rohfeucht glänzen, aber auch nicht knochentrocken sein.
Danach entscheidet die Reihenfolge über das Aussehen. Die Sterne fünf Minuten auf dem Blech festwerden lassen, dann auf ein Gitter heben und vollständig auskühlen lassen, mindestens eine halbe Stunde – auf einem noch warmen Plätzchen wird die Glasur fleckig und zieht in die Masse ein. Erst dann wird die weiße Glasur dick aufgestrichen. Anschließend braucht sie eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten Antrocknen, bis die Oberfläche mattiert und nur noch minimal klebt. Genau dieses Fenster ist der Moment für den Puderzucker: Wird er zu früh aufgesiebt, versinkt er in der nassen Glasur; ist die Glasur schon ganz durchgetrocknet, rutscht er wieder ab. Sieben Sie ihn dann reichlich durch ein feines Sieb, sodass eine gleichmäßige, üppige Schneedecke entsteht, und lassen Sie die Sterne noch ein bis zwei Stunden offen nachtrocknen, bevor sie in die Dose kommen. Weil die Masse selbst nur zurückhaltend gesüßt ist, wird das Ganze trotz der weißen Pracht nie zu süß.
Aufbewahren und verschenken
Kakao-Mandel-Sterne halten sich in einer gut schließenden Blechdose bei Raumtemperatur problemlos zwei bis drei Wochen, was sie zum idealen Vorrat für die ganze Adventszeit macht. Die Glasur wirkt dabei wie ein kleiner Schutzmantel und bewahrt die Masse vor dem Austrocknen. Ein alter Bäckerei-Trick hält sie zusätzlich weich: Legen Sie ein Stück Apfel oder eine Scheibe Brot mit in die Dose – die Plätzchen ziehen ein wenig Feuchtigkeit und bleiben länger zart. Tauschen Sie das Apfelstück alle paar Tage aus, damit nichts schimmelt. Wie alle Mandelplätzchen gewinnen die Sterne dabei sogar: Nach zwei bis drei Tagen ist das Aroma runder als am Backtag.
Wenn Sie auf Vorrat backen möchten, frieren Sie die Sterne am besten ungeglasiert ein; bis zu zwei Monate sind kein Problem. Nach dem Auftauen werden sie frisch glasiert und bestäubt und sehen dann aus wie eben gebacken. Bewahren Sie verschiedene Plätzchensorten lieber getrennt oder mit Lagen aus Pergamentpapier dazwischen auf – sonst wandern die Aromen von einer Sorte zur anderen, und der zarte Mandelduft verschwindet hinter kräftigeren Nachbarn. In hübsche Tüten gefüllt und mit einer Schleife verschlossen werden aus den Sternen übrigens ein wunderbares Mitbringsel für den Adventskaffee oder ein selbst gemachtes Geschenk aus der Küche.
Häufige Fragen zu Kakao-Mandel-Sternen
Warum reißt die Masse beim Ausstechen an den Sternzacken ein?
Meist fehlt die Ruhezeit, oder die Mandeln sind zu grob gemahlen. Lassen Sie die Masse mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen und verwenden Sie sehr fein gemahlene Mandeln. Hilfreich ist außerdem, zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie auszurollen und den Ausstecher immer wieder in Puderzucker zu tauchen. Wird die Masse beim Arbeiten weich, schieben Sie sie noch einmal kurz in den Kühlschrank.
Kann statt der Mandelmasse ein normaler Mürbeteig mit Butter und Mehl verwendet werden?
Möglich ist das, es ergibt aber ein anderes Plätzchen: dünner, knuspriger, mit feiner kurzer Krume und deutlich dunklerer Farbe. Die saftig-körnige, marzipanartige Mitte, die auf den Fotos zu sehen ist, entsteht nur mit der Mandelmasse ohne Butter und Mehl. Wer den Mürbeteig-Charakter mag, findet auf der Seite eigene Rezepte dafür.
Sind diese Plätzchen glutenfrei?
Ja. In die Masse kommen nur Mandeln, Puderzucker, Kakao und Eiweiß, Mehl ist nicht enthalten – deshalb wird auch nur auf Puderzucker ausgerollt, nie auf Mehl. Wer streng glutenfrei backen muss, achtet zusätzlich auf entsprechend zertifizierte gemahlene Mandeln, Puderzucker und Kakao.
Welche Glasur passt besser, Eiweißglasur oder einfacher Zuckerguss?
Die Eiweißglasur ist deckender und formstabiler, bleibt auch auf den Zacken schön in Form und trägt anschließend den Puderzucker – sie ergibt das Bild von den Fotos. Der Zuckerguss aus Puderzucker und Wasser ist anfängerfreundlicher, deckt aber weniger und bleibt weicher. Für besonders festliche Sterne lohnt sich die Eiweißglasur.
Warum wird bei nur 150 °C gebacken und nicht heißer?
Kakao und Mandeln vertragen keine hohe Hitze: Der Kakao wird schnell bitter, und die Mandelmasse gibt ihre Feuchtigkeit ab und wird hart. Die niedrige Temperatur sorgt dafür, dass die Sterne durchbacken und trotzdem innen weich bleiben, ohne dass die Ränder verbrennen.
Kann die Glasur schon vor dem Backen aufgestrichen werden?
Ja, das ist die klassische Zimtstern-Methode und funktioniert auch hier. Die Glasur wird dann dünner, bekommt feine Risse und kippt leicht ins Elfenbein statt Schneeweiß – dafür ist das Eiweiß mitgebacken. Für die dicke, strahlend weiße Decke auf den Bildern wird nach dem Backen glasiert.
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Kakao-Mandel-Sterne mit weißer Glasur und Puderzucker – Weihnachtsplätzchen
Kochutensilien
- Rührschüssel groß
- Handmixer für die Eiweißglasur
- Nudelholz
- Frischhaltefolie oder Backpapier zum Ausrollen der Masse
- Stern-Ausstecher Ø 6 cm
- Zwei Backbleche mit Backpapier
- Kleine Winkelpalette oder Teelöffel zum Aufstreichen der Glasur
- feines Sieb für den Puderzucker
Zutaten
Für die Kakao-Mandel-Masse
- 250 g Mandeln (gemahlen, blanchiert, sehr fein)
- 200 g Puderzucker (gesiebt)
- 20 g Kakaopulver (ungesüßt, stark entölt, hochwertig)
- 2 Eiweiß (Größe M, ca. 70 g, zimmerwarm – das zweite nach Bedarf)
- 1 TL Vanilleextrakt
- 0,5 TL Zimt (optional, für Tiefe)
- 1 Prise Salz
- 30 g Puderzucker (zum Ausrollen – kein Mehl verwenden)
Für die weiße Eiweißglasur
- 1 Eiweiß (Größe M, ca. 35 g, zimmerwarm)
- 175 g Puderzucker (gesiebt)
- 0,5 TL Vanilleextrakt
Zum Bestäuben
- 40 g Puderzucker (extra, zum großzügigen Bestäuben)
Anleitungen
KAKAO-MANDEL-MASSE ZUBEREITEN
- Gemahlene Mandeln, 200 g gesiebten Puderzucker, Kakaopulver, Zimt (falls verwendet) und Salz in einer großen Schüssel gründlich vermischen, bis die Mischung gleichmäßig mittelbraun ist.
- Ein Eiweiß und den Vanilleextrakt zugeben und mit den Händen oder dem Knethaken einarbeiten. Dann vom zweiten Eiweiß so viel nachgeben, bis eine feste, gleichmäßig feuchte Masse entsteht, die sich zu einer Kugel formen lässt: Die Masse enthält weder Butter noch Mehl, bleibt deshalb körnig wie Marzipanrohmasse und darf leicht an den Händen kleben. Bröselt sie noch, kommt der Rest Eiweiß dazu; klebt sie stark, 1–2 EL gemahlene Mandeln unterarbeiten.
- Die Masse zu zwei flachen Scheiben drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde, gern über Nacht, in den Kühlschrank legen. In dieser Zeit ziehen die Mandeln die Feuchtigkeit auf, die Masse wird fester und lässt sich sauber ausrollen.
AUSROLLEN UND AUSSTECHEN
- Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Eine Scheibe zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder Backpapier etwa 8 mm dick ausrollen – so klebt nichts an und die Dicke bleibt gleichmäßig. Wer ohne Folie arbeitet, bestäubt Arbeitsfläche und Nudelholz mit Puderzucker, niemals mit Mehl: Mehl bleibt weiß auf der Oberfläche liegen und macht die Masse nicht mehr glutenfrei.
- Den Stern-Ausstecher (Ø 6 cm) in Puderzucker tauchen und Sterne ausstechen. Mit einer Winkelpalette auf das Blech heben – die Sterne laufen kaum aus, 2 cm Abstand genügen. Die Reste wieder zusammendrücken, 10 Minuten kühlen und erneut ausrollen; aus dem letzten Rest kleine Sterne ausstechen.
BACKEN
- Die Sterne 13–15 Minuten backen. Sie sollen oben matt und am Rand fest sein, in der Mitte aber noch deutlich weich – die Masse zieht beim Abkühlen nach. Nicht bräunen lassen: Bei mehr Hitze werden Kakao und Mandeln bitter und trocken.
- Die Sterne 5 Minuten auf dem Blech festwerden lassen, dann auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen, mindestens 30 Minuten. Nur auf kalten Sternen bleibt die Glasur weiß und fest.
WEISSE EIWEISSGLASUR ZUBEREITEN
- Das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel mit dem Handmixer kurz schaumig schlagen – nicht steif. 175 g gesiebten Puderzucker portionsweise unterrühren, zuletzt den Vanilleextrakt. Die Glasur soll dick und deckend sein und schwer vom Löffel fallen, ohne zu verlaufen. Zu dick: ½ TL Wasser; zu dünn: löffelweise Puderzucker nachgeben.
GLASIEREN UND BESTÄUBEN
- Mit einer kleinen Winkelpalette oder der Rückseite eines Teelöffels etwa 1 gestrichenen Teelöffel Glasur auf jeden Stern setzen und bis knapp an den Rand ausstreichen, die fünf Zacken mitnehmen. Die Schicht bleibt mit rund 2 mm bewusst dick, sodass die dunkle Masse nur als schmale Linie am Rand sichtbar bleibt.
- Die glasierten Sterne 15–20 Minuten bei Raumtemperatur antrocknen lassen: Die Oberfläche mattiert und klebt nur noch minimal.
- Solange die Glasur noch leicht anhaftet, den extra Puderzucker durch ein feines Sieb großzügig darübersieben – so bleibt die Schneedecke liegen. Auf vollständig durchgetrockneter Glasur rutscht der Puderzucker wieder ab.
- Die fertigen Sterne noch 1–2 Stunden offen nachtrocknen lassen, damit die Glasur durchhärtet, bevor sie in die Dose kommen.
ANRICHTEN UND AUFBEWAHREN
- Auf einem rustikalen Töpferteller oder Holzbrett anrichten. In einer gut schließenden Blechdose bei Raumtemperatur aufbewahren und zum Adventskaffee, mit Glühwein oder heißem Kakao servieren – das Kakao-Mandel-Aroma passt hervorragend zu warmen Wintergetränken.

Notizen
- Die Masse ist eine Mandelmasse, kein Mürbeteig: keine Butter, kein Mehl, kein Backpulver. Sie bleibt körnig und wird beim Backen saftig-zäh, nicht knusprig.
- Sehr fein gemahlene blanchierte Mandeln verwenden. Grobe Mandeln lassen die Masse an den Zacken einreißen.
- Kakaopulver stark entölt und ungesüßt – gesüßter Trinkkakao macht die Sterne zu süß und zu hell.
- Ruhezeit von mindestens 1 Stunde nicht überspringen: Erst dann bindet die Masse und lässt sich ausrollen.
- Zum Ausrollen nur Puderzucker, niemals Mehl – Mehl bleibt weiß auf der Oberfläche liegen und wäre nicht glutenfrei.
- 8 mm Dicke sind entscheidend: Dünner gebacken werden die Sterne hart, dicker bleibt die Mitte klebrig.
- 150 °C nicht überschreiten und nicht bräunen lassen – die Sterne sollen weich aus dem Ofen kommen.
- Glasur nur auf vollständig kalte Sterne und ruhig dick auftragen, sonst wirkt die weiße Decke fleckig.
- Puderzucker aufsieben, solange die Glasur noch minimal klebt – auf trockener Glasur hält er nicht.
- Luftdichte Blechdose bei Raumtemperatur: 2–3 Wochen
- Mit einem Apfelstück oder einer Brotscheibe in der Dose bleiben sie länger weich; Apfelstück alle paar Tage tauschen
- Einfrieren ungeglasiert: bis 2 Monate, dann auftauen, glasieren und bestäuben
- Verschiedene Plätzchensorten mit Pergamentpapier-Zwischenlagen getrennt lagern
- Übrige Eiweißglasur hält abgedeckt 2 Tage im Kühlschrank
- Mit Haselnüssen statt Mandeln – kräftiger und herbstlicher.
- 1 TL Espressopulver in die Masse – Mokka-Note.
- Abgeriebene Schale einer Bio-Orange in die Masse – fruchtig-festlich.
- Zimt und eine Prise gemahlener Sternanis in die Masse für Lebkuchen-Charakter.
- Gehackte Pistazien auf die feuchte Glasur streuen – grüne Sprenkel.
- Statt weißer Glasur nur Puderzucker aufsieben – Vanillekipferl-Stil.
- Klassisch wie bei Zimtsternen: Die Eiweißglasur schon vor dem Backen aufstreichen und mitbacken – sie wird dann etwas dünner und bekommt feine Risse.
- Einfacher Zuckerguss aus 200 g Puderzucker und 2–3 EL warmem Wasser – schneller, aber weniger deckend als die Eiweißglasur auf den Fotos.
- Mit Glühwein
- Mit heißem Kakao oder Espresso
- Mit weihnachtlichem Schwarztee (Earl Grey mit Orange)
- Als Mitbringsel in hübschen Tüten mit Schleife verpackt
Nährwerte
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📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Kakao-Mandel-Sterne mit weißer Glasur sind ideal für die klassische deutsche Adventsbäckerei und machen sich besonders gut in einer Plätzchendose mit buntem Sorten-Mix. Familien, die in der Vorweihnachtszeit gemeinsam backen möchten, haben hier ein dankbares Rezept, denn Ausstechen und Bestäuben gelingen auch Kindern. Weil die Masse ohne Mehl gebunden wird, sind die Sterne von Natur aus glutenfrei und passen damit auch auf einen Plätzchenteller, an dem Gluten gemieden wird. Wer Geschenke aus der Küche verschenken will, füllt sie in hübsche Tüten mit weihnachtlicher Schleife. Das Rezept ist vegetarisch und laktosefrei, und mit etwa 85 kcal pro Plätzchen bleibt es überschaubar. Die Zubereitung dauert insgesamt rund zweieinhalb Stunden, davon fast zwei Stunden reine Warte- und Trockenzeit – gut machbar an einem gemütlichen Wochenend-Nachmittag – und ergibt etwa 40 Sterne von 6 cm, also genug für eine ganze Adventsdose und zwei kleine Mitbring-Tüten als Geschenk.
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