Kimchi aus Chinakohl mit Kaki – mild fermentiert, natürlich & ausgewogen
Kimchi wird oft mit intensiver Schärfe und kräftigen Aromen verbunden. Doch traditionell ist Kimchi vor allem eines: ein fermentiertes Gemüsegericht, das von Balance, Textur und natürlicher Reifung lebt. Diese milde Variante zeigt, dass Kimchi auch sanft, harmonisch und alltagstauglich sein kann – ohne Fischsauce, ohne scharfen Chili und ohne zugesetzten Zucker.
Natürliche Süße statt Zucker: Warum Kaki hier den Unterschied macht
Die Verwendung einer sehr reifen Kaki ist kein Ersatz aus der Not heraus, sondern eine bewusste Entscheidung. Ihre natürliche Fruktose dient den Milchsäurebakterien als ideale Nahrungsquelle und unterstützt eine gleichmäßige, milde Fermentation. Gleichzeitig bringt die Kaki eine dezente Fruchtigkeit mit, die den Kohl abrundet, ohne dominant zu wirken.
Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker oder Sirupen arbeitet die Süße hier mit dem Fermentationsprozess – nicht gegen ihn. Das Ergebnis ist ein Kimchi, das bereits nach kurzer Reifezeit ausgewogen schmeckt und auch für Einsteiger bestens geeignet ist.
Die Rolle der Reispaste: Textur ist kein Zufall
Ein Blick auf die Gläser zeigt sofort: Die Würzpaste ist dicht, cremig und haftet gleichmäßig an jedem Kohlblatt. Verantwortlich dafür ist die Reispaste (Reisschleim). Sie erfüllt eine rein technische Aufgabe: Sie bindet die Aromen und sorgt dafür, dass Paprika, Knoblauch und Fruchtpüree nicht nach unten absinken.
Ohne diese Komponente würde das Kimchi wässrig wirken und ungleichmäßig fermentieren. Mit ihr entsteht die typische, umhüllende Textur, die man von hochwertigem Kimchi kennt – auch in dieser milden Version.
Gleichmäßige Fermentation durch feine Schnitte
Auf den Fotos fällt auf, wie fein Karotte und Frühlingszwiebeln geschnitten sind. Diese Julienne-Streifen sind kein ästhetischer Zufall, sondern ein technischer Vorteil. Dünne Streifen fermentieren im gleichen Tempo wie die Chinakohlblätter und integrieren sich harmonisch in Textur und Geschmack.
Grobe Stücke würden entweder zu knackig bleiben oder schneller übersäuern. Feine Schnitte sorgen für ein rundes Mundgefühl und ein gleichmäßiges Ergebnis im Glas.
Mild, bekömmlich und trotzdem authentisch
Viele Menschen meiden Kimchi wegen der Schärfe. Diese Variante setzt bewusst auf Paprikapulver statt Chili. Dadurch bleibt der charakteristische Geschmack erhalten, ohne den Gaumen zu überfordern. Das macht dieses Kimchi nicht nur magenfreundlicher, sondern auch familientauglich – sogar Kinder oder empfindliche Esser können davon profitieren.
Gleichzeitig bleibt der fermentierte Charakter vollständig erhalten. Geschmack entsteht hier nicht durch Schärfe, sondern durch Zeit, Mikroorganismen und sorgfältige Vorbereitung.
Gesundheit im Glas: Probiotische Vielfalt aus der eigenen Küche
Hausgemachtes Kimchi gehört zu den wertvollsten fermentierten Lebensmitteln überhaupt. Während der Reife entwickeln sich Milchsäurebakterien, die die Darmflora unterstützen und das Immunsystem stärken können. Die milde Würzung sorgt dafür, dass diese Vorteile regelmäßig und ohne Überforderung genossen werden können.
Gerade diese Version eignet sich hervorragend für den Alltag – als Beilage, Topping oder kleine Vorspeise.
Servieren mit Stil
Kimchi ist längst mehr als nur eine Beilage. In einem schönen Glas serviert, wird es zum farblichen Akzent auf dem Tisch. Ob zu Reis, Bowls, gebratenem Gemüse oder einfach pur: Die leuchtende Farbe und die cremige Konsistenz machen dieses Kimchi auch optisch zu einem Highlight.
Lust auf weitere Gemüseklassiker?
Wer Freude an hausgemachten, aromatischen Gemüsebeilagen hat, findet hier weitere Ideen:
👉 Sauerkraut mit roter Bete – mild fermentiert mit erdiger Note
👉 Karamellisiertes Zwiebel-Confit (französische Art) – perfekt zu Käse & Brot
👉 Pico de Gallo – frische Tomatensalsa mit Limette
👉 Auberginenaufstrich mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch
👉 Zucchini-Aufstrich – leicht, cremig und vielseitig

Kimchi aus Chinakohl mit Kaki (mild & hausgemacht)
Zutaten
3 EL Paprikapulver
- 1 Chinakohl (mittelgroß, ca. 1–1,2 kg)
- 4-5 EL Salz (grob)
- 2 EL Reismehl
- 2 EL Kokosblütenzucker
- 1 Karotte (klein)
- Frühlingszwiebeln (nach Geschmack)
- ½ Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 1 Kaki (klein, sehr reif)
- 3 EL Paprikapulver (edelsüß oder geräuchert für mehr Aroma; alternativ Chiliflocken oder Gochugaru nach Geschmack)
Anleitungen
- Chinakohl vorbereiten und salzen:Vom Chinakohl ein paar äußere Blätter entfernen. Den Kohl in grobe Quadrate schneiden (ca. 5 × 5 cm / etwa 2 × 2 inch).Die Blätter kurz in einem Sieb abspülen, nicht vollständig abtropfen lassen.Den Kohl schichtweise in eine große Schüssel geben und jede Schicht mit etwa 1 EL grobem Salz bestreuen.Insgesamt entstehen 4–5 Schichten.Den Kohl 5 Stunden ziehen lassen, dabei einmal pro Stunde gut durchmischen, damit er gleichmäßig Wasser verliert.
- Reispaste kochen:1,5 Tassen Wasser (ca. 360 ml) in einen kleinen Topf geben, Reismehl einrühren und unter ständigem Rühren erhitzen.Sobald die Mischung aufkocht und Bläschen bildet, sofort vom Herd nehmen.Den Kokosblütenzucker einrühren und die Paste vollständig abkühlen lassen.
- Gemüse & Würzpaste vorbereiten:Karotte und Frühlingszwiebeln in feine, lange Streifen schneiden.Zwiebel, Knoblauch und die sehr reife Kaki in einen Mixer geben und zu einem glatten Püree verarbeiten.
- Kimchi-Masse mischen:Den gesalzenen Chinakohl gründlich (evtl. 2-3 Mal) unter fließendem Wasser abspülen, gut ausdrücken und abtropfen lassen.Karotten, Frühlingszwiebeln, Zwiebel-Knoblauch-Kaki-Püree, Paprikapulver und die abgekühlte Reispaste zum Kohl geben.Alles sehr gründlich vermengen.Tipp: Am besten mit Handschuhen arbeiten.
- Abfüllen & Reifen:Das Kimchi fest in saubere Gläser füllen, dabei darauf achten, dass so wenig Luft wie möglich im Glas bleibt, und verschließen.Für mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.Nach dieser Zeit ist das Kimchi mild, aromatisch und verzehrbereit.Mit längerer Lagerung (3–5 Tage) intensiviert sich der Geschmack weiter.

Notizen
⸻ Glutenfrei – Hinweis Dieses Kimchi ist von Natur aus glutenfrei, da es ohne Weizenprodukte und ohne Fischsauce zubereitet wird. Wichtig ist lediglich, reines Reismehl zu verwenden und bei Paprikapulver oder Gewürzmischungen auf mögliche Spuren von Gluten zu achten.
📌 Für wen ist dieses Rezept ideal? Dieses milde Kimchi aus Chinakohl mit Kaki ist ideal für alle, die fermentierte Küche kennenlernen möchten, ohne sofort zu scharfen oder sehr intensiven Varianten zu greifen. Das Rezept eignet sich perfekt für Kimchi-Einsteiger, für den Alltag sowie für alle, die bewusst auf Fischsauce verzichten möchten. Durch die milde Würzung und die natürliche Süße der Kaki passt dieses Kimchi hervorragend zu Bowls, Reisgerichten und leichten Gemüsepfannen und ist auch für empfindlichere Gaumen gut geeignet.
🔎 Suchen Sie nach: Kimchi selber machen, mildes Kimchi Rezept, Kimchi ohne Fischsauce, vegetarisches Kimchi, Kimchi mit Chinakohl, Kimchi mit Kaki, Kimchi für Anfänger, hausgemachtes Kimchi, Kimchi ohne Chili, fermentierter Chinakohl, Kimchi vegan Rezept, einfaches Kimchi, asiatische Fermentation, Kimchi Kühlschrankrezept, gesundes Kimchi
Haben Sie dieses Rezept ausprobiert? Bitte teilen Sie Ihre Eindrücke oder Vorschläge durch einen Kommentar unten. Ihr Feedback hilft anderen Lesern, die Kochkünste zu verbessern und etwas Neues zu probieren!