Lachsseite im Backofen mit Kapern und Thymian: wie lange und bei welcher Temperatur

LACHSSEITE

Warum eine ganze Lachsseite kaum länger braucht als ein Filetstück, woran man sieht, dass sie gar ist, und wie sie auf dem Blech zum Festessen für Gäste wird.

18. Oktober 2026
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Lachsseite im Backofen mit Kapern und Thymian: wie lange und bei welcher Temperatur

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Eine ganze Lachsseite für sechs Gäste braucht im Ofen kaum länger als ein einzelnes Filetstück, denn die Garzeit richtet sich nach der Dicke und nicht nach dem Gewicht – wer das einmal verstanden hat, serviert das Festessen nach einer Viertelstunde direkt vom Blech.


Eine Lachsseite im Backofen ist eines der Gerichte, die nach viel Arbeit aussehen und kaum welche machen. Gewürzt wird in fünf Minuten, den Rest erledigt der Ofen, und serviert wird auf dem Blech in der Mitte des Tisches. Die Fragen kommen trotzdem: Wie lange braucht die Seite, bei welcher Temperatur, für wie viele Gäste reicht sie, und woran sieht man, dass sie gar ist, ohne sie zu zerpflücken?

Die Antworten in diesem Artikel beruhen auf einer einfachen Messgröße, der Dicke an der dicksten Stelle, und auf den Mengen und Zeiten aus den Lachsrezepten dieser Seite. Das Rezept am Ende würzt mit Kapern, Thymian und Paprika; Kochbananen und Möhren vom selben Blech sind eine Beilage für alle, die mögen, und lassen sich genauso gut weglassen.


Wie groß die Lachsseite sein muss: für wie viele Personen

Eine Lachsseite ist das Filet einer Hälfte, ohne Kopf, Rückgrat und Bauchgräten, mit Haut. Je nach Größe des Fisches wiegt sie etwa 0,8 bis 1,7 kg, meist um 1,2 kg. Als Hauptgericht rechnet man 150 bis 200 g Lachs pro Person, so wie in den meisten Lachsrezepten dieser Seite. Eine Seite von 1,2 kg reicht damit für sechs Personen, mit reichlich Beilagen für acht und am Buffet für neun bis zwölf Gäste.

Gekauft wird die Seite am besten mit Haut. Sie hält das Filet beim Anheben zusammen und bleibt nach dem Backen auf dem Papier liegen, wenn das Fleisch portioniert wird. Auch als grätenfrei verkaufte Seiten haben gelegentlich noch einzelne Gräten; ein Strich mit der Fingerspitze über die Mittellinie findet sie. Wer lieber einen ganzen Fisch kauft und selbst teilt, findet jeden Schnitt im Artikel Ganzen Lachs filetieren.

Koch hält eine ganze Lachsseite mit beiden Händen, die Hautseite zum Betrachter
Eine Lachsseite ist die Hälfte eines Lachses ohne Kopf und Gräten; mit Haut wiegt sie meist um 1,2 kg.

Im Handel stammt eine frische Lachsseite fast immer aus Zucht. Worin sie sich von Wildlachs unterscheidet, zeigt der Artikel Zuchtlachs oder Wildlachs. Für den Ofen zählt vor allem eines, das auf keinem Etikett steht: wie dick die Seite an ihrer dicksten Stelle ist.


Wie lange und bei welcher Temperatur: Die Dicke zählt, nicht das Gewicht

Eine Lachsseite von 1,2 kg braucht bei 200 °C nicht länger als ein einzelnes Filetstück von 200 g, wenn beide an der dicksten Stelle 3 cm messen. Die Wärme dringt von oben und unten ein; der Weg zur Mitte ist bei beiden gleich. Eine alte Faustregel aus der kanadischen Fischküche rechnet deshalb nur mit der Dicke: zehn Minuten je 2,5 cm bei sehr heißem Ofen. Bei 200 °C sind es knapp fünf Minuten pro Zentimeter.

Dicke an der dicksten Stelle220 °C200 °C120 °C
2 cm8–10 Min.9–11 Min.18–22 Min.
3 cm12–14 Min.14–17 Min.27–32 Min.
4 cm16–19 Min.18–21 Min.36–42 Min.

Die Zeiten gelten für Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Ofen; mit Umluft stellt man den Ofen 20 °C niedriger ein. Ab der unteren Grenze wird geprüft. Gemessen wird mit einem Lineal neben der dicksten Stelle oder mit einem Zahnstocher, den man senkrecht einsticht und markiert.

200 °C ist für eine ganze Seite der beste Kompromiss: Die Oberfläche bekommt in einer Viertelstunde Farbe, und die Mitte bleibt saftig. Bei 220 °C geht es schneller, aber die Ränder trocknen auch früher aus. Bei 120 °C gart die Seite sanft und durchgehend gleichmäßig rosa, braucht dafür etwa doppelt so lange und bräunt kaum.


Warum das dünne Ende zuerst gar ist

Eine Lachsseite ist kein Block, sondern ein Keil. Am Kopfende ist sie am dicksten, zum Schwanz und zum Bauchrand hin oft kaum 1 cm dick. Nach der Faustregel ist ein Zentimeter in rund fünf Minuten gar, die dicke Mitte erst nach einer Viertelstunde. Wer die Zeit nach der Mitte richtet, bekommt ein trockenes Schwanzende; wer sie nach dem Ende richtet, eine rohe Mitte.

Der einfachste Ausgleich: die letzten 5 cm des Schwanzes unter die Seite klappen. Das Ende wird dadurch doppelt so dick und gart fast im Tempo der Mitte, und eine zu lange Seite passt nebenbei besser aufs Blech. Den dünnen, fetten Bauchrand schneidet man vorher gerade ab, wenn er stark übersteht, und brät ihn separat; wie das geht, zeigt ebenfalls der Artikel Ganzen Lachs filetieren.

Ganz verschwinden muss der Unterschied nicht. Manche Gäste mögen Lachs fester und greifen gern zu den durchgegarten Enden. Wichtig ist nur, dass die Zeit nach der dicksten Stelle bemessen wird und nicht nach dem Gewicht auf dem Preisschild.


Woran man erkennt, dass die Lachsseite gar ist

Die zuverlässigste Probe ohne Gerät ist die Gabelprobe an der dicksten Stelle. Eine Gabel leicht hineindrücken und etwas drehen: Gibt das Fleisch nach und schiebt sich in Lamellen auseinander, ist die Seite gar. Innen ist sie dann hellrosa und nicht mehr glasig. Sperrt sich das Fleisch noch, kommt die Seite für weitere zwei bis drei Minuten zurück in den Ofen.

Mit einem Küchenthermometer geht es genauer: Bei 60 °C an der dicksten Stelle ist Lachs durchgegart und noch saftig. Ein spätes Signal sind weiße Tröpfchen auf der Oberfläche. Das ist Eiweiß, das die Fasern beim Garen herausdrücken; je mehr davon austritt, desto trockener wird der Fisch. Erscheinen die ersten Tröpfchen, ist es höchste Zeit, die Seite herauszunehmen.

Glasig in der Mitte, um 50 °C, schmeckt Lachs besonders zart, ist dort aber nicht durchgegart. Dafür eignet sich nur Lachs, der auch roh gegessen werden darf: ausdrücklich zum Rohverzehr verkauft oder vorher im Gefrierschrank zu Hause (−18 °C) mindestens fünf Tage eingefroren, gerechnet ab dem Einlegen. Die Gründe stehen im Artikel Lachs roh essen.


Würzen mit Kapern, Thymian und Paprika

Die Reihenfolge macht den Unterschied: erst das Öl, dann die Gewürze. Olivenöl hält Paprika und Pfeffer auf der Oberfläche fest und verhindert, dass sie im Ofen austrocknet. Edelsüßes Paprikapulver gibt die rotgoldene Farbe, ohne zu schärfen; wer es rauchig mag, ersetzt die Hälfte durch geräuchertes.

Rohe Lachsseite mit Paprika, grobem Pfeffer, Thymianzweigen und Kapern, darunter Olivenöl auf Backpapier
Öl zuerst, dann Gewürze: So haften Paprika und Pfeffer, und die Oberfläche trocknet im Ofen nicht aus.

Kapern bringen Salz mit. Zwei Esslöffel enthalten so viel davon, dass ein Teelöffel Salz für die ganze Seite reicht; nachgesalzen wird bei Tisch. Im Ofen schrumpfen die Kapern ein wenig, werden an den Rändern knusprig und schmecken dann weniger sauer, eher würzig.

Die Thymianzweige kommen ganz auf den Fisch. Sie trocknen in der Hitze, geben ihr Aroma an das Öl ab und lassen sich nach dem Backen leicht abstreifen. Wer Dill lieber mag als Thymian, streut ihn erst nach dem Backen frisch darüber, denn er verträgt die Ofenhitze schlecht.


Kochbananen und Möhren vom selben Blech – für alle, die mögen

Die Lachsseite schmeckt pur, mit Brot oder mit jeder Beilage aus dem Topf. Wer aber das ganze Essen auf einem Blech haben möchte, legt Gemüse rundherum. Im Rezept sind es Möhren und Kochbananen. Kochbananen sind größer und fester als Obstbananen und werden fast immer gegart gegessen. Reif, mit gelb-schwarz gefleckter Schale, werden sie im Ofen weich und süßlich wie eine Mischung aus Süßkartoffel und Banane; grün bleiben sie fest und mehlig.

Zum fetten Lachs passt genau diese süßlich-mehlige Art: Die Scheiben nehmen Öl und Saft vom Fisch auf wie eine Ofenkartoffel. Geröstet werden sie in Scheiben mit Schale. Die Schale hält die Scheiben zusammen und wird nicht mitgegessen. Nach dem Backen löst sie sich leicht.

Möhren und Kochbananen brauchen bei 200 °C rund eine halbe Stunde, der Lachs nur eine Viertelstunde. Deshalb kommt das Gemüse 15 Minuten früher in den Ofen, an den Rand des Blechs, und der Lachs danach in die Mitte. Wer keine Kochbananen bekommt, nimmt Süßkartoffeln oder kleine Kartoffeln in Spalten; Zeit und Temperatur bleiben gleich. Ohne Gemüse steht die Seite in gut 20 Minuten auf dem Tisch.


Alufolie, Niedrigtemperatur oder Grill: was die anderen Wege bringen

Alufolie macht aus dem Backen ein Dämpfen. Der Fisch bleibt saftig, bekommt aber keine Farbe, und die Garzeit verlängert sich um etwa fünf Minuten. Für eine ganze Seite auf dem Blech ist das selten nötig. Salzige und saure Lebensmittel sollen ohnehin nicht direkt mit Alufolie in Berührung kommen, darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung hin. Wer abdecken möchte, legt Backpapier zwischen Fisch und Folie.

Niedrigtemperatur bei 120 °C lohnt sich für sehr dicke Seiten und für alle, die Lachs durchgehend gleichmäßig rosa mögen. Der Preis: etwa doppelt so lange im Ofen und kaum Röstfarbe. Ohne Küchenthermometer ist der richtige Moment schwer zu treffen, weil die Gabelprobe bei so sanfter Hitze weniger deutlich ausfällt.

Auf dem Grill gart eine ganze Seite am besten indirekt, mit geschlossenem Deckel und auf Backpapier oder einer Grillschale, damit sie beim Wenden nicht zerbricht. Wie Lachs direkt über der Glut gelingt, zeigt der gegrillte Lachs mit grünem Spargel mit Koteletts von 2,5 bis 3 cm.


Mit Haut, Wildlachs, tiefgekühlt: welche Seite sich wie verhält

Mit Haut liegt die Seite mit der Hautseite nach unten auf dem Papier und wird nicht gewendet. Die Haut schützt die Unterseite vor der Hitze des Blechs und klebt nach dem Backen am Papier fest, sodass sich das Fleisch mit dem Pfannenwender einfach abheben lässt. Eine Seite ohne Haut gelingt genauso, ist aber zerbrechlicher; das Papier wird dann dünn eingeölt.

Wildlachs ist deutlich magerer als Zuchtlachs. Er trocknet schneller aus, deshalb gilt für ihn die untere Zeitgrenze der Tabelle, bei dünnen Seiten auch 180 °C statt 200 °C. Für glasigen Wildlachs gilt dieselbe Einfrierregel wie für rohen Fisch.

Tiefgekühlte Seiten tauen am besten über Nacht im Kühlschrank auf, sehr dicke auch einen ganzen Tag lang, auf einem Gitter oder Sieb, damit das Tauwasser abläuft. Danach gut trocken tupfen, sonst dämpft die Oberfläche statt zu bräunen. Gefroren in den Ofen geschoben, braucht die Seite doppelt so lange und gart außen viel früher als innen; für eine ganze Seite ist das keine gute Idee.


Für Gäste vorbereiten und auf dem Blech servieren

Für ein Essen mit Gästen lässt sich fast alles vorbereiten. Möhren schneiden, die Seite auf das Papier legen, mit Öl, Paprika und Pfeffer würzen, abdecken und kalt stellen. Kochbananen werden erst kurz vor dem Backen geschnitten, sonst werden sie an der Schnittfläche braun. Salz und Kapern kommen erst unmittelbar vor dem Backen dazu, denn Salz zieht schon nach kurzer Zeit Flüssigkeit aus dem Fisch. Wenn die Gäste da sind, braucht der Ofen noch rund 35 Minuten mit Gemüse oder eine Viertelstunde ohne.

Gebackene Lachsseite mit Thymian und Kapern von oben, ringsum Kochbananen und Möhren auf Backpapier
Direkt auf dem Blech serviert: Die Haut bleibt beim Portionieren auf dem Papier liegen.

Serviert wird am schönsten so, wie die Seite aus dem Ofen kommt: auf dem Blech oder mit dem Papier auf einem großen Brett, in der Mitte des Tisches. Nach zwei Minuten Ruhe teilt man sie mit einem breiten Pfannenwender quer in Portionen. Dicke Stücke aus der Mitte und dünnere vom Schwanz liegen dann nebeneinander, und jeder nimmt, was er mag.


Aufbewahrung und Reste

Reste vom Ofenlachs kommen abgedeckt in den Kühlschrank und werden innerhalb von zwei Tagen gegessen, so empfiehlt es die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ für zubereiteten Fisch. Kalt schmeckt der Lachs zerpflückt im Salat, auf Brot oder in einer Pasta, die ihn erst ganz am Ende bekommt. Wer ihn warm möchte, erwärmt ihn kurz und vollständig, damit er nicht noch weiter austrocknet.

Eine ungegarte, gewürzte Seite wird noch am selben Tag gebacken. Frischer Fisch gehört grundsätzlich am Kauftag oder am nächsten Tag in den Ofen; bis dahin liegt er im kältesten Fach des Kühlschranks.


Was schiefgeht – und woran es lag

Was passiert istWoran es lagBeim nächsten Mal
Ränder trocken, Mitte noch glasigdünnes Schwanzende, Zeit nach dem Gewicht bemessenSchwanz unterklappen, Zeit nach der dicksten Stelle richten
Weiße Tröpfchen auf der ganzen Oberflächezu lange im Ofenab der unteren Zeitgrenze prüfen
Fleisch fest und trockenKern deutlich über 60 °CGabelprobe früher, Thermometer
Unterseite klebt am PapierSeite ohne Haut gebackenPapier dünn ölen oder mit Haut kaufen
Paprika dunkel und bitterohne Öl gewürzt oder zu heißerst Öl, dann Gewürze, nicht über 200 °C
Gemüse noch hartzu dicke Stücke oder ohne VorlaufStücke von 1,5 cm, 15 Minuten vorrösten
Oberfläche blass und nassaufgetaut nicht trocken getupft oder in Folietrocken tupfen, offen backen
Seite passt nicht aufs BlechFisch sehr großdiagonal legen oder Schwanz unterklappen

Häufige Fragen zur Lachsseite im Backofen

Wie lange braucht eine Lachsseite im Backofen?

Bei 200 °C Ober-/Unterhitze, 180 °C Umluft, braucht eine Lachsseite, die an der dicksten Stelle 3 cm misst, 14 bis 17 Minuten. Ist sie nur 2 cm dick, sind es 9 bis 11 Minuten, bei 4 cm 18 bis 21 Minuten. Geprüft wird ab der unteren Grenze mit der Gabel an der dicksten Stelle.

Für wie viele Personen reicht eine Lachsseite?

Als Hauptgericht genügt eine Seite von 1,2 kg sechs Gästen; stehen viele Beilagen auf dem Tisch, reicht sie für acht. Neben anderen Gerichten am Buffet werden neun bis zwölf Gäste satt.

Kommt die Haut beim Lachs im Ofen nach oben oder nach unten?

Nach unten. Auf dem Backpapier liegend, bewahrt sie das Fleisch darüber vor zu starker Hitze von unten und haftet nach dem Backen am Papier. So lässt sich das Fleisch portionsweise abheben, ohne dass die Seite gewendet werden muss.

Muss man eine Lachsseite in Alufolie garen?

Nein. Offen auf Backpapier bekommt die Lachsseite Farbe und bleibt bei richtiger Zeit trotzdem saftig. In Alufolie dämpft sie, bleibt blass und braucht rund fünf Minuten länger. Soll die Seite doch abgedeckt werden, gehört eine Lage Backpapier dazwischen, denn Salziges sollte die Folie nicht berühren.

Welche Beilagen passen zur Lachsseite aus dem Ofen?

Am einfachsten Gemüse vom selben Blech, etwa Kochbananen, Möhren, Süßkartoffeln oder kleine Kartoffeln, die 15 Minuten vor dem Lachs in den Ofen kommen. Dazu passen Frühkartoffeln mit Dill, Kartoffelsalat mit Kapern, ein Gurkensalat und im Frühling grüner Spargel.

Kann man eine gefrorene Lachsseite im Backofen garen?

Besser nicht. Gefroren braucht eine Lachsseite doppelt so lange und gart außen deutlich früher als innen. Sie taut über Nacht im Kühlschrank auf, eine sehr dicke Seite auch einen ganzen Tag, und wird danach gut trocken getupft.


Gebackene Lachsseite mit Thymianzweigen, Kapern und Paprika auf Backpapier, ringsum gebackene Kochbananenscheiben mit Schale und Möhrenstifte

Lachsseite im Backofen mit Kapern und Thymian

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Eine ganze Lachsseite mit Haut, gewürzt mit Paprika, Pfeffer, Thymian und Kapern, gart bei 200 °C in 14 bis 17 Minuten. Entscheidend ist die Dicke an der dicksten Stelle, nicht das Gewicht. Kochbananen und Möhren vom selben Blech sind eine Beilage für alle, die mögen.
Portionen 6 Portionen
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 50 Minuten

Kochutensilien

  • Backblech (großes Standardblech)
  • Backpapier (zwei Bögen)
  • Küchenpapier
  • Grätenzange (optional)
  • Küchenthermometer (optional; sonst Gabelprobe)
  • Pfannenwender (breit, zum Portionieren)

Zutaten
  

Für die Lachsseite

  • 1,2 kg Lachsfilet (eine ganze Seite mit Haut, an der dicksten Stelle etwa 3 cm; Gräten gezogen)
  • 3 EL Olivenöl (extra vergine)
  • 1 TL Salz (fein)
  • 2 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • ½ TL Schwarzer Pfeffer (grob gemahlen)
  • ½ Bund Thymian (frisch; etwa 8 Zweige)
  • 2 EL Kapern (abgetropft)

Optional: Ofengemüse

  • 2 Stück Kochbananen (reif, Schale gelb mit schwarzen Flecken; zusammen etwa 500 g)
  • 4 Stück Möhren (zusammen etwa 400 g)
  • 2 EL Olivenöl (für das Gemüse)
  • ½ TL Salz (für das Gemüse)

Anleitungen
 

  • OFEN VORHEIZEN:
    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen und das Blech mit einem Bogen Backpapier auslegen.
  • GEMÜSE VORRÖSTEN (OPTIONAL):
    Die Möhren schälen und längs in etwa 1,5 cm dicke Stifte schneiden. Die Kochbananen mit Schale schräg in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Beides mit 2 EL Olivenöl und ½ TL Salz mischen, an den Rändern des Blechs verteilen, sodass in der Mitte Platz für den Lachs bleibt, und 15 Minuten vorrösten.
  • LACHS VORBEREITEN:
    Die Lachsseite mit Küchenpapier trocken tupfen und mit der Fingerspitze über die Mittellinie streichen; übrig gebliebene Gräten mit einer Grätenzange ziehen. Die dickste Stelle messen oder schätzen: Von ihr hängt die Backzeit ab. Ist das Schwanzende sehr dünn, die letzten 5 cm unter die Seite klappen.
  • WÜRZEN:
    Die Lachsseite mit der Hautseite nach unten auf den zweiten Bogen Backpapier legen. Mit 3 EL Olivenöl beträufeln, mit 1 TL Salz, Paprikapulver und Pfeffer bestreuen, die Thymianzweige darauflegen und die Kapern darüber verteilen.
    Rohe, mit Paprika und Pfeffer gewürzte Lachsseite mit Thymianzweigen und Kapern auf Backpapier, am Rand Olivenöl
  • BACKEN:
    Die Lachsseite mit dem Papier in die Mitte des Blechs zwischen das Gemüse ziehen; ohne Gemüse das Papier mit dem Lachs einfach auf das Blech legen. Auf der mittleren Schiene 14 bis 17 Minuten backen und ab der 14. Minute an der dicksten Stelle prüfen.
  • GARPROBE:
    Mit einer Gabel an der dicksten Stelle leicht hineindrücken: Lässt sich das Fleisch in Lamellen auseinanderschieben und ist es innen hellrosa statt glasig, ist die Seite gar. Mit dem Thermometer sind es dort 60 °C. Weiße Tröpfchen auf der Oberfläche zeigen, dass es höchste Zeit ist.
  • SERVIEREN:
    Die Lachsseite 2 Minuten ruhen lassen und auf dem Blech servieren. Mit einem breiten Pfannenwender quer in Portionen teilen und das Fleisch von der Haut heben. Die Haut bleibt auf dem Papier. Die Schale der Kochbananen wird nicht mitgegessen.
    Gebackene Lachsseite mit Thymian und Kapern von oben, ringsum Kochbananen und Möhren auf Backpapier

Notizen

Tipps:
  • Die Backzeit richtet sich nach der Dicke an der dicksten Stelle: etwa 2 cm 9 bis 11 Minuten, 3 cm 14 bis 17 Minuten, 4 cm 18 bis 21 Minuten bei 200 °C.
  • Kapern sind salzig, deshalb reicht 1 TL Salz für die ganze Seite. Nachsalzen bei Tisch.
  • Wer die Mitte glasig mag (um 50 °C), nimmt Lachs, der zum Rohverzehr verkauft wird, oder friert ihn vorher im Gefrierschrank zu Hause (−18 °C) mindestens fünf Tage ein, gerechnet ab dem Einlegen.
Ausbeute: Eine Seite von 1,2 kg ergibt 6 Hauptportionen à 200 g, mit reichlich Beilagen 8 Portionen, am Buffet 9 bis 12. Nährwerte ohne das optionale Ofengemüse.
Aufbewahrung: Reste abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen essen, kalt im Salat oder kurz erwärmt.
Variationen:
  • Statt Kochbananen Süßkartoffeln oder kleine Kartoffeln in Spalten nehmen, die Vorröstzeit bleibt gleich.
  • Statt Thymian Dill, dann erst nach dem Backen darüberstreuen.
  • Bei 120 °C gart die Seite sanfter und gleichmäßiger, braucht aber etwa doppelt so lange und am besten ein Thermometer.

Nährwerte

Kalorien: 464kcalKohlenhydrate: 0.4gEiweiß: 41gFett: 32gGesättigte Fettsäuren: 6.8gNatrium: 517mgBallaststoffe: 0.5gZucker: 0.1g
Gericht: Fischgericht, Hauptgericht, Ofengericht
Küche: International
Ernährungsform: Glutenfrei, Laktosefrei, Low Carb, Ohne Zuckerzusatz
Schlagwort: Aus dem Ofen, einfach, festlich, Fischgerichte, Gästeessen, gebacken, Ofengericht, Ostern, saftig, Weihnachten

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Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag gibt allgemeine Hinweise für die private Küche. Die Garzeiten sind Richtwerte; maßgeblich ist die Probe an der dicksten Stelle. Für glasig gegarten Lachs gelten dieselben Regeln wie für rohen Fisch. Die Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung, alle Angaben sind sorgfältig recherchiert, aber ohne Gewähr.


Wie servieren Sie Ihre Lachsseite – pur, mit Gemüse vom Blech oder mit Kartoffeln? Schreiben Sie es gern in die Kommentare. Besonders hilfreich sind Erfahrungen damit, wie dick Ihre Seite war und wie lange sie im Ofen brauchte.

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